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Turmbahnhof

Der Turmbahnhof oder Kreuzungsbahnhof ist eine Bahnhofsbauweise, bei der zwei Bahnstrecken sich auf unterschiedlichen Ebenen kreuzen.

In der Frühzeit der Eisenbahn entstanden solche Anlagen, wenn die Strecken zweier miteinander konkurrierender Eisenbahngesellschaften sich an einem Ort trafen und diese zunächst kein Interesse an einem gemeinsamen Bahnhof besaßen. In diesem Fall wurde eine simple Eisenbahnbrücke gebaut, die die Strecke der einen Gesellschaft über die Strecke der anderen hinweg führte. Bei einem späteren Bahnhofbau wurde diese Brücke in den Bahnhof integriert, so dass ein derartiger Bahnhof aus zwei Ebenen besteht. Turmbahnhöfe können gut als Umsteigepunkte genutzt werden, da sich dort Züge aus allen Himmelsrichtungen treffen.

Vielleicht aus diesem Grund sind Turmbahnhöfe in Ostdeutschland besonders häufig, da das Netz in der Zeit des Eisenbahnbooms dort besonders dicht war.

Es werden auch heute noch Turmbahnhöfe neu errichtet, bei denen diese Anlageform durchaus beabsichtigt ist. Wegen der unvermeidlich hohen Kosten ist dies jedoch relativ selten. Prominentestes Beispiel ist der neue Hauptbahnhof in Berlin. Er spielt im Pilzkonzept der Deutschen Bahn eine wichtige Rolle.

Beispiele für Turmbahnhöfe:



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