Kleiner fermatscher Satz
| Inhaltsverzeichnis |
|
2 Verallgemeinerung 3 Praktische Anwendung auf Primzahlen |
Beweis
Der Beweis beruht auf der Tatsache, dass, wenn zwei Zahlen a und b zueinander inkongruent (modulo einer festen Zahl n) sind, auch die beiden Produkte x·a und x·b inkongruent modulo n sind für x>0 und ggT(x, n)=1. Im folgenden betrachtet man zum einen die Menge A aller Reste (mod p) - also alle natürlichen Zahlen kleiner als p, und zum anderen die Menge B, die diese Reste multipliziert mit a enthält. Zwei beliebige Zahlen aus A sind zueinander inkongruent modulo p. Aus dem oberen Satz folgt, dass damit auch zwei beliebige Zahlen aus B zueinander inkongruent sind. Dadurch ergibt sich, dass das Produkt über alle Zahlen aus A kongruent zum Produkt aller Zahlen aus B ist:
Verallgemeinerung
Man kann den kleinen fermatschen Satz zum Satz von Euler verallgemeinern: Für zwei teilerfremde Zahlen n und a gilt:
Mit Hilfe des kleinen fermatschen Satzes entwickelte Fermat den fermatschen Primzahltest.
Praktische Anwendung auf Primzahlen
- Wenn eine natürliche Zahl p eine Primzahl ist, dann gilt
.
.
In Wirklichkeit gibt es auch Nichtprimzahlen, auf die diese Eigenschaft zutrifft: Die Pseudoprimzahlen.
Man kann aber den Satz auf alle Basen 1 < b < p erweitern. Wenn man also sagen kann, das bei einem natürlichen p für alle Basen b mit 1 < b < p gilt:
Dazu muß man nicht alle Basen 1 < b < p durchtesten, sondern es reicht, das man alle Primzahlen r 1 < r < p benutzt.
Der Nachteil an diesem Verfahren ist, das es sehr langsam und aufwändig ist (das Testen auf Primzahlen über die Teilbarkeit ist schneller).
Wie funktioniert der Fermatsche Satz? Wenn man eine Zahl immer wieder mit sich multipliziert, dann bekommt man gewisse Zyklen bezüglich der Modulo-Operation:
- Beispiel: 7
| 2 | 2 mod 7 | 3 | 3 mod 7 | 5 | 5 mod 7 | |
| 0 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| 1 | 2 | 2 | 3 | 3 | 5 | 5 |
| 2 | 4 | 4 | 9 | 2 | 25 | 4 |
| 3 | 8 | 1 | 6 | 6 | 20 | 6 |
| 4 | 2 | 2 | 18 | 4 | 30 | 2 |
| 5 | 4 | 4 | 12 | 5 | 10 | 3 |
| 6 | 8 | 1 | 15 | 1 | 15 | 1 |
| 7 | 2 | 2 | 3 | 3 | 5 | 5 |
und so weiter. In Bezug auf die 7 ergibt sich bei der 2 folgender Zyklus: .. 1, 2, 4, 1, 2, 4, .. . Bei der 3: .. 1, 3 ,2 ,6, 4, 5, 1, 3, .. .
Für alle drei Basen 2, 3 und 5 gilt zur Zahl 7 folgende Regel:
für alle 
für alle
und alle natürlichen a für die gilt 1 < a < p
Außerdem hat es sich als sinnvoll gezeigt, dass man folgende Formel benutzt:
Eine kleine Fingerübung
Man nehme eine ungerade Zahl n und eine natürliche Zahl a die kleiner als n, aber größer gleich 2 ist.
Beispiel: n=257 und a=17
Als Startzahl i wählen wir die 1. Nun wird folgendes getan:
- Schritt 1:
- Schritt 2:
- Schritt 3:
- Schritt 4:
- Schritt 5:
- Schritt 6:
- Schritt 7:
- Schritt 8:
- Schritt 9:
- Schritt 10:
- Schritt 11:
- Schritt 12:
- Schritt 13:
- Schritt 14:
- Schritt 15:
- Schritt 16:
Diesen Schritt bitte merken!
- Schritt 17:
- Schritt 18:
- Schritt 19:
- Schritt 20:
- Schritt 21:
- Schritt 22:
- Schritt 23:
- Schritt 24:
- Schritt 25:
- Schritt 26:
- Schritt 27:
- Schritt 28:
- Schritt 29:
- Schritt 30:
- Schritt 31:
- Schritt 32:
Nach 32 Schritten.
gilt, und daraus folgern, das
und
ebenfalls mod 257 = 1 ergeben. Woraus folgt, dass
ergibt. Dies hätte man auch schon aus Schritt 16 ersehen können, da 256 die Form (n-1) hat, und somit gilt
.Nebenbei, so schön, wie an den Schritten 2, 8, 14, 20, 26 und 32 kann man nicht immer verfolgen, durch eine Halbierung alle 6 Schritte, das nach einem berechenbaren Schritt die 1 erreichbar ist.
Drei Tabellen
| Primzahl 17 | ||||||
| 1 | 2 | 4 | 8 | 16 | 32 | |
| 2 | 2 | 4 | [16] | 1 | 1 | 1 |
| 3 | 3 | 9 | 13 | [16] | 1 | 1 |
| 5 | 5 | 8 | 13 | [16] | 1 | 1 |
| 7 | 7 | 15 | 4 | [16] | 1 | 1 |
| 11 | 11 | 2 | 4 | [16] | 1 | 1 |
| 13 | 13 | [16] | 1 | 1 | 1 | 1 |
zu Euler
Es gilt 
Dabei gibt es, für eine Primzahl n und die Basis a zwei Möglichkeiten:
- Möglichkeit 1:
- Möglichkeit 2:
bzw.
, gilt für 2. dieses nicht mehr.



