Komitee für unamerikanische Aktivitäten
Errichtet wurde es im Jahre 1938, damals noch, um zu untersuchen, ob amerikanische Behörden von Anhängern des deutschen Nationalsozialismus, des zukünftigen Kriegsgegners, unterwandert seien. 1945 wurde es zu einem ständigen Komitee. 1969 wurde es in Committee on Internal Security (Komitee für innere Sicherheit) umbenannt. 1975 wurde es aufgelöst.
Die Untersuchung brachten zuerst wenig. Das Komitee und die Medien stellten es jedoch als großen Erfolg dar, als bekannt wurde, dass einige Beamte mit kommunistischen Sympathien oder Verbindungen für die amerikanische Regierung arbeiteten. Der Hintergrund dafür war, dass in den 1930er Jahren einige Studenten vom radikalen Marxismus angezogen wurden. Einige dieser Leute erreichten in den 1940er Jahren machtvolle Stellungen. Unter der Führung von Martin Dies und Richard Nixon sorgte das Komitee für die Verurteilung von Alger Hiss. Allerdings sind viele, darunter auch Antikommunisten, mit der Bezeichnung „unamerikanische Umtriebe“ nicht besonders glücklich.
Später stürzte sich das Komitee auf die vermeintliche kommunistische Propaganda aus Hollywood. Dies führte zu einer „schwarzen Liste“ von linken Drehbuchautoren, den so genannten „Hollywood zehn“, nachdem man ihnen kommunistische Propaganda vorgeworfen hatte. Sie wurden später fast alle diskreditiert. In Wirklichkeit wurde kaum kommunistische Propaganda in den Filmen gefunden. Nur der Film Mission to Moscow weist Spuren solcher Einflüsse auf. Selbst dort resultierte sie eher aus dem Enthusiasmus für die Rolle der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg als aus tatsächlichen kommunistischen Einflüssen.
1951 wurde im Senat eine ähnliche Kommission eingerichtet, die hauptsächlich unter dem Einfluss des Senators Joseph McCarthy stand. Für viele hatte das Komitee sein eigentliches Ziel verloren und hatte Züge einer „Hexenjagd“ angenommen. Unter anderem verlangte der Senator von den Betroffenen unter dem Motto „nennt Namen“, vermeintliche kommunistischen Sympathisanten zu denunzieren. Jeglicher Sinn des Komitees ging in der McCarthy-Ära unter.
Die letzte Akt des Komitees war die Untersuchung der Neuen Linken. Aber die Zeit hatte sich gewandelt. Betroffenen wie Jerry Rubin und Abbie Hoffman hatten viel weniger zu verlieren als die früheren Drehbuchautoren oder Lehrer. Sie verwandelten die Show-Befragung zu eine Art „Dada“ oder eine Art Ereignis, damit erlangten sie mehr Ansehen unter ihren jungen Anhängern, während die Alten hinter dem Richterpult eher ins Lächerliche gezogen wurden.
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