Perkin-Reaktion
Mechanismus
Der Mechanismus der Perkin-Reaktion verläuft im Basischen, zunächst bildet sich das Anion des Säureanhydrids. Grund hier für ist die C-H-Azidität des Säureanhydrids in α-Stellung: Im nächsten Schritt addiert das Anion nukleophil an den Carbonylkohlenstoffkohlenstoff des Aldehyds:Der einfachste Fall, der auch von Perkin durchgeführt wurde, ist der mit Methylgruppen in α-Stellung (R=H) und Benzol als arylischem Rest. Aus Benzaldehyd und Essigsäureanhydrid wurde dabei Zimtsäure (und Ameisensäure) synthetisiert. Wenn nur ein α-Wasserstoffatom vorhanden ist, bleibt die Reaktion bei der β-Hydroxycarbonsäure stehen. Es entsteht bevorzugt (aber nicht nur) das E-Diastereomer. Eine weitere Variante der Perkin-Reaktion ist die Erlenmeyer-Plöchl-Azlacton-Synthese zur Synthese von Aminosäuren und α-Ketosäuren.
Praxis
Es handelt sich bei dieser Reaktion um eine sog. Eintopf-Reaktion, d.h. Aldehyd, Säureanhydrid und Base werden gemischt und mehrere Stunden auf 170-200°C erhitzt. Als Base verwendet man meist das Natriumsalz der dem Anhydrid entsprechenden Carbonsäure.Literatur
- W.H. Perkin: J. Chem. Soc. 1877, 31, 388-427.
- J.R. Johnson: Org. React. 1942, 1, 210-266.