Kollaps der Wellenfunktion
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2 Formale Fassung 3 Siehe auch 4 Links: |
Beispiel: Doppelspalt-Experiment
Beim Doppelspalt-Experiment beobachtet man ein Interferenzmuster, wenn der genaue Weg der Teilchen durch die Spalte nicht bekannt ist. Die Wellenfunktion ψ(z) des Systems ist dann die Summe der Wellenfunktionen für ein System, mit nur dem oberen Spalt ψ1(z) und einem System mit nur dem unteren Spalt ψ2(z). Misst man nun die Position der Teilchen am Spalt (z.B. Verdecken eines Spaltes), so beobachtet man nur noch eine der beiden Wellenfunktionen ψ1(z) oder ψ2(z). Die Wellenfunktion ist also auf eines ihrer Bestandteile kollabiert.
Vor der Messung war die Wahrscheinlichkeit ein Teilchen am Ort z anzutreffen gerade
Formale Fassung
Als Kollaps der Wellenfunktion bezeichnet man deren probalistischen Übergang in ein Ensemble von (möglichen) anderen Wellenfunktionen, gebildet aus den Komponenten der ursprünglichen Wellenfunktion mit Wahrscheinlichkeiten, die nach Max Born den Betragsquadraten ihrer Koeffizienten gleich sind. Der Kollaps wurde explizit durch John von Neumann als eine zweite Dynamik neben der Schrödinger-Gleichung postuliert, um wohlbestimmte Meßergebnisse oder einen psycho-physischen Parallelismus zu ermöglichen - er entspricht aber Borns ursprünglicher Formulierung der Wahrscheinlichkeitsinterpretation.Nach der Dekohärenz-Theorie erscheint das Ensemble von Wellenfunktionen dem lokalen Beobachter nur auf Grund seiner Verschränkung mit der Umgebung.
