Plains
Die Plains umfassen etwa 1,3 Millionen km² Land in den zehn Bundesstaaten New Mexico, Texas, Oklahoma, Colorado, Kansas, Nebraska, Wyoming, Montana, South Dakota und North Dakota.
Geschichte
Die Plains waren lange Zeit beinahe unbewohnt und wurden nur gelegentlich von Indianern auf der Jagd besucht. Die ersten Europäer brachten Pferde mit sich, die im 18. Jahrhundert in diese Gegend gelangten - erst dies ermöglichte es den Indianern, die Prärie dauerhaft zu bewohnen. Einige Völker profitierten stark von der neuen Lebensweise, der Bisonjagd zu Pferd. Die bislang schwachen Lakota und Comanche zum Beispiel entwickelten sich innerhalb kurzer Zeit zu bedeutenden Machtfaktoren im Mittleren Westen. Die Lebensweise der Plainsvölker orientierte sich stark an den Bisons. Sie wohnten in Tipis, die sich schnell ab- und aufbauen ließen und zogen so den Büffeln nach.Im 19. Jahrhundert zogen weiße Siedler durch die Plains nach Westen, erst um 1865 ließen sich viele davon in den Plains nieder. Sie schossen die Bisons ab und verdrängten die Indianer bis 1890 in Reservationen. Heute wird rund 60% des Rindfleisches und etwa die Hälfte die Weizens der USA hier von weißen Farmern erzeugt.
Knapp eine Million Menschen bewohnen heute die Plains; damit gehören sie zu den am dünnsten besiedelten Landwirtschaftsregionen der Welt. Und die Tendenz ist weiter sinkend. Heute beträgt die bäuerliche Bevölkerung etwa ein Achtel von derjenigen von 1930. Zunehmende Dürre erschwerte die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten erheblich und die Technisierung ließ Arbeitskräfte überflüssig werden. Immer mehr ehemals kultiviertes Land wandelt sich wieder zurück in Graslandschaft, auf der zunehmend Büffelzucht betrieben wird. Immer mehr Orte verwandeln sich in Geisterstädte.
Die Plains erstrecken sich insgesamt ca. auf eine Breite von 500km.
Literatur
- National Geographic: Great Plains - Wie das Herz Amerikas sich wandelt. Mai 2004