RegionalExpress
Deutschland
Der RegionalExpress (RE) in Deutschland ist eine Zuggattung des Nahverkehrs, der aus dem früheren Eilzug (E) hervorgegangen ist. Von der RegionalBahn (RB) unterscheidet er sich durch größere Haltestellen-Abstände und entsprechend höhere Reisegeschwindigkeit.In den meisten Bundesländern verkehren RegionalExpress-Züge auf festgelegten Linien im Stunden-Rhythmus im System eines integrierten Taktfahrplans. Oft tragen sie innerhalb eines Bundeslandes Namen. Ihre Kurz-Bezeichnungen (Zuggattung und Nummer) werden in und an den Zügen angeschlagen.
Mit dem RegionalExpress können größere Entfernungen überbrückt werden. Deshalb ist er auch bei Fahrgästen mit dem Schöne-Wochenende-Ticket oder den Ländertickets sehr beliebt. Auf einigen Hauptverkehrsachsen ist er nur geringfügig langsamer als die Züge des Schienenpersonenfernverkehrs.
Als Ende der 1990er Jahre der DB Fernverkehr den eigenwirtschaftlich betriebenen InterRegio aus seinem Programm nahm, wurde er häufig von DB Regio auf Kosten der Bundesländer zunächst als RegioExpress oder InterRegioExpress (IRE) übernommen. Seitdem gibt es RE-Linien, bei denen die gesamte Fahrtdauer sechs Stunden und mehr beträgt, so etwa der Bayern-Böhmen-Express München - Prag (Fahrzeit ca. 6 Stunden) und der Vier-Länder-Express München - Leipzig (Fahrzeit ca. 6:45 Stunden).
Inzwischen wurde das Wagenmaterial weitgehend durch Triebwagen und auf stark frequentierten Strecken durch moderne Doppelstock-Wendezüge ersetzt. Auf einigen Strecken, wie etwa in Oberfranken, werden auch Diesel-Triebwagen mit Neigetechnik eingesetzt.
Bereits Ende der 1980er Jahre gab es als Vorläufer des RegionalExpresses auf einigen Strecken die RegionalSchnellBahn (RSB).
Schweiz
Das schweizerische Pendant sind die RegioExpresse, die aus den früheren Schnellzügen hervorgegangen sind.Siehe auch