Konsum (Volkswirtschaft)
Im volkswirtschaftlichen Sinne wird mit den Begriffen Konsum bzw. Konsumausgaben die wertmäßige Darstellung der Güter bezeichnet, die im Gegensatz zu den Investitionsgütern stehen, d.h. zu solchen Gütern, mit denen man wiederum andere Güter herstellen kann.
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Konsum im betriebswirtschaftlichen Sinne 3 Konsum im Rahmen der volkswirtschaftlichen Theorie 4 Siehe auch |
Konsum im Rahmen der Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Nach der volkswirtschaftlichen Verwendungsrechnung gliedern sich die inländischen Konsumausgaben in drei Teile:
- Private Konsumausgaben (Privater Verbrauch)
- Konsumausgaben privater Organisationen, wie beispielsweise Kirchen, Gewerkschaften.
- Staatliche Konsumausgaben (Staatsverbrauch)
Konsum im betriebswirtschaftlichen Sinne
Im betriebswirtschaftlichen Sinne unterscheidet man zwischen Konsum- und Produktionsgütern. Die Konsumgüter sind Outputgüter, während die Produktionsgüter als Inputgüter in den Produktionsprozess eingehen, die danach letzten Endes wiederum Bestandteil von Konsumgütern sein können.
Den "Konsum" von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im betrieblichen Leistungserstellungsprozess wird in der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung als Werteverzehr oder Kosten bezeichnet.
Konsum im Rahmen der volkswirtschaftlichen Theorie
In vereinfachter Darstellung und unter Auslassung des Exports und der staatlichen Nachfrage lässt sich das gesamte Bruttoinlandsprodukt bzw. das gesamte Einkommen aller an der Wirtschaft Beteiligten (Y) als Addition von privaten Konsumausgaben (C) und Investitionsausgaben (I) darstellen: C + I = Y
Damit es zu einem gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht kommt, müssen die Ersparnisse (S), also die Differenz zwischen Einkommen (Y) und Konsum (C) gleich den Ausgaben für die Investitionen sein: S = Y - C = I
Die Nachfragetheorie zielt nicht nur auf die Steigerung des Konsums als eigentliche Determinante des Wirtschaftswachstums ab, sondern allgemein auf eine ausgeglichene und angemessene Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern. Die Kaufkrafttheorie ist in diesem Sinne auch als eine Theorie zu sehen, wonach sich ein angemessenes Wirtschaftswachstum bei einer ausgeglichenen Einkommensverteilung ergibt.
Die Konsumquote gibt an, wieviel Prozent des Einkommmens konsumiert werden.
Mit der Erklärung des Konsumverhaltens setzt sich die Konsumtheorie auseinander.
Siehe auch
Konsumterror war ein politisches Schlagwort der 1970er Jahre, Konsumgesellschaft eine meist negativ gemeinte Charakterisierung, die noch heute viel gebraucht wird.