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Kondensmilch

Kondensmilch (evaporierte Milch), auch Dosen- oder Büchsenmilch genannt, wird aus Milch unter teilweisem Wasserentzug hergestellt. Die Milch wird zur Keimabtötung und Albuminabscheidung für 10-25 Minuten auf 85-100 °C erhitzt und anschließend bei Unterdruck und 40-80 °C eingedickt. Danach hat sie einen Fettgehalt von 7,5-10 % und eine fettfreie Trockenmasse von etwa 23 %. Nach der Homogenisierung wird sie meist in Dosen oder Tuben abgefüllt und noch einmal sterilisiert, danach ist sie für lange Zeit haltbar.

Die erste industriell hergestellte Kondensmilch kam 1856 in den USA auf den Markt. Zehn Jahre später gründen zwei Amerikaner die Anglo-Swiss Condensed Milk Company in Zürich, die 1905 mit Nestlé fusionierte. In Deutschland wurde Kondensmilch zuerst 1886 von der Dresdner Pfund's Molkerei angeboten.

Reduzierte oder eingekochte Milch war schon früher bekannt, etwa als Khoa in Indien, das aus langsam eingekochter Vollmilch hergestellt wird und vorwiegend als Basis für Süßspeisen dient. Vergleichbar ist die Älplerschokolade aus der Schweiz, bei der zusätzlich der Milchzucker karamelisiert wird.

In Asia-Läden ist auch eine extrem zähflüssige gesüßte Kondensmilch erhältlich, z.B. von der Marke Longevity. Diese Milch eignet sich außer für Heißgetränke (Kaffee, Tee) und Süßspeisen wegen ihrer Konsistenz auch als Brotaufstrich und für die Zubereitung von Saucen und Salatsaucen.



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