Kontingenz (Soziologie)
Ein Spezialproblem der Kontingenz ist die doppelte Kontingenz. Sie beschreibt die Unwahrscheinlichkeit von gelingender Kommunikation, wenn zwei Individuen ihre Handlungen jeweils von den kontingenten Handlungen des Gegenübers abhängig machen.
Die Systemtheorie unter Niklas Luhmann sieht eine Zunahme der Komplexität des Sozialen im Zuge der funktionalen Differenzierung moderner Gesellschaften. Handlungsoptionen haben zugenommen und müssen zunehmend individuell begründet werden. Somit sind Kontingenzerfahrungen wahrscheinlicher geworden.
Luhmann nahm diesen Begriff im Sinne von Aristoteles auf, welcher Kontingenz als nicht notwendig und nicht beliebig sah. Was wie oben schon angedeutet bedeutet: es könnte auch anders sein.
Siehe auch: Kontingenz (Philosophie)