Jump Cut
- Unterschiede im Bildanschluss/Bewegungsanschluss am Schnittübergang (z. B. die Körperhaltung einer Figur variiert plötzlich)
- Missachtung der räumlichen Anschlüsse (die Figur “springt” und befindet sich plötzlich an einer anderen Stelle im Raum). Hierbei kann es sich um eine beabsichtigte zeitliche Auslassung im Handlungsstrang handeln.
- die Kombination von ähnlichen Einstellungsgrößen bei gleicher Kameraposition (Bruch der sog. "30 Grad-Regel".
Berühmte Beispiele: Jean-Luc Godards "Außer Atem" F 1960; Lars von Triers "Dogma 95"-Filme oder auch Gollums Selbstgespräch mit seiner Spiegelung auf dem Wasser in "Herr der Ringe".
Im Continuity Editing des klassischen Hollywoodkino wurde diese Technik eher selten angewandt.
Mit dem "Jump Cut" verwandt ist der Zeitraffer, auch "Stopptrick" genannt. Beispiel: Eine Person wird in einem Kaufhaus gezeigt, wie sie viele verschiedene Kleider anprobiert. Die Einstellung bleibt immer die gleiche, nur die Kleider der Person ändern sich von Schnitt zu Schnitt. Durch diese Methode merkt der Zuschauer, dass Zeit vergeht.
Besonders beliebt ist diese Schnittechnik in Musikvideos, um Bewegungen passend zum Takt der Musik zu schneiden.
Eine weitere Schnitt-Variante und Gegenteil vom "Jump Cut" ist der Match Cut.
Siehe auch: Themenliste Film