Moderne Physik
Ein wesentlicher Aspekt war die Überwindung des Determinismus der Naturgesetze, die mehr und mehr als Wahrscheinlichkeitsgesetze formuliert werden mußten, um mit den Beobachtungen in Einklang gebracht zu werden.
Während dieser Zeit entstanden die fruchtbarsten Theorien der modernen Physik, die Auswirkungen auf praktisch alle Fächer der Physik haben: die Atomphysik, die Quantentheorie und die Spezielle Relativitätstheorie. Wegbereiter der neuen Konzepte waren
- Max Planck mit seiner Einführung der Quanten (Energiequanten), mit der später unter anderem die Wellenoptik mit derStrahlenoptik versöhnt wurde und die als Grundlage für die Entwicklung der Kernphysik fungierte;
- Albert Einstein mit seiner Anwendung der Quantentheorie auf den Photoeffekt und die Schaffung der Speziellen Relativitätstheorie, mit der unter anderem das Konzept des Ätherss als Trägermedium des Lichts abgeschafft, ein neues Verständnis des Begriffs der Gleichzeitigkeit geschaffen, Materie mit Energie gleichgesetzt (E=mc²) und die endliche Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts gezeigt wurde;
- Niels Bohr mit der Anwendung der Quantentheorie auf die Atome, die das Konzept der teilchenhaften Substrukturen theoretisch zugänglich machte.
- das Michelson-Morley-Experiment, das zeigte dass die endliche Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts richtungsunabhängig ist und dass Auswirkungen eines Äthers, gegen den sich die Erde bewegt, nicht feststellbar sind;
- die Entdeckung der Röntgenstrahlen;
- die Entdeckung der Kathodenstrahlen durch Johann Hittorf, die einerseits als Wellenstrahlung, andererseits aber auch als Teilchenstrahlung gedeutet werden mußten.