Konsistenz
In Bezug auf materielle Stoffe (physikalischealische Konsistenz) spricht man von fester, zäher und plastischer Konsistenz. Diese stoffliche Konsistenz wird bspw. mit der Kohärenz, Kohäsion und Viskosität beschrieben. In diesem Sinne besitzt der Begriff besonders in der Werkstofftechnik praktische Bedeutung.
Konsistenz im weiteren Sinn bezieht sich auf den logischen, hermeneutischen oder ästhetischen Bestand eines Gegenstandes (z. B. eines Textes, eines Begriffs, einer Methode oder Technik, eines Werkzeugs oder eines Kunstwerks), der "in sich stimmig" ist, "Sinn ergibt" und keine inneren Widersprüche oder Spannungen aufweist, die seine Einheit gefährden.
Spezialbedeutungen von Konsistenz in einzelnen Fachgebieten sind (beispielsweise):
- in der Logik die Widerspruchsfreiheit eines axiomatischen Systems.
- In der Informatik sind Daten konsistent, wenn Widerspruchfreiheit innerhalb einer Datenbank gewährleistet ist; dies bedeutet, dass der Inhalt einer Datenbank alle vordefinierten Konsistenzbedingungen (Constraints) erfüllt (siehe Konsistenz (Informatik)).
- In der Software-Ergonomie versteht man unter Konsistenz, wenn sich eine Benutzeroberfläche schlüssig verhält und den Benutzer nicht überascht. Siehe Rule Of Least Surprise.
- In der Statistik bezeichnet Konsistenz die Eigenschaft einer Schätzfunktion (siehe Konsistenz (Statistik)).
- Im WWW bezeichnet man einen Zustand als konsistent, in dem alle Links einer Website auf korrekte und gültige Ziele verweisen, siehe Link-Konsistenz; Ggs.: Dead Links, Orphans.
- In einem Hypertext ist Konsistenz die inhaltliche Geschlossenheit der Gesamtheit des Hypertextes und seiner atomisierten Knoten (siehe Konsistenz (Hypertext)).
- In der Übersetzungswissenschaftswissenschaft spricht man von Konsistenz, wenn Benennungen richtig, einheitlich und kontextgemäß von einer Ausgangssprache in eine Zielsprache übertragen werden.
Weblinks