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Klassizistische Antiqua

Die Klassizistische Antiqua ist eine Schriftklasse nach DIN 16518.

Bodoni, Walbaum und der französische Didot-Clan waren die bedeutendsten Schriftschneider im späten 18 und frühen 19. Jahrhundert. Besonders Bodoni trieb die Druckkunst bis zur Perfektion.

Die klassizistische Antiqua ist vom Schreiben mit der Spitzfeder, die je nach Druck verschiedene Strichstärken in jede Richtung zulässt, geprägt. Durch ihre hohen Strichstärkenunterschiede, die senkrechte Schattenachse und die daraus resultierende vertikale Orientierung der Zeichenform strahlen die Schriften Eleganz und statische Ruhe aus. Da unter dieser Form aber die Zeilenführung leidet, benötigen diese Schriften einen erhöhten Zeilenabstand um das Auge zu führen. Durch die hohen Strichstärkenkontraste empfiehlt sich auch das Verwenden von hochweißem Papier nicht, da die dünnen Linien vor allem bei kleinen Schriftgraden überstrahlt werden. Die sehr dünnen Serifen münden meist ohne Übergang in den Grundstrich, was sie technisch problematisch werden lässt: Vor allem im in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkommenden Zeitungsdruck brachen die Serifen oft ab, was später zu robusteren Schriften führte.

Bekannte Vertreter sind die Bodoni, Centennial, Didot, Melior, Nofret und Walbaum.



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