Joseph L. Mankiewicz
Mankiewicz begann seine Filmkarriere zum Ende der Stummfilmzeit zunächst als Übersetzer von Zwischentiteln von UFA-Filmen für den amerikanische Markt. Für Paramount schrieb er dann zu Beginn der Tonfilmzeit Dialoge und später komplette Drehbücher. Die Arbeit in der Schreibwerkstatt erweckte in ihm den Wunsch selbst als Regisseur seine Bücher zu verfilmen. Deshalb wechselte er zu MGM. Louis B. Mayer war jedoch der Meinung, dass Mankiewicz das Filmgeschäft erst von der Seite des Produzenten kennenlernen sollte, bevor er Regie führen könne. In den 1930er Jahren war er Produzent zahlreicher Kassenerfolge für MGM.
Nach einem Streit mit Mayer wechselte er zu Daryl F. Zanuck und die Twentieth Century Fox und hier erhielt er 1946 die Chance aufgrund einer Erkrankung des Regisseurs Ernst Lubitsch seinen ersten Film als verantwortlicher Regisseur zu realisieren. Nachdem er bereits 1931 als Drehbuchautor für den Film Skippy und 1941 als Produzent für den Film The Philadelphia Story in der Kategorie Bester Film für den Oscar nominiert war, beginnt seine große Karriere erst jetzt: 1950 und 1951 beherrscht er die Oscar-Zeremonie mit A Letter to three Wives und Alles über Eva (6 Oscars und 8 weitere Nominierungen). Er ist der einzige Drehbuchautor Hollywoods, der in zwei aufeinander folgenden Jahren den Oscar erhält und 1951 noch für einen weiteren nominiert war (Drehbuch für No Way Out).
In den späteren Jahren erregte vor allem der 1963 entstandene aufwendige Cleopatra-Film mit Elizabeth Taylor und Richard Burton Aufsehen, der schon während der Dreharbeiten die Zeitungen mit Klatsch-Geschichten füllte und heute zu den klassischen Historienfilmen zählt.
Mankiewicz war dreimal verheiratet und war Vater von drei Kindern. Er starb 1993 an Herzversagen.
Filmografie
- 1946 - Dragonwyck (mit Gene Tierney, Walter Huston und Vincent Price)
- 1946 - Somewhere in the Night (mit Fritz Kortner)
- 1947 - The Ghost and Mrs. Muir (mit Gene Tierney und Rex Harrison)
- 1948 - Escape (mit Rex Harrison)
- 1949 - A Letter to three Wives (mit Kirk Douglas)
- 1949 - House of Strangers (Edward G. Robinson und Susan Hayward)
- 1950 - No Way Out (mit Richard Widmark und Sidney Poitier)
- 1950 - All about Eve (mit Bette Davis)
- 1951 - People Will Talk (mit Cary Grant)
- 1952 - Five Fingers (mit James Mason)
- 1953 - Julius Caesar (klassische William Shakespeare-Verfilmung mit Marlon Brando und James Mason)
- 1954 - The Barefoot Contessa (mit Humphrey Bogart und Ava Gardner)
- 1955 - '\'Guys and Dolls'' (mit Marlon Brando, Jean Simmons und Frank Sinatra)
- 1958 - The Quiet American (erste Verfilmung des Indochina-Romans von Graham Greene mit Audie Murphy und Michael Redgrave)
- 1959 - Suddenly, Last Summer (Verfilmung des Stückes von Tennessee Williams mit Elizabeth Taylor, Katharine Hepburn und Montgomery Clift)
- 1963 - Cleopatra (mit Elizabeth Taylor, Richard Burton und Rex Harrison)
- 1967 - The Honey Pot (mit Rex Harrison und Susan Hayward)
- 1970 - There was a Crooked Man (mit Kirk Douglas und Henry Fonda)
- 1972 - Sleuth (Thriller mit Laurence Olivier und Michael Caine)
Weblinks
- {} in der Internet Movie Database
Die Anzeige der folgenden Tabelle (und dieser Hinweistext) werden in einigen Tagen ausgeschaltet – bitte nicht löschen!
Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | {} |
| ALTERNATIVNAMEN | {-} |
| KURZBESCHREIBUNG | {} |
| GEBURTSDATUM | {} |
| GEBURTSORT | {} |
| STERBEDATUM | {-} |
| STERBEORT | {-} |