Hauptseite | Deutsche Enzyklopädie

Toyota

Die Toyota Motor Corporation ist der größte japanische Autohersteller. Beim PKW-Absatz liegt Toyota weltweit noch auf Platz zwei hinter General Motors. Nach Jahresgewinn und Börsenwert ist das Unternehmen aber schon seit einigen Jahren der größte Autohersteller der Welt. Bis Ende 2010 strebt Toyota an, auch beim PKW-Absatz weltgrößter Autohersteller zu werden. Seit dem Jahr 2001 ist Toyota der weltgrößte Hersteller von Flurförderzeugen (Gabelstapler, Hubwagen, etc.) mit einem stetig steigenden Weltmarktanteil von aktuell (FY2004) 24,4 Prozent. Die Toyota Motor Corporation hat ihren Hauptsitz in der japanischen Stadt Toyota bei Nagoya und wurde 1937 zu einer eigenständigen Firma.

Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Vertrieb von Toyotas in Deutschland
3 Qualität und Kundenzufriedenheit
4 Modelle
5 Produktionsstandorte und Vertrieb
6 Weitere zu Toyota gehörende Automarken
7 Zur Toyota-Gruppe gehörende Unternehmen (Auswahl)
8 Motorsport
9 Sponsor
10 Weblinks

Geschichte

Die Ursprünge Toyotas liegen schon weit zurück. Bereits im September 1933 wurde der von Toyoda erfundene automatische Webstuhl eingeführt. Kurze Zeit später wurde 1934 die erste Maschine ihrer Art produziert, die ab 1935 zur Produktion des ersten Automodels A1 und des GG Trucks diente. Produktionsstart für das Automodell AA war 1936. 1937 wurde die Toyota Motor Co. als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen gegründet. Auch wurde dabei der Familienname von Toyoda in Toyo't'a umgenannt, was dem Gründer die Trennung von Arbeitsleben und privatem Leben ermöglichen und die Aussprache vereinfachen sollte. Während des Pazifischen Krieges diente die LKW-Produktion dem japanischen Militär. Glücklicherweise wurde der Krieg beendet, bevor eine zeitlich geplante Bombardierung der Toyota-Werke stattfand. Die kommerzielle Produktion begann erneut 1947 mit dem Modell SA.

Der Vertrieb von Toyotas in Deutschland begann 1970. Im Jahr 2004 betrug der Marktanteil in Deutschland 3,9 Prozent, in Europa 5,0 Prozent, in Japan 44 Prozent und weltweit über 12 Prozent. Ende des letzten Jahrhunderts führte Toyota für den amerikanischen Markt die Edelmarke Lexus ein, über die leicht abgewandelte Fahrzeuge des japanischen Markts verkauft wurden. Mittlerweile werden die Fahrzeuge auch in Europa angeboten und wirken vermehrt eigenständig. Ein Beispiel ist der Lexus SC430 mit einem Vario-Dach nach Vorbild des Mercedes SLK.

Vertrieb von Toyotas in Deutschland

Der erste offiziell nach Deutschland importierte Toyota war ein Corolla 1200 Coupè, der am 18. Februar 1971 über den Ladentisch ging. Importeur war ein knapp zehnköpfiges Team in einem angemieteten, 70 Quadratmeter großen Firmensitz in Köln - Stolberger Straße, das als erstes Wagen der japanischen Firma nach Deutschland importierte. Bis 1968 hatten sie für die Firma Woodhouse englische Marken wie MG und Morris eingeführt. Am 9. Oktober 1970 trat die Firma "Deutsche TOYOTA-Vertrieb Gesellschaft mit beschränkter Haftung" offiziell ins Leben. Vereinzelt fuhren vor 1970 bereits Toyotas auf deutschen Straßen, diese stammten aber allesamt aus den Nachbarländern (Toyota-Belgien seit 1963). Im ersten Jahr 1971 wurden in Deutschland 883 Fahrzeuge der Modelle Corolla und Carina verkauft

Die Japaner bereiteten ihren Auftritt wegen der deutlich höheren Fahrgeschwindigkeiten auf deutschen Straßen sorgfältig vor. So dauerte es bis zum März 1971, bis die ersten Lastzüge in den Hof des Kölner Fahrzeuglagers in der Dürener Straße einbogen. Hauptverkaufsargumente waren die einfache Bauart mit Starrachse und Blattfedern hinten und die für damalige Zeiten sehr umfangreiche Serienausstattung. Wenige Monate nach Firmenstart ging es in ein größeres Domizil nach Köln-Königsdorf. Ende 1972 arbeiteten dort bereits 83 Mitarbeiter für 332 Händler.

Am 26. Juni 1974 ging die Hausbank des Kölner Firmengründers in Konkurs. Im November 1974 übernahm die "Toyota Motor Sales Ltd." die Geschäftsanteile der Kölner Firma mit 133 Mitarbeitern und 500 Händlern. An ihrer Spitze stand nun Mitsuo Yamada. 1976 folgte die Umbenennung in "Toyota Deutschland GmbH". 2003 arbeiteten in Deutschland bei ca. 700 Händlern mehr als 1.200 Menschen. Am 22. August 2002 wurde das zweimillionste Fahrzeug an seine Kundin übergeben.

Qualität und Kundenzufriedenheit

Toyota legt besonderen Wert auf die Qualität seiner Fahrzeuge, welche in Pannenstatistiken immer wieder bestätigt wird. Auch bei einer im Jahr 2002 durchgeführten Kundenzufriedenheitsstudie des amerikanischen Martkforschungsunternehmens J. D. Power and Associates belegte Toyota in sechs von sieben Kategorien den ersten Platz. Auch wenn das in der gleichen Umfrage 2004 nur noch in drei Kategorien der Fall war, erreichte Toyota insgesamt zum dritten Mal in Folge den ersten Platz.

Diese hohe Qualität wird durch das Toyota Production System erreicht, das vor allem aus den Teilen TQM (Total Quality Management), Kanban, Kaizen, TPM (Total Productive Maintenance) und Poka Yoke besteht. Dieses neuartige Produktionskonzept wurde von Toyota unter der Federführung von Taichii Ohno ab 1950 entwickelt und wurde später von sämtlichen größeren Autoherstellern übernommen bzw. kopiert. Es bildet heute eine wichtige Grundlage wissenschaftlicher Arbeit, Forschung und Lehre im Rahmen der Betriebswirtschaftslehre.

Im Produktentstehungsprozess nutzt Toyota die Methode Design Review Based on Failure Mode (DRBFM). Die Methode DRBFM ist eine entwicklungsbegleitende Kreativitätsmethode und zugleich auch eine Philosophie zur diskursorientierten Designfindung bzw. Designevaluierung.

Nach dem Übergang vom traditionellen Handwerk zur Massenproduktion nach dem ersten Weltkrieg gilt das Toyota Produktionssystem als nächste Stufe dieser Entwicklung. Es bietet die Vorteile des traditionellen Handwerks (sehr hohe Qualität, sehr hohe Flexibilität) und erreicht niedrigere Herstellungskosten als die Massenproduktion. Siehe auch: Just in time, Toyotismus

Modelle

Produktionsstandorte und Vertrieb

Toyota produziert u.a. in folgenden Ländern:

Vertrieben werden die Autos in aller Welt.

Weitere zu Toyota gehörende Automarken

Zum Mutterkonzern Toyota gehören noch die automobile Nobelmarke Lexus, die Kleinwagenhersteller Daihatsu sowie Scion (speziell für den nordamerikanischen Markt der unter 25-jährigen) und der LKW- und Bushersteller Hino.

Zur Toyota-Gruppe gehörende Unternehmen (Auswahl)

Motorsport

Toyota ist stark im Motorsport vertreten, unter anderem in der Formel 1 (Panasonic Toyota Racing) und der Formel 3.

Sponsor

Toyota ist Sponsor des Weltfußballverbandes FIFA. Der ehemalige Weltpokal und die Fußball-Klub-Weltmeisterschaft ist ab dem Jahre 2005 nach der Autofirma benannt. Seit 2002 ist das Unternehmen auch Sponsor des Eishockeyvereins KEC "Kölner Haie".

Weblinks

Die Commons bieten weitere multimediale Inhalte, insbesondere Bilder: [[commons:{}|{}


Help build the largest human-edited directory on the web.
Submit a Site - Open Directory Project - Become an Editor
Free thumbnail preview by Thumbshots.org

Search for products at amazon.com:
Search:
Keywords:
amazon.com books on 'Toyota':
Search at Google.com:
Google
WebCalSky.com Enzyklopädie

Suchresultate aus unserem günstigen CalSky-Shop