Kinowerbung
Die Form der Werbung ist auf Grund des Mediums Film audiovisuell geprägt. Da die von der Kinowerbung stammende Fernsehwerbung auch audiovisuell übertragen wird, enthalten beide Werbeformen viele Ähnlichkeiten. Im Gegensatz zur Fernsehwerbung ist aber die Werbesituation eine andere: Die Fernsehwerbung zielt auf den einzelnen oder eine kleinere Gruppe, die vor dem Fernseher sitzt, die Kinowerbung hingegen hat es mit einem großen Publikum zu tun. Deshalb setzt die Kinowerbung viel stärker auf die Reaktion des Publikums als Kollektiv und spielt mit der Kinosituation.
Ein Schwerpunkt der Kinowerbung ist die Bewerbung des Kinoprogramms durch Vorschau auf kommende Kino-Filme. Man unterscheidet hier Trailer, die rund 90 Sekunden lang sind, von den wesentlich kürzeren Teasern, die teilweise schon ein Jahr vor dem Starttermin des Filmes gezeigt werden.
Daneben wird Werbung für verschiedene Produkte gezeigt. Bei kommerziellen Produkten wird (in der Schweiz) vorwiegend für Alkohol und Tabak beworben, da das TV-Gesetz dies verbietet. In Deutschland dürfen nach § 11 Absatz 5 Jugendschutzgesetz Werbefilme oder Werbeprogramme, die für Tabakwaren oder alkoholische Getränke werben, nur nach 18 Uhr vorgeführt werden. Fester Bestandteil ist in aller Regel auch die Werbung für die im Kino-Foyer zu erwerbenden Getränke und Süßigkeiten, insbesondere Eis. In manchen Kinos ist es üblich, als letzte Werbung vor dem Hauptfilm eine Eis-Werbung zu spielen und vor dem Filmstart einen Eisverkäufer durch das Publikum gehen zu lassen.
Darüberhinaus wird auch Werbung für kommerzielle Produkte oder Geschäfte in der Umgebung des betreffenden Kinos gezeigt. Da früher die Filmproduktion sehr teuer war, wurde früher (auch heute noch in kleineren Städten) die lokale Werbung in Form von Dias gezeigt, der Ton wurde von Schallplatten oder anderen Tonträgern abgespielt.
Kinowerbung läuft vor dem eigentlichen Filmbeginn, wodurch der Filmstart gewöhnlich nach hinten hinausgezögert wird. Das heißt, beginnt ein Film nach Aushang um 20 Uhr, so wird mit der Werbung um 20 Uhr begonnen und der Film dem entsprechend später gezeigt. In der Regel wird zuerst Werbung für kommerzielle Produkte gezeigt, anschließend Trailer zur Bewerbung von Filmen oder für Kampagnen des Umweltschutzes oder des Gesundheitsministeriums.