Komparse
Was ist eigentlich ein Komparse oder Statist? Der Unterschied zwischen einem Komparsen und einem Statisten ist eigentlich nur der, dass dem Komparsen eine Aufgabe zugeteilt wird. Wenn beispielsweise Anton sich in einem Cafe in dem Moment hinsetzen soll, wenn Komparsin Berta mit dem Kinderwagen zur Tür herein kommt, darf sich Anton schon Komparse nennen. Laut Duden ist ein Komparse eine stumme Figur, die in einem Film oder Theaterstück mitwirkt. Das heißt also, dass Komparsen in der Regel keine Sprechrolle haben und im Hintergrund einer Filmszene zu sehen sind. Sie bekommen bestimmte Kommandos, die am Drehort erteilt werden, wie zum Beispiel: Laufen Sie von A nach B oder von B nach A.
Statisten hingegen sind Leute, die in einer Gruppe agieren. Hierzu zählen zum Beispiel Fußballfans oder Soldaten. Heute werden Komparsen immer seltener in großer Anzahl benötigt;stattdessen werden Massenszenen in der Regel per Computer erstellt. Ein Komparse verdient für einen 8 bis 10 Stunden Drehtag etwa 50-60€. Eine besondere Gruppe unter den Komparsen besteht aus den sogenannten unfreiwilligen Komparsen, die im Fachlatein der Kameramänner neckisch auch als Pilze tituliert werden - Glückspilze - weil sie in einem eine Rolle spielen, ohne dafür gearbeitet zu haben: Es sind dies jene Passanten, die zufällig anwesend sind, während ein Film ohne Ankündigung auf offener Straße gedreht wird; eine Technik, der z.B. Helge Schneider frönt.
Literatur
Martin Kort: Komparsenwelt - Ein praktischer Ratgeber, für alle die zum Film möchten oder die mehr über dieses Thema wissen wollen. Erfahrungen eines Komparsen. ISBN:3-8334-3133-4, ab ca.August 2005 im Buchhandel bestellbar.