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Konfliktsoziologie

Als Konfliktsoziologie wird der allgemein-soziologische Theorieansatz bezeichnet, der alles soziales Handeln als Konfligieren (Streiten) sozialer Akteure auffasst.

Zu den Vertretern der Konfliktsoziologie werden Lewis A. Coser, Ralf Dahrendorf und John Rex gerechnet, im weiteren Sinne aber auch alle Klassentheoretiker (wie Karl Marx), Sozialanthropologen (wie Max Gluckman) und viele andere.

Bedeutende Beiträge lieferten bereits Ludwig Gumplovicz, Georg Simmel und marktsoziologisch arbeitende Autoren.

In dem theoretisch folgenreichen Abschnitt "Der Streit" seiner "Soziologie" misst Simmel bereits 1908 dem Streit nicht nur eine zerstörerische Wirkung zu, sondern gerade auch eine vergesellschaftende. Man setzt sich über Meinungsverschiedenheiten auseinander, um zusammen leben zu können.

Literatur

Thorsten Bonacker (Hrsg.), Sozialwissenschaftliche Konflikttheorien. Eine Einführung 3.Auflage. Wiesbaden 2005: VS Verlag



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