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Kippenheim

Wappen Karte
fehlt noch
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Geografische Lage: 48° 18' n. Br.
07° 50' ö. L.
Höhe: 170 m ü. NN
Fläche: 20,86 km²
Einwohner: 5100 (30. Juni 2004)
Bevölkerungsdichte: 244 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 6,5%
Postleitzahl: 77971
Vorwahl: 07825
Kfz-Kennzeichen: OG
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 059
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Hauptstraße 4
77971 Kippenheim
Website: www.kippenheim.de
E-Mail-Adresse: gemeinde@kippenheim.de
Politik
Bürgermeister: Willi Mathis
Kippenheim ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ortenaukreis.

Inhaltsverzeichnis
1 Geografische Lage
2 Geschichte
3 Politik
4 Weblinks

Geografische Lage

Kippenheim liegt an den Vorbergen des Schwarzwalds in der Oberrheinischen Tiefebene ewa 7 km von Lahr entfernt.

Geschichte

Wie urkundlich im Generallandesarchiv zu Karlsruhe nachgewiesen, wurde Kippenheim, damals Chippinheim, 763 erstmals urkundlich erwähnt.

Die ersten seßhaften Menschen in Kippenheim dürften aber die Kelten gewesen sein. Die Macht der keltischen Stämme wurde gebrochen durch die aus dem Nordseeraum vordringenden Germanen und die Angriffe der Römer von Süden her.

Um das Jahr 250 nach Christus durchbrachen die Alemannen von Osten her den Grenzwall und besetzten das Grenzgebiet bis zum Rhein, wobei wahrscheinlich die meisten der alemannischen Dörfer entstanden sind und so vermutlich auch Kippenheim oder Chippinheim, wie es erstmals um die Jahrhundertwende heißt, das Heim des Chippo war, was den Alemannen Chippo vermuten läßt.

Dieses Dorf wird erstmals offziell genannt, als der Papst Honorius III. im Jahr 1225 eine Schenkung bestätigte. Am 1. Dezember 1046 rief der bekannte Kirchenlehrer Bernhard von Clairvaux in der Kippenheimer Kirche zum zweiten Kreuzzug auf.

Wie aus einem Vertrag von 1367 hervorgeht, bildeten zu jener Zeit Kippenheim und Mahlberg ein Kirchspiel und eine Marktgenossenschaft. Die heute vorhandene Kirche selbst, das heißt Chor und Grundmauern des Langhauses, welches Anfang des 18. Jahrhunderts durch Feuer zerstört und wieder aufgebaut wurde, stammen aus der Zeit um 1500. Der massige Turm ist wesentlich älter. Eine gewisse Bedeutung hatte Kippenheim kirchlich im 16. und 17. Jahrhundert, als es Vorort des Protestantismus in der Herrschaft von Mahlberg wurde.

Im 30jährigen Krieg (1618-1648) hatte der Ort Kippenheim vor allem durch die zahllosen Truppendurchzüge der Kaiserlichen wie auch der Protestanten zu leiden. Der wohl schwärzeste Tag in der Geschichte des Dorfes war im Jahr 1677 zu verzeichnen, als Kippenheim von den Franzosen zerstört wurde. Auch von den nachfolgenden Kriegen war Kippenheim betroffen.

Noch einmal gab es im vergangenen Jahrhundert Unruhen im Lande, und zwar zur Zeit der Revolutionsjahre 1848/49, die auch die Gemüter der Kippenheimer erhitzten, jedoch ohne wesentliche Auswirkungen auf das Leben unseres Dorfes blieben. Schließlich erlebte Kippenheim nach dem Kriege von 1870/71 mit dem Aufschwung des Deutschen Reiches einen neuen Wohlstand. Doch der dauerte nur bis zum Jahre 1914. Es kam der 1. Weltkrieg mit all seinen Folgen, auch unser Dorf verlor 51 Bürgersöhne auf den Schlachtfeldern in Ost und West. Schwere Jahre hatten die Dorfewohner zu bestehen, bis es langsam wieder aufwärts ging.

Nur kurz soll die Zeit erwähnt werden, die dem 2. Weltkrieg vorausgegangen war, sie war erfüllt von beispiellosen innenpolitischen Kämpfen und dem Emporkommen des Nationalsozialismus. Dies führte schließlich 1939 zum Krieg, der 1945 mit der totalen Niederlage endete. Auch in diesem Krieg mußte Kippenheim seinen schmerzlichen Tribut bezahlen. Von unmittelbaren Kriegseinwirkungen blieb Kippenheim allerdings bis zum letzten Kriegsjahr verschont. 

Im Februar sowie April 1945 wurden jedoch durch verschiedene Angriffe auch Gebäude in Kippenheim zerstört. Ein Glück war es, daß die Einwohner Schutz in Bunkern und Unterständen im Leimental und in den Rebbergen fanden, und daß es ohne größere Verluste abging. Aufgrund eines Versprechens wurde dann 1946 auf dem Hohbühl, inmitten des Weinbaugebietes, die Kapelle “Maria Frieden” errichtet aufgrund der Tatsache, daß Kippenheim vor schweren Kriegsschäden bewahrt blieb.

Auch eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten, die in Kippenheim geboren wurden oder wirkten, haben der Gemeinde Ehre gemacht, so Johann Georg Stulz von Ortenberg, der 1771 in Kippenheim geboren und durch beispielhafte Tüchtigkeit und Wohltätigkeit bekannt wurde, ebenso wie Johann Georg Freiherr von Grechtler. 

Eingemeindungen

Der Ortsteil Schmieheim ist besonders bekannt durch das unter Denkmalschutz stehende Schloßgebäude mit seinen drei Türmen, das 1606 bis 1609 durch Claus Friedrich Böcklin von Böcklinsau erbaut wurde. Schmieheim wurde urkundlich erstmals 1144 erwähnt und konnte somit 1994 das 850-jährige Bestehen feiern. Am Rande von Schmieheim liegt der größte jüdische Verbandsfriedhof Südbadens, ein Hinweis auf eine ehemals große jüdische Gemeinde am Ort.

Politik

Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören 14 Mitglieder zuzüglich kraft Gesetzes der Bürgermeister als Vorsitzender an.

Die Gemeinderäte von Kippenheim werden von den Bürgerinnen und Bürger auf 5 Jahre gewählt.. Die letzte Wahl fand am 13. Juni 2004 statt.


!Partei
!Prozent
!Sitze

 |CDU
|45,80
|7

 |SPD
|28,50
|4

 |FWV
|25,60
|3

Wappen

Das Wappen zeigt in Rot eine goldene Pflugschar zwischen zwei abgewendeten silbernen Rebmessern mit schwarzem Griff.

Das Siegel an einer Urkunde von 1495 zeigt im halbrundem Schild ein Rebmesser. In einem Gerichtssiegel des Fleckens Kippenheim vom Ende des 17. Jahrhunderts finden wir in kartuschenförmigen Schild eine Pflugschar. Darüber befindet sich das Rebmesser, liegend mit nach rechts zeigender Klinge. Im 19. Jahrhundert treffen wir in rundem Siegelschild die Pflugschar und das Rebmesser nebeneinander.

Der Schild auf dem Torbogen des 1901 umgebauten Rathauses trägt die Pflugschar zwischen zwei nach außen gekehrten Rebmessern. Das gleiche Wappen ist am Erker der Nordseite unter der Jahreszahl 1610 zu sehen. Am 28. Februar 1961 verlieh das Innenministerium der Gemeinde auf Wunsch das Recht, das Wappen in der jetzigen Form zu führen.

Weblinks




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