Kompanie
Die Kompanie besteht aus ca. 60-160 Soldaten. Sie wird in zwei bis vier Züge mit ggf. spezifischen militärischen Aufgaben eingeteilt. Geführt wird die Kompanie von einem Offizier (dt:"Kompaniechef"; ö:"Kompaniekommandant"), der i.d.R. im Rang eines Hauptmannss (Heer, Luftwaffe) bzw. Kapitänleutnants (Marine) steht. Unterstützt wird er in seinem Führungsaufgaben, vom Kompanietrupp, der neben dem Kompaniechef selbst aus Kompaniefeldwebel (Spieß) und Kompanietruppführer besteht. Der Kompaniechef ist gleichzeitig Disziplinarvorgesetzter für alle Angehörigen seiner Einheit. In der Regel ist eine Kompanie einem Bataillon als nächsthöherer Einheit zugeordnet. Selbstständige, verstärkte Kompanien (ca. 150-250 Soldaten), die über zusätzliche Unterstützungsgruppen/-züge verfügen, können für den Einsatz oder ständig auch höheren Organisationsebenen (Brigaden, Divisionen) unterstehen. Die Stelle des Kompaniechefs ist in diesem Fall häufig höher dotiert (Major).
In der Artillerie und in der Flugabwehrtruppe wird eine Kompanie als Batterie bezeichnet (dt: "Batteriechef"), in der Luftwaffe als Staffel (dt: "Staffelchef"), in der Marine als Inspektion (dt: "Inspektionschef"). An den Schulen der deutschen Bundeswehr heißt das Kompanieäquivalent ebenfalls Inspektion (dt: "Inspektionschef").
Die übergeordnete Einheit einer Kompanie ist das Bataillon oder das Regiment, die untergeordnete Einheit der Zug.
Bei der Bundeswehr werden Kompanien grundsätzlich mit Ordnungszahlen bezeichnet, denen in der Schriftform immer hinter einem Schrägstrich die Nummer oder der Name der übergeordneten Einheit folgt. Beispielsweise bezeichnet 3./- allein die dritte Kompanie, 3./310 die dritte Kompanie eines (nicht näher spezifizierten) Bataillons oder Regiments mit der Nummer 310, 1./FmBtl 900 die erste Kompanie eines Fernmeldebataillons 900.