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Macao


Dieser Artikel weist noch folgende Lücken auf: , Wirtschaft, Politik, Kultur.
中華人民共和國澳門特別行政區
Região Administrativa Especial de Macau da República Popular da China

Macao Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China
(Detail) (Detail)
Amtssprachen Chinesisch (Kantonesisch), Portugiesisch
Chief Executive Edmund Ho Hau-wah
Fläche 25,4 km²
Einwohnerzahl 461.833 (Stand 2002)
Bevölkerungsdichte 18.182 pro km²
Religion Buddhisten (ca. 50%), Römisch-Katholisch (ca. 15%)
Währung Pataca
Nationalfeiertag 1. Oktober Gründungstag Volksrepublik China
20. Dezember Tag der Übergabe an die VR China
Zeitzone UTC+8
Internet TLD .mo
Int. Vorwahl +853

Macao (vereinfacht: 澳门; traditionell: 澳門; Pinyin: Àomén; Portugiesisch: Macau) ist eine in der Nähe von Hongkong gelegene ehemalige portugiesische Kolonie. Im Jahr 1999 wurde sie als zweite Sonderverwaltungszone in die Volksrepublik China integriert.

Ihre geographische Lage ist 22°10' nördliche Breite und 113°33' östliche Länge.

Macao ist reich an Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit. Haupterwerbsquellen sind der Tourismus (8 Mio. Besucher im Jahr 2000) und das Glücksspiel, weshalb Macao das Monte Carlo des Ostens genannt wird, daneben auch noch die Herstellung von Feuerwerkskörpern und Textilien. Da Glücksspiel in Macao legal ist, gibt es einen regen Pendelverkehr vom benachbarten Hongkong aus. Macao ist auch der Name eines (tatsächlich aus Ungarn stammenden) Glücksspiels.

Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Kultur
3 Verkehr
4 Bildung
5 Sehenswürdigkeiten
6 Siehe auch
7 Weblinks

Geschichte

Die chinesischen Aufzeichnungen über Macao reichen zurück bis ins Jahr 1152 als Landkreis Xiangshan, wobei Macao als unbewohnt verzeichnet ist. 1277 flohen Mitglieder der südlichen Sung-Dynastie mit etwa 50.000 Anhängern vor den Mongolen nach Macao, dies ist die erste Aufzeichnung über Bewohner, die Flüchtlinge konnten sich in Macao festsetzen und verteidigen.

Als die Portugiesen 1516 in Macao landeten war es nicht viel mehr als eine Fischersiedlung am Delta des Perlflusses. 1557 erlaubten die Chinesen den Portugiesen die Errichtung einer Ansiedlung, die Souveränität verblieb jedoch bei China, lediglich eine lokale portugiesische Verwaltung wurde eingerichtet. Die Portugiesen nutzten Macao als Handelsposten und Zwischenstopp auf dem Weg von Lissabon nach Nagasaki.

Als China 1547 den direkten Handel mit Japan untersagte, lief der Handel über Macao weiter. Die Portugiesen bauten den Standort zur Hafenstadt und schließlich zum Zentrum ihrer Präsenz in Asien aus. Von Macao aus herrschte ein Gouverneur, der auch für die gesamten asiatischen Gebiete (mit Ausnahme Indiens, das dem Vizekönig in Goa unterstand), wie es die Aufteilung der Welt zwischen Portugal und Spanien der damaligen Zeit vorsah, zuständig war. Der erste Portugiesische Gouverneur wurde 1680 eingesetzt, jedoch weiterhin unter chinesischer Souveränität, die Portugiesen zahlten Pacht und Steuern an China.

Im Jahr 1835 wird die Pauluskirche, das Wahrzeichen der Stadt, bei einem Taifun zerstört. Seitdem steht nur noch die Fassade und kann noch heute besichtigt werden.

Als das Hafengeschäft immer mehr an den großen Nachbarn Hongkong abwandert, wird 1847 in Macao das Glücksspiel legalisiert. Da auch in Hongkong nur Pferdewetten erlaubt sind und die Chinesen als allgemein dem Glücksspiel sehr zugetan gelten, stellen die Kasinoeinkünfte seither einen Großteil des Bruttoinlandsproduktes.

1849 versuchten die Portugiesen erstmalig die vollständige Gewalt über Macao zu gewinnen und erklärten Macaos "Unabhängigkeit" von China. Die Chinesen duldeten dies nicht, es gab kleinere Gefechte, der Höhepunkt der Unruhen war der Tod des Gouverneurs Ferreira do Amaral.

Am 26. März 1887 erkannte die Mandschu-Regierung das portugiesische Recht auf dauerhafte Besetzung an.

Während des 2. Weltkriegs war Macao neutraler Hafen bis die Japaner 1943 ein Protektorat über Macao errichteten, die japanische Herrschaft dauerte bis 1945.

Nach der Revolution 1949 forderte die chinesische Regierung Macao zunächst zurück, konnte sich jedoch nicht durchsetzen, die Lösung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. 1966 kam es zu prokommunistischen Unruhen in Macao. Die Portugiesen versuchten anschließend, Macao an China zurückzugeben, dies wurde von der Chinesischen Regierung abgelehnt, wie auch ein weiterer diplomatischer Vorstoß Portugals nach der portugiesischen Revolution 1974. Die chinesische Regierung wollte das Hongkong-Problem zuerst lösen.

Nach der Aufnahme offizieller diplomatischer Beziehungen zwischen Portugal und China im Jahr 1979 wurden 1985 die Rückgabeverhandlungen aufgenommen, ein Jahr nachdem die britische Regierung der Rückgabe Hongkongs für das Jahr 1997 zugestimmt hatten. Die Verhandlungen führten 1987 zum Erfolg.

Am 20. Dezember 1999 gab Portugal die Souveränität zurück an China. Der offizielle Name Macaos ist seit der Machtübergabe: Macao Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China (: 中華人民共和國澳門特別行政區; Pinyin: Zhōnghuá rénmín gònghéguó àomén tèbié xíngzhèngqū; Portugiesisch: Região Administrativa Especial de Macau da República Popular da China). Wie auch in Hongkong gilt in Macao das Prinzip: "Ein Land, zwei Systeme". Das sozialistische Wirtschaftssystem Chinas wird in Macao nicht angewandt, Macao genießt Autonomie, mit Ausnahme der Verteidigung und Außenpolitik, diese wird von Peking bestimmt.

In jüngster Zeit entwickelt sich Macao immer mehr zum Las Vegas Asiens. Seit Ende 2002 das Glücksspielmonopol gefallen ist, bewarben sich vornehmlich aus Las Vegas bekannte Konsortien um die Lizenz zum Bau von Kasinos.

Im Mai 2004 eröffnete die "Las Vegas Sands, Inc." das mit einer goldenen Fassade versehene "Sands Macau". Das gleiche Konsortium baut bis zum Jahr 2006 das "Venetian Macau Resort-Hotel-Casino".

Einmal im Jahr findet der Macao Grand Prix statt, der Stadtkurs ("Guia") in Macao ist neben dem Grand Prix in Monaco der einzige Rennkurs, der durch die normalen Straßen einer Stadt geht. Erstmalig fand der Grand Prix 1954 statt, zur Zeit wird der Stadtkurs von Macao u.a. als Teil der Formel 3 Wettbewerbe befahren.

Kultur

Die Bürger Macaos sind nicht damit einverstanden, dass Portugal sie an China zurückgab. Viel lieber hätten sie es gesehen, wenn Portugal sie in die Souveränität entlassen hätte. Denn im Gegensatz zu der Kultur in Hongkong ist die von Macao weniger chinesisch. Die meisten Macanesen sind katholisch und sprechen Macaista. Macaista ist eine Kreolsprache, die sich aus Kantonesisch und Portugiesisch entwickelt hat. Macaista wird auch Macaista Chapado ("pures Macanesich"), Papia Cristam di Macau (christliche Sprache Macaos) oder Dóci Língu di Macau (die süße Sprache Macaos) genannt. Obwohl Macaista unter Macanesen Alltagsssprache ist, hat es nicht den Status einer Amtssprache.
Seitdem Macao an China angegliedert wurde, wird verstärkt mit Hongkong gehandelt. Die meisten eingeführten Güter stammen aus Hongkong, da Macao eine so kleine Stadt ist, dass sie keinen Platz für Fabrikanlagen hat. Das hat zur Folge, dass die Macanesen glauben, dass Hongkong Macao mit seiner Kultur überschwemmen könnte und diese vernichten könnte. Vor allem das Kantonesische gewinnt dadurch wieder größere Bedeutung.

Verkehr

Die Halbinsel Macao und die Insel Taipa sind über drei Brücken verbunden, die neueste Brücke (Sai Van Bridge; im Westen) ist seit Anfang 2005 für den Verkehr freigegeben. Erst durch diese neue und höhere Brücke ist die Insel Taipa auch bei Taifun-Warnung mit dem Auto erreichbar, die beiden älteren Brücken (Governor Nobre de Carvalho Bridge und Ponte da Amizade; seit 1994; im Osten) sind nicht vor Wind und Wellen ausreichend geschützt.

Macao erreicht man mit den regelmäßig verkehrenden Schnellfähren von Hongkong aus. Die Überfahrt dauert ca. 60 Minuten.

Seit 1995 verfügt Macao über einen eigenen internationalen Flughafen (Macau International Airport).

Zur Zeit laufen Planungen für ein schienenbasiertes Nahverkehrssystem (U-Bahn und oberirdisch), das aus 3 Linien bestehen soll (Zirkellinie, Nord-Süd-Linie für Verbindung zu den Inseln und eine Linie zum Flughafen) und 27km Gesamtlänge aufweisen würde. Die 2005 in Betrieb genommene neue dritte Brücke zwischen Macao und Taipa ist bereits für die Schienenverbindung ausgelegt. Baubeginn soll 2006 sein, Start der ersten Verbindung in 2009.

Bildung

Macao verfügt über zwei Universitäten:

Sehenswürdigkeiten

bei Nacht

Fassadenruine der Pauluskirche (Ruinas de Sao Paulo)
  • Macau Tower
  • Casino Lisboa
  • Grandprix Museum

  • Siehe auch

    Weblinks


    Administrative Gliederung der Volksrepublik China
    Provinzen: Anhui | Fujian | Gansu | Guangdong | Guizhou | Hainan | Hebei | Heilongjiang | Henan | Hubei | Hunan | Jiangsu | Jiangxi | Jilin | Liaoning | Qinghai | Shaanxi | Shandong | Shanxi | Sichuan | Yunnan | Zhejiang
    Autonome Regionen: Guangxi | Innere Mongolei | Ningxia | Xinjiang | Tibet
    Regierungsunmittelbare Städte: Beijing | Chongqing | Shanghai | Tianjin
    Sonderverwaltungszonen: Hongkong | Macao



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