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U-Boot-Krieg

Inhaltsverzeichnis
1 Anfänge
2 Erster Weltkrieg
3 Großbritannien und der 'U-Boot-Krieg' 1919-39
4 Entstehung und Neubau der U-Bootwaffe 1935 bis 1939 im 3. Reich
5 Zweiter Weltkrieg
6 Kalter Krieg und Nachkriegszeit

Anfänge

Während des amerikanischen Bürgerkrieges wurden 1864 mehrere handgetriebene U-Boote gebaut. Am 17. Februar 1864 versenkte die C.S.S. H. L. Hunley das Kriegsschiff U.S.S Housatonic der Nordstaaten (5 Tote) und gilt somit als erstes U-Boot der Welt, welches ein anderes Schiff zerstört hat. Bei der Rückfahrt zum Ufer ging das U-Boot samt Besatzung verloren (8 Tote).

Erster Weltkrieg

Zu Beginn des Krieges gab es keine Einsatzdoktrin für U-Boote. Beide Seiten setzten sie für Patrouillenfahrten im feindlich kontrollierten Seegebiet ein. Die Versenkung der britischen Panzerkreuzer "Aboukir", "Cressy" und "Hogue" durch U 9 (Weddigen) zeigte die nicht für möglich gehaltene Schlagkraft der U-Boote auf. Der Handelskrieg wurde als Gegenmaßnahme zur britischen Seeblockade streng nach Prisenordnung geführt. Darüber hinaus legten die deutschen U-Boote tausende von Minen. Im Kanal waren die kleinen U-Boote dermaßen erfolgreich, dass die Royal Navy starke Kräfte einsetzen mußte, darunter Monitore, um die U-Boot-Basen an der belgischen Küste zu beschießen. Trotz zahlreicher Angriffsunternehmen gelang es bis Kriegsende nicht, die Stützpunkte zu blockieren.

Die größten Erfolge bei minimalen Verlusten erzielten deutsche U-Boote im Mittelmeer, sowohl gegen Kriegs- als auch gegen Handelsschiffe. Obwohl nach Prisenordnung vorgegangen wurde, waren die Versenkungserfolge größer als im 2. Weltkrieg, bezogen auf die Zahl der eingesetzten U-Boote. Die erfolgreichsten Kommandanten (von Arnauld de la Periere, Forstmann, Valentiner, Steinbrinck) versenkten erheblich mehr Tonnage als ihre Nachfolger bei der Kriegsmarine.

Obwohl Großbritannien größte Anstrengungen unternahm, um die U-Boote zu bekämpfen, wobei auch vor völkerrechtswidrigen Mitteln wie dem Einsatz sog. U-Boot-Fallen (d. h. Handelsschiffe mit versteckt aufgestellter Bewaffnung, die oft unter neutraler Flagge fuhren), nicht zurückgeschreckt wurde, stiegen die Schiffsverluste an. Erst die Einführung des Konvoi-Systems 1918 führte dazu, daß die einzeln operierenden U-Boote gegen die von zahlreichen Geleitschiffen eskortierten Handelsschiffe nur noch im Unterwasserangriff erfolgreich waren. Dieser blieb wegen der zu geringen Unterwassergeschwindigkeit der U-Boote dem Zufall überlassen. Da die US-Werften zudem Handelsschiffe in Serie bauten, konnten trotz der großen Verluste immer ausreichend Schiffsraum für die Versorgung Großbritanniens bereitgestellt werden.

1916 bis 1919 - Scapa Flow

Im ersten Weltkrieg schlugen die Versuche von U-18 und U-116 fehl, nach Scapa Flow zu gelangen, die Boote gingen verloren. Nach dem Waffenstillstand 1918 wurden die Schiffe der deutschen Hochseeflotte in Scapa Flow interniert. Dort gab Konteradmiral Ludwig von Reuter im Juli 1919 den Befehl zur Selbstversenkung der Flotte.

Die Engländer hatten die Bucht von Scapa Flow, die insgesamt sieben Einfahrten besitzt (zwei nach Westen, zwei nach Süden und drei nach Osten, wenn man die Trennungen durch Inseln mitrechnet) zum Hauptstützpunkt der Marine gewählt, weil man von dort sowohl schnell in die Nordsee als auch in den Atlantik gelangen konnte. Ohne weitere Verzögerungen konnten die Engländer schon zu früheren Kriegen in kürzester Zeit zu jedem erdenklichen Gegner vorstoßen: Sei es die Deutsche Bucht, die norwegische Küste, die Ostsee, die holländischen oder französischen Territorien, oder die Weiten des Atlantiks das Angriffsziel; Scapa Flow war geographisch zentral und abgelegen zugleich.

1916 gingen in Scapa Flow zwei deutsche U-Boote, mitsamt ihren Kommandanten Kapitänleutnant von Henning und Oberleutnant z.S. Emsmann, bei dem Versuch in die Bucht einzudringen verloren. Sie wurden von englischen Minen erfasst.

Nach der Kapitulation aller deutschen Streitkräfte im Jahr 1918, lag im Sommer 1919 die gesamte Flotte der kaiserlich-deutschen Marine im hohen Norden der Orkney-Inseln vor Anker. Von Scapa jedoch sollten die deutschen Schiffe auf neutrale Häfen verteilt oder in die Royal Navy eingegliedert werden. Die Besatzungen der Schiffe ahnten dies aber und so wurden auf Befehl des Admirals Ludwig von Reuter die Schiffe geflutet. An diesem 21. Juni 1919 starben 10 Menschen im Kugelfeuer der britischen Wachen, 16 wurden verletzt. Anschließend wurden die Besatzungen der Schiffe in den deutschen Zeitungen als Helden gefeiert. Leichte Kreuzer, Hilfs- und Schlachtkreuzer, insgesamt 20, sanken auf den Grund.

Untergang der Lusitania

Geschichte der RMS Lusitania.

Großbritannien und der 'U-Boot-Krieg' 1919-39

Entstehung und Neubau der U-Bootwaffe 1935 bis 1939 im 3. Reich

Zweiter Weltkrieg

Der Kriegsbeginn und die Prisenordnung

Von U47 und Scapa Flow

Im Zweiten Weltkrieg gelang es U-47 mit Kapitänleutnant Günther Prien am 14. Oktober 1939, in die Bucht einzudringen und das Kriegsschiff HMS Royal Oak mit 1400 Mann Besatzung zu versenken. Prien und Scapa Flow wurden danach durch die nationalsozialistische Propaganda berühmt gemacht. Der weitere Zugang zur Bucht wurde daraufhin durch eine Reihe künstlicher Barrieren unmöglich gemacht.

Als sich im Jahre 1939, kurz nach Kriegsausbruch, Kommodore Karl Dönitz mit dem Haupstützpunkt der gigantischen englischen Überwasserflotte, Scapa Flow, beschäftigte, verbanden auch ihn schmerzliche Erinnerungen an diesen Ort.

Im September 1939 plante Karl Dönitz, zu diesem Zeitpunkt noch Führer der U-Boote (FdU), einen schweren Schlag gegen den Stützpunkt, um der Marineführung endgültig die Gefährlichkeit und Bedeutung seiner U-Boote für den Verlauf des Krieges klarzumachen. In seinen Memoiren legte er offen: "Seit Kriegsbeginn trug ich mich immer wieder mit dem Gedanken, eine U-Boot-Operation gegen Scapa Flow anzusetzen." Weiter urteilte er: "Eine solche Operation schien das kühnste aller kühnen Eindringunternehmen zu sein." Er rechnete damit, dass die Marineführung, allen voran Großadmiral Erich Raeder, der selben Ansicht war und durch ein erfolgreiches Unternehmen von der Schlagkraft der deutschen U-Bootwaffe überzeugt werden würde.

Doch stand ein U-Boot hier vielmehr vor verbarrikadierten als nur vor verschlossenen Türen. U-Sperren wie Netze, unter Wasser befestigte Balken sowie Sperrschiffe und Minen sollten das Eindringen eines ungewünschten Gastes unmöglich machen. Außerdem machte des Schiffes eigenes Element, das Wasser, ein unvorsichtiges Boot in Sekunden am nächsten Felsenriff zunichte. Die so genannten Gezeitenströme, die an diesem Punkt der Erde fast ständig einsetzen, wurden bis zu 10 Knoten schnell. Ein unter Wasser nur 7,6 Knoten schnelles U-Boot hatte zum Beispiel im Kirk Sund keine Chance.

Am 11.09. erhielt Karl Dönitz von Luftaufklärern der Luftflotte 2 geschossene Fotos. Große Teile der schweren und leichten britischen Kampfschiffflotte lagen zu Reparatur, Wartung und Erholung der Besatzung in der Bucht. Als er am 26. erneut Fotos erhielt, war die Entscheidung gefallen. U16 unter Kapitänleutnant Wellner, das zu diesem Zeitpunkt in den Orkney operierte, berichtete über die Verhältnisse von militärischen und natürlichen Sperren, und kam zu dem Schluss, dass bei einer zufällig geöffneten Einfahrt ein Eindringen durchaus möglich sei.

Dönitz notierte: "Ich entschloss mich zum Angriff auf Scapa Flow." Auf den Fotos erkannte er, dass eine der vier Nordseeeinfahrten gegen ein U-Boot nicht ausreichend gesichert war. Hier waren lediglich zwei alte Dampfer versenkt. Nördlich wie südlich war eine Lücke von etwa fünf bis sieben Metern Breite. Nur ein U-Boot konnte noch mit wenigen Metern Platz hindurchschlüpfen. Weiter legte er nieder: "Meine Wahl fiel auf Kapitänleutnant Prien, Kommandant von U47. Er hatte die nach meiner Ansicht die für die Unternehmung erforderlichen soldatischen Eigenschaften und seemännischen Fähigkeiten. Ich gab ihm die Unterlagen für den Plan und stellte ihm frei, den Auftrag anzunehmen oder abzulehnen. Wörtlich sagte Dönitz: "Ich will jetzt keine Antwort von Ihnen. Überlegen sie sich die Sache in Ruhe. Wenn Sie zu der Überzeugung kommen, dass sich die Unternehmung nicht durchführen lässt, melden sie es mir. Es fällt dann absolut kein Makel auf Sie, Prien, Sie bleiben für immer der Alte." Später schrieb er: "Seine Entscheidung wollte ich nicht vor Ablauf von 48 Stunden haben."

Prien war ein junger Handelsschifffahrtskapitän aus Leipzig gewesen, bevor er zur Kriegsmarine kam. Geboren am 16. Januar 1908 in Osterfeld (Thüringen) erwarb er bereits mit 15 Jahren das Kapitänspatent für die große Fahrt. 1933 meldete er sich zur Kriegsmarine, '35 kam er, wie Dönitz, zur "Wiedereröffnung" der deutschen U-Bootwaffe und bekam 1938 sein eigenes Boot. Sein U-Boot, U47, war wie fast alle im Bau befindlichen deutschen U-Boote dieser Jahre eines vom Typ VII. Bereits am 2.Oktober, nur einen Tag nach dem Angebot, meldete er sich an der Dienststelle des FdU zurück und erklärte, er wäre bereit, den Auftrag auszuführen. So suchten sich Prien und Dönitz die Nacht vom 13. auf den 14. Oktober aus. Denn da war nicht nur Neumond, wie sie sich dachten, sondern dann wäre auch für einige Momente jene Zeit zwischen Ebbe und Flut, das so genannte Stauwasser, in der die Gezeitenströme nachlassen. Daraufhin machte U47 am 8.Oktober in Kiel die Leinen los und steuerte durch die Nordsee. Prien berichtete: "Am 8.Oktober um 10 Uhr morgens laufen wir aus. Dann schaukeln wir langsam hinaus. Kurs Nordnordwest, Kurs Scapa Flow." Das Boot durchquerte den Nord-Ostseekanal und stieß durch die Elbmündung in die Nordsee vor. Erst am 12. informiert Prien die Besatzung: "Wir laufen morgen nach Scapa Flow ein." Am Abend des 13. Oktober schrieb Günther Prien in sein Kriegstagebuch (KTB): "Die Moral der Besatzung ist hervorragend... Unbewegliches Wasser, in dem der brennende Himmel (wegen der Röte des Sonnenuntergangs, F.W.) sich spiegelt.

U-Boot Bilanz des 2. Weltkriegs

Die Schlacht um Norwegen

Die Schlacht im Atlantik

Nachdem im Juni 1940 Frankreich von der Wehrmacht überrannt worden war, begann man schon bald, an der Biskaya in Brest, Lorient, St-Nazaire und La Rochelle provisorische U-Boot-Stützpunkte zu errichten, die in den nächsten Jahren mit Hilfe von Zwangsarbeitern zu gewaltigen Anlagen ausgebaut werden sollten. Die U-Boote konnten dank dieser neuen Häfen an der Biskaya wesentlich schneller die Operationsgebiete auf den westlichen Zufahrtswegen zum Ärmelkanal erreichen. Die alliierten Konvois waren aus Mangel an Geleitschiffen nur schwach gesichert. Außerdem setzten die U-Bootkommandanten die neue Taktik eines nächtlichen Überwasserangriffs ein, der die nur Unterwasserziele ortenden alliierten Sonargeräte wirkungslos werden ließ. Somit folgte die "glückliche Zeit" der U-Boote. Zahllose Kommandanten konnten in Einzelaktionen viele Versenkungserfolge in dieser Zeit erzielen. Am erfolgreichsten waren dabei die "Asse" Otto Kretschmer (U-99), Günther Prien (U-47) und Joachim Schepke (U-100), die von der deutschen Propaganda als Helden gefeiert wurden. Die U-Boot-Waffe wurde zu dieser Zeit jedoch durch den Mangel an U-Booten an noch größeren Erfolgen gehindert, da das OKM unter Admiral Raeder vor dem Krieg dem Bau großer Überwasserschiffe mehr Priorität eingeräumt hatte und die Werften erst auf U-Boot-Bau umgestellt werden mussten. Trotzdem gingen 1940 ungefähr 4,5 Milliionen BRT Schiffsraum bei den Alliierten verloren. Im Winter 1940/41 verhinderte schlechtes Wetter die Überwasserangriffe der U-Boote. Außerdem fingen die Briten an, Radargeräte und Kurzwellenpeilung auf ihren Geleitschiffen einzusetzen. Durch ein massives Bauprogramm war außerdem die Anzahl der verfügbaren Eskorten stark gestiegen. Die U-Boot-Waffengattung erlebte ein böses Erwachen, als im März 1941 in nur einem Monat die drei "Asse" Kretschmer, Prien und Schepke im Kampf umkamen oder gefangen wurden. Die U-Boote mussten daher ihre Strategie ändern. Ab dem Sommer 1941 wurde daher auf die Rudeltaktik gesetzt, wobei U-Boote als "Wolfsrudel" Konvois orteten und gemeinsam angriffen. Diese Angriffe wurden zur Regel und konnten durch die ebenfalls gestiegene Zahl der U-Boote deutliche Erfolge verbuchen, die die Geleitsicherungen herausforderten. Außerdem weitete sich der Einsatzbereich der U-Boote aus, die jetzt auch vor Grönland und Westafrika standen. Auch ins Mittelmeer wurden U-Boote entsandt, um den alliierten Nachschub nach Nordafrika zu unterbrechen. Ähnlich wie 1940 wurden in diesem Jahr ca. 4 Millionen BRT an feindlicher Schiffstonnage versenkt.

Am 13. Dezember 1942 gelang englischen Mathematikern unter Leitung von Alan Turing der Durchbruch in der Enschlüsselung des geheimen Codes der deutschen Marine. Das Brechen des Enigma-Verfahrens sollte eine entscheidende Rolle im weiteren Verlauf des U-Boot Krieges spielen. Abgefangene Positionsmeldungen und Einsatzbefehle ermöglichten der britischen Admiralität mit der Zeit ein sehr effektives Vorgehen gegen die deutschen U-Boote. Es kam daher zu einem verlustreichen Ringen, in dem die deutschen U-Boote zunächst noch Erfolge verbuchen konnten.

(Der Einbruch in den Marine-Code spielte bei der Bekämpfung der U-Boote praktisch keine Rolle, da es zuerst tagelang dauerte, die deutschen Funksprüche zu entschlüsseln. Als man nach und nach einen Überblick über die Aufstellung der U-Boote gewann, wurden die Geleitzüge einfach um diese Standorte herumdirigiert. Entscheidend für die stark ansteigenden U-Boot-Verluste war das 1943 zum Einsatz gekommene Kurzwellenpeilgerät - Huff Duff genannt; dieses ermöglichte erstmals das Einpeilen funkender U-Boote von einem einzelnen Schiff aus. Die Hunter-Killer-Groups steuerten dann umgehend das gepeilte Boote an und führten stundenlange Jagden durch, die oft mit der Vernichtung des U-Bootes und seiner Besatzung endeten. Verheerend für die U-Boote war auch der Einsatz von Geleitflugzeugträgern, die in Amerika in Serie gebaut wurden und ab Mitte 1943 in wachsender Zahl im Atlantik eingesetzt wurden. Die pausenlos patrouillierenden Flugzeuge ließen den U-Booten kaum noch Möglichkeiten, aufgetaucht zu fahren. Nachts wurden die Boote von Langstreckenbombern mittels Radar geortet und mit starken Scheinwerfern - Leigh-Light - angeleuchtet und angegriffen. Die Verstärkung der U-Boot-Flak war wirkungslos, da die Flugzeuge in Gruppen angriffen; zudem verlängerte sich die Untertauchzeit, da das zahlreiche Bedienungspersonal erst in das Boot gelangen mußte.

Am 11. Dezember 1941, vier Tage nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor, erklärte Hitler den USA den Krieg. Daraufhin setzte Admiral Dönitz Langstrecken-U-Boote des Typs IX zur Operation "Paukenschlag" nach Amerika in Marsch, wo sie in den ersten Januartagen 1942 eintrafen. Die zunächst schlecht organisierte US-Küstenverteidigung stand den Angriffen auf die Handelsschifffahrt hilflos gegenüber. Als die Verteidigung im Frühjahr verstärkt wurde, weiteten die deutschen U-Boote ihr Einsatzgebiet in die Karibik und den Südatlantik aus.

Siehe auch (engl.) über die Operation Paukenschlag.

Die kürzer reichenden Typ-VII-Boote operierten zur gleichen Zeit im Nordatlantik in Rudeln und konnten so den Druck auf die Konvois aufrecht erhalten. Es kam im Laufe des Jahres zu mehreren großen Geleitzugschlachten. Im Herbst 1942 steigerten sich die Erfolge der U-Boote noch weiter, da die Geleitkräfte für die Sicherung der Operation Torch in Nordafrika benötigt wurden. Die Zahl der U-Boote war außerdem weiter gestiegen, sie betrug Ende 1942 etwa 210 Stück. Insgesamt wurden 1942 über 8 Millionen BRT Schiffsraum versenkt, womit dieses Jahr das erfolgreichste im Tonnagekrieg der U-Boote war.

Im Februar und März 1943 hatte der U-Bootkrieg seinen Höhepunkt. Es bestand noch immer eine Lücke südlich von Grönland, in dem die U-Boote ohne die Bedrohung durch Flugzeuge operieren konnten. Dort nahmen im März 21 U-Boote an einem Angriff auf die Konvois SC-122 und HX-229 teil. Im Laufe dieser Schlacht wurden über 500.000 BRT versenkt, was bei den Alliierten zu ernsten Bedenken am Konvoisystem führte. Doch die Schlacht wendete sich: Im Mai 1943 konnten die Alliierten ihr Luftüberlegenheit und ihre Geleitkräfte in vollem Maße nutzen, so dass in diesem Monat 43 deutsche U-Boote versenkt wurden. Dönitz stellte daraufhin den U-Bootkrieg vorübergehend ein und ließ die U-Boote zurückrufen. Die Schlacht im Atlantik hatte sich somit endgültig gewendet. Nachdem die Boote zurückgerfufen worden waren, hatten die Alliierten eine kurze Atempause. In dieser Zeit wurde vor allem die Luftüberwachung über dem Atlantik verbessert, sodass die deutschen U-Boote überall angegriffen werden konnten. Dönitz, der mittlerweile Raeder im OKM abgelöst hatte, kam wenige Monate später trotz der geringen Erfolgschancen zum dem Entschluss, weiterhin U-Boote in den Atlantik zu schicken, damit die alliierten Geleitkräfte weiterhin an den Atlantik gebunden wurden. Jedoch wurden auch technische Verbesserungen eingeführt: Neue U-Boote wie der Typ XXI und der Typ XVII mit Walter-Turbine wurden entwickelt, außerdem wurden im Laufe des Jahres 1943 Schnorchel und zielsuchende Torpedos ("Zaunkönig") eingeführt. Auch wurde die Fla-Bewaffnung der U-Boote verstärkt, um Flugzeuge besser bekämpfen zu können. Trotzdem waren Flugzeuge die gefährlichsten Mittel der Aliierten zur Bekämpfung der U-Boote. 1943 gingen insgesamt 287 deutsche U-Boote verloren, fast doppelt so viele wie in den drei Jahren davor zusammengerechnet. Die Versenkungserfolge fielen sehr viel geringer aus als 1942: Nur noch 3,5 Millionen BRT waren versenkt worden. Dazu kam noch, dass in den amerikanischen Werften das Bauprogramm für die Liberty-Frachter voll angelaufen war. Auf dem Höhepunkt der Produktion im Sommer 1943 wurden täglich um die 4 Schiffe dieser ca. 8.000 BRT großen standardisierten Frachterklasse gebaut - viel mehr als die U-Boote versenken konnten. Rudelschlachten blieben weitestgehend aus, weil die U-Boote meistens unter Wasser bleiben mussten und so unmöglich Kontakt mit Konvois halten konnten. Unterdessen stoppte die technische Entwicklung: Die Akustiktorpedos waren unzuverlässig und leicht mit Störsystemem ("Foxer") ablenkbar. Die Herstellung neuer U-Boottypen verzögerte sich. Tatsächlich gelangten die ersten Typ XXI-Boote erst im April 1945 zum Einsatz, der Typ XVII stellte sich als schwer zu realisieren heraus und wurde nur in Form einiger Prototypen gebaut. Nur der kleine Typ XXIII wurde vor Kriegsende fertig, dies war jedoch nur ein kleines für den Einsatz in küstennahen Gewässern gebautes Einhüllenboot. Mit der Invasion in der Normandie im Juni 1944 wurden bald auch die U-Bootstützpunkte an der französischen Atlantikküste überrannt. Die verbliebenen U-Boote waren auf die Stützpunkte an Nord- und Ostsee und in Norwegen zurückgedrängt und operierten nun mehr vor der englischen Küste. Der Erfolg ging jedoch weiter zurück, nur noch 1,5 Millionen BRT wurden versenkt. Dem gegenüber standen 241 verlorene U-Boote im Jahre 1944; weitere 153 U-Boote gingen von Januar bis Mai 1945 verloren, viele davon durch Luftangriffe und Minen in Nord- und Ostsee. Bei Bekanntwerden der Kapitulation wurde am 4. Mai 1945 die Operation "Regenbogen" gestartet: Alle in den Häfen liegenden U-Boote wurden von den eigenen Leuten versenkt. Die U-Boote, die noch im Einsatz waren, liefen nach dem 8. Mai englische oder amerikanische Häfen an. Einige der Boote, vor allem die neuen "Elektro-Boote", wurden von den Alliierten als Kriegsbeute zur Erprobung übernommen. Die anderen dienten als Zielschiffe für Marinemanöver oder wurden von Juni 1945 bis Februar 1946 im Rahmen der Operation "Deadlight" vor der schottischen Küste versenkt. Nur zwei U-Boote, U-530 und U-977, versuchten zu entkommen und schafften dies auch. Sie entkamen durch den Atlantik und liefen schließlich in Buenos Aires ein, wo die Besatzungen Asyl suchten. Nach dem Krieg hob die Bundesmarine zwei Boote vom Typ XXIII und eines vom Typ XXI, die während "Regenbogen" versenkt worden waren, und stellte sie als U-Hai und U-Hecht (Typ XXIII) und als Wilhelm Bauer wieder in Dienst. Die Wilhelm Bauer steht heute als Museumsschiff in Bremerhaven.

Gefechte im Atlantik

In dieser Operation "Menace" beschossen englische Schiffe den Hafen von Dakar, englische Schiffe versenkten französische Schiffe und umgekehrt. Das U-Boot Béveziers torpediert erfolgreich das Kriegsschiff HMS Resolution. Der britische Kreuzer HMS Cumberland wird ebenfalls versenkt. Das französische U-Boot Ajax (U-Boot) wird durch den Zerstörer HMS Fortune versenkt. Hintergrund dieser Operation war die Vichy-Besatzung in Dakar. Diese stellte für die alliierten Verbindungslinien im Atlantik eine Bedrohung dar.

Die U-Boote im Mittelmeer

Gegen die Meinung von Dönitz setzte die Marineführung durch, daß auf Hitlers Wunsch U-Boote aus dem erfolgreich laufenden Tonnagekrieg im Atlantik 1941 ins Mittelmeer verlegt wurden. Hintergrund war der katastrophale Verlauf des italienischen Einzelgangs gegen Griechenland, der dazu führte, daß britische Truppen nach Griechenland verlegt wurden. Obwohl Italien erheblich mehr U-Boote als Deutschland besaß, war die Regia Marina nicht in der Lage, den Briten die Seeherrschaft im Mittelmeer streitig zu machen. Im Mittelmeer gab es kaum Ziele für die deutschen U-Boote, abgesehen von den wenigen Konvois zur Versorgung Maltas; die deutsche Führung dachte einfach nicht marinestrategisch, sie war auf Landkriegsführung fixiert und das im Kampf gegen Großbritannien. Abgesehen von einigen Kriegsschiffen, darunter der Flugzeugträger HMS Ark Royal (91) und das Schlachtschiff HMS Barham, stand die Versenkung von Handelsschiffsraum in keinem Verhältnis zur Zahl der eingesetzten U-Boote. Mitte 1943 sind nach der Kapitulation der 5. Panzerarmee in Tunis die deutschen U-Boote in den Atlantik zurückgekehrt.

Im Gegensatz hierzu operierten die wenigen britischen U-Boote von Malta aus erfolgreich gegen die italienischen Schiffe, die Nachschub nach Libyen transportieren sollten. Trotz aller Bemühungen gelang es den Italienern nicht, ihre Schiffe erfolgreich durchzubringen, 80 Prozent der Nachschubgüter für die deutsch-italienische Afrika-Armee versanken in den Fluten. Nach dem Krieg bestätigte sich der Verdacht, den der deutsche Nachrichtendienst angesichts der Tatsache, daß die britischen U-Boote praktisch immer an der richtigen Position lauerten, ausgesprochen hatte: Ein hoher Offizier in der Regia Marina = italienische Marineführung lieferte den Briten die entsprechenden Informationen über abgehende Versorgungsschiffe.

Die Schlacht im Pazifik

Die Geleitzüge im Nordmeer

Die sowjetischen U-Boote im Schwarzen Meer

Kalter Krieg und Nachkriegszeit

Achtung: Diese Rubrik befindet sich noch im Aufbau! Bitte nur in unangebrochene Rubriken schreiben! P.S.: Danke an den netten Jemand, der hier das tolle Inhaltsverzeichnis gemacht hat!


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