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Strategie

Der Begriff der Strategie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Heeresführung. Ein Stratege war im antiken Griechenland ein gewählter Heerführer (stratos = Heer, agein = führen). Strategie bedeutet soviel wie ein zielorientiertes Vorgehen, einen langfristigen Plan, im Gegensatz zur kurzfristigen Taktik als Teil einer Strategie.

Inhaltsverzeichnis
1 Politik und Krieg
2 Sport und Spiel
3 Ökonomie
4 Architektur
5 Literatur

Politik und Krieg

Eine Strategie ist im modernen Sinne ein Konzept, um die eigenen Ziele zu erreichen. Hierzu muss zunächst klar sein, welche Endziele verfolgt werden sollen und wie die Rahmenlage ist, insbesondere bezogen auf die handelnden Parteien. Falls die handelnden Parteien unterschiedliche Ziele verfolgen oder gar gegensätzliche, so prallen unterschiedliche Absichten aufeinander. Aufgabe der Strategie ist es nun, einen Weg so zu finden, dass der eigene Wille durchgesetzt werden kann. Dies kann durch diplomatische Aktionen (Abkommen, Allianzen, ...) oder wirtschaftliche Einflussausübung geschehen, in letzter Instanz auch durch Krieg. In diesem Sinne ist der Krieg nach wie vor ein Mittel der Politik und zwar das massivste und im Rahmen der Verhältnismäßigkeit das letzte Mittel. Krieg ist im Gegensatz zur Diplomatie darauf ausgerichtet, den Willen des Gegners mit Gewalt zu brechen.
Carl von Clausewitz schreibt über den Unterschied von Strategie und Taktik: "Die Taktik ist die Lehre vom Gebrauch der Streitkräfte im Gefecht, die Strategie die Lehre vom Gebrauch der Gefechte zum Zweck des Krieges."
Die wissenschaftliche Untersuchung von Fragen der politischen und militärischen Strategie findet u.a. in der Disziplin der Strategische Studien statt. Siehe auch: Krieg, Angriff, Verteidigung, Strategeme

Berühmte militärische Strategen

Sport und Spiel

Auch in Spielen ist Strategie gefragt: die bekanntesten Strategiespiele sind Schach und in der asiatischen Welt Go. Mit dem Aufkommen von Computerspielen entwickelten sich auch dort Spiele zur Strategie, in denen nur genau geplantes Vorgehen zum Erfolg führt. In der mathematischen Spieltheorie versteht man unter einer Strategie eine vollständige Handlungsanweisung für einen einzelnen Spieler, die alle denkbaren Spielsituationen eines Spiels abdeckt.

Ökonomie

Unter Strategie werden die langfristig geplanten Verhaltensweisen der Unternehmen zur Erreichung ihrer Ziele verstanden. Über die Bedeutung von Strategie im modernen Wirtschaftsleben herrschen heute aber oft Missverständnisse. Die Unternehmensstrategie in der Unternehmensführung zeigt auf, auf welche Art, ein mittelfristiges (ca. 2 - 4 Jahre) oder langfristiges (ca. 4 - 8 Jahre) Unternehmensziel erreicht werden soll. Die Unternehmensstrategie kann von der Vision und dem Leitbild abgeleitet werden und kann in Teilstrategien unterteilt werden. Daraus weiter abgeleitete Jahresziele finden die Umsetzung der Strategie zum Beispiel im Jahresbudget. Eine Teilstrategie ist die Wettbewerbsstrategie.

Eine der Weiterentwicklungen der Strategielehre besteht in der Kybernetischen Managementlehre.

Architektur

Die Entwurfsstrategie der Architekten beim Entwurf komplexer Bauten zielt u.a. auf die Sicherung ggf. erforderlicher Veränderbarkeit der Gebäude oder Gebäudeteile bei sich wandelnden Nutzeranforderungen.

Der Strategie geht ein eigentümliches Rationalitätsverständnis voraus, das versucht einen Überblick (Wissen, Objekte) und Weitsicht (Zeit) zu gewinnen. Ein für die Moderne typischer Strategiebegriff korrespondiert demnach mit einem Panoptismus, der die Möglichkeit vorsieht, Raum und Zeit kalkulierbar zu machen und die sich im Raum befindenden Objekte zu beherrschen.

In der Postmoderne wird dieses Raumverständnis für gescheitert erklärt. Es gibt nicht den einen Raum, der kalkulierbar wäre. Damit einher geht die Vorstellung einer reflexiven Strategie, die sich selbst kontingent setzt, indem Sie z. B. die Unterscheidungen mit denen sie operiert wechselt. Damit wird der Raum zu einem Vexierbild. Nach dem Linguistic Turn wird Strategie somit nicht mehr mit Überblick zu übersetzen sein, sondern mit Durchblick, das die Beherrschung des Raums aufgegeben hat, sondern die Welt als Labyrinth versteht, indem es nun gilt, eine adäquate Weise der Bewegung zu finden.

Literatur


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