Norddeutsche Tiefebene
Das Gebiet umfasst die Bundesländer Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen komplett, dazu den jeweils größten Teil von Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie einen kleinen Teil von Sachsen.
In Polen setzt sich das Norddeutsche Tiefland als Polnisches Tiefland insbesondere auch in Regionen fort, die einen historischen territorialen Bezug zu Deutschland haben: nördliches Schlesien, Pommern sowie Westpreußen und Ostpreußen.
Die Mittelgebirgsschwelle reicht mit Wesergebirge, Teutoburger Wald und Wiehengebirge im westlichen Teil weit in die Tiefebene hinein und trennt die Westfälische Bucht teilweise vom Niedersächsischen Tiefland ab. Dagegen dehnt sich das Nordostdeutsche Tiefland weiter nach Süden aus (Leipziger Tieflandsbucht) - das Erzgebirge bildet hier den südlichen Abschluss.
Das Relief des Norddeutschen Tieflandes ist eben bis wellig; die höchste Erhebung mit rund 200 m NN liegt im Fläming (Sachsen-Anhalt/Brandenburg). Die küstennahen Gebiete bestehen teilweise aus holozäner Marsch- bzw. Boddenlandschaft, sonst herrscht pleistozäne Alt- oder Jungmoränenlandschaftlandschaft in verschiedensten Ausprägungen vor. Im erdgeschichtlich besonders jungen östlichen Teil befinden sich viele Seenn (v. a. die Mecklenburgische Seenplatte mit dem zweitgrößten See Deutschlands, der Müritz). Die letzte Eiszeit, das Weichselglazial, hat diese Landschaft vor rund 10 000 Jahren hinterlassen. Die Oberflächengestalt in den nordwestdeutschen Geestgebieten ist dagegen schon stärker verwittert und ausgelaugt, da die letzten Vergletscherungen hier wesentlich länger zurückliegen (vgl. u. a. Saale-Eiszeit).
Zu Kultur, Geschichte und Politik siehe auch: Norddeutschland, Nordstaat, Hanse, Plattdeutsch