Schwerindustrie
Der Aufstieg der Schwerindustrie begann mit der industriellen Revolution. Insbesondere der hohe Stahl- und Kohlebedarf der Eisenbahn sowie des Schiffbaus und, im beginnenden 20. Jahrhundert, der Rüstungsindustrie, führte zur Blüte der Schwerindustrie vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegss.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich der volkswirtschaftliche Schwerpunkt in den Industriestaaten in den Bereich der Konsumgüterindustrie und den Dienstleistungssektor. Dies führte in den Zentren der Schwerindustrie, wie z.B. dem Ruhrgebiet zu erheblichen sozialen Problemen durch die hohe Arbeitslosigkeit wegen der Schließung von zahlreichen Betrieben.
Durch hohen Bedarf an Energie (z.B. in der Stahlindustrie) und der Zerstörung von großflächigen Landschaften (z.B. durch den Braunkohletagebau), verursacht die Schwerindustrie enorme Umweltschäden.
Trotz des aktuellen (2004) weltweiten Mangels an Koks, der auch den Stahlpreis ansteigen läßt, was durch den enormen Stahlbedarf der wirtschaftlich prosperierenden Volksrepublik China verursacht wird, findet ein steter Rückgang der Schwerindustrie in den alten Industrieländern statt.