Still Cruisin'
Geschichte
Nach ihrem letzten Album "The Beach Boys" aus dem Jahre 1985 ging die Band, die zu dem Zeitpunkt aus Mike Love, Alan Jardine, Carl Wilson und Bruce Johnston bestand, auf eine große Welttournee und spielten etwa 150 Konzerte pro Jahr. Nach Dennis Wilsons Tod wurde kein neuer Schlagzeuger aufgenommen. Dafür wurde die Beach Boys Band, jene Band welche die Beach Boys auf Tournee unterstütze, erheblich aufgestockt. Sie bestand aus Ed Carter (Bass/Vocals), Mike Kowalski (Drums), Billy Hinsch (Piano/Vocals), Michael Moros (Keyboard/Organ), Jeffrey Foskett (Guitar/Vocals) und Matt Jardine (Percussion, Vocals) (Sohn von Alan Jardine) – oft füllte auch John Stamos (Percussion, Vocals) das Line-up auf (Stamos war Schauspieler, Serienstar der Seifenoper Full House und ein langjähriger Beach Boys Fan).
Nach den schleppenden Verkäufen der letzten Jahre hatte die Band ihren Plattenvertrag verloren. 1986 konnten sie trotzdem zwei Singles veröffentlichen. "Rock´n´Roll to be Rescue" (Mike Love/Terry Melcher) erreichte in den US-Billboard-Charts Platz #68. Die zweite Single dieses Jahres, eine Cover Version von California Dreamin, dem Song der Mama´s and Papa´s,kam auf Platz #57. 1985 hatte David Lee Roth den Beach Boys Song "California Girls" für sein erstes Solo-Album gecovert und schatte damit Platz #2. Die Beach Boys waren als Background-Chor zu hören.
1987, schlossen sie sich mit den Fat Boys zusammen. Die Fat Boys waren Rapper, die in den 1980er Jahre mehrere Filme drehten. Auch sie waren Beach Boys Fans. Gemeinsam spielten sie eine Cover Version von "Wipe Out" (The Surfains), wobei die Fat Boys die Strophen rappten, die Beach Boys sangen den Refrain. Der Song wurde auf beiden Seiten des Atlantiks ein riesiger Hit (US #12, UK #2).
Brian Wilson hatte sich endgültig, auf Druck von Eugene Landy, aus der Band verabschiedet und arbeitete an seinem ersten Solo Album.
1988 sollten die Beach Boys einen Song zum Soundtrack des Films "Cocktail" beisteuern. Der Song hieß Kokomo. John Phillips hatte gemeinsam mit Scott McKenzie Teile davon in den frühen 1980er Jahren geschrieben, aber nie fertig gestellt. Mike Love und Terry Melcher schafften es, aus den vorhandenen Fragmenten eine Single zu machen. Völlig unerwartet wurde "Kokomo" ein Nr. #1 Hit in den USA und war auch weltweit ein Top-Chart-Erfolg.
Nach diesem großartigen Erfolg sollten die Beach Boys ein vollständiges Album aufnehmen. Love und Melcher schrieben mit Koautoren 3 neue Titel. Alan Jardine steuerte einen Song bei. Als siebenter neuer Song wurde "In my car" veröffentlicht, ein Lied welches bereits 1987 von Brian und Carl Wilson aufgenommen worden war. Nachdem beinahe alle Songs auf Film-Soundtracks vertreten waren, wurden zur Auffüllung des Albums noch 3 Songs aus den 1960er Jahren hinzugefügt, die ebenfalls auf Soundtracks vertreten waren.
Das Album erreichte in den US-Billboard-Charts Platz # 46
Die Songs
- "Still Cruisin'" (Mike Love/Terry Melcher) (US-Charts #93)
- "Somewhere Near Japan" (Bruce Johnston/Mike Love/Terry Melcher/John Phillips)
- "Island Girl" (Al Jardine)
- "In My Car" (Brian Wilson/Alexandra Morgan/Eugene Landy)
- "Kokomo" (Mike Love/Scott McKenzie/Terry Melcher/John Phillips) (US-Charts #1, UK #25)
- "Wipe out" (Bob Berryhill/Pat Connolly/Jim Fuller/Ron Wilson) (US-Charts #12, UK #2)
- "Make It Big" (Mike Love/Bob House/Terry Melcher)
- "I Get Around" (Brian Wilson/Mike Love)
- "Wouldn't It Be Nice" (Brian Wilson/Tony Asher)
- "California Girls" (Brian Wilson/Mike Love)