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Koaxialrotor

Es gibt zwei hauptsächlich verwendete koaxiale Rotorsysteme. Das erste, häufiger verwendete stammt vom russischen Hersteller Kamov. Das bekannteste Modell ist die Kamov Ka 32. Die Schweizer Firma Heliswiss betreibt als erste westliche Firma seit einiger Zeit eine zivile Ka 32 und eine zweite wird gegen Ende November in Dienst gestellt.

Hauptmerkmal des koaxialen Rotorsystems sind zwei gegenläufig drehende, dreiblättrige Hauptrotoren, die übereinander angeordnet sind. Der Vorteil dieses Systems ist, das sich ein Drehmomentausgleich (z.B. Heckrotor) erübrigt weil sich das Gegendrehmoment durch die gegenläufige Drehrichtung der Rotorebenen automatisch aufhebt. Das koaxiale Rotorsystem ist konstruktiv sehr komplex. Darum wird es hauptsächlich bei grossen Transporthubschraubern angewandt. Der untere Rotor wird durch eine Hohlwelle angetrieben. in dieser Hohlwelle verläuft eine zweite Antriebswelle hinauf zum oberen Rotor. Die Steuerung der beiden Rotorebenen erfolg konventionell, das heisst über Steuerstangen.

Ein zweites koaxiales Rotorsystem verwendet die amerikanische Firma Kaman. Das bekannteste Modell nennt sich K-MAX. Die beiden Rotoren sind nicht übereinander angeordnet, sondern nebeneinander. Damit sich die Rotorblätter nicht in die Quere kommen sind beide (zweiblättrigen) Rotoren in einem seitlichen Winkel angeordnet. Die Blätter greifen also ähnlich wie Zahnräder ineinander. Die Steuerung der Blätter erfolgt über kleine, am Blatt angebrachte Steuerklappen, deren Anstellwinkel sich verstellen lässt.



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