Johann Friedrich Cotta
Er studierte Mathematik, Geschichte und Jura. 1787 übernahm er das 1659 in Tübingen gegründete Familienunternehmen, die Cotta'sche Verlagsbuchhandlung, und baute es zum bedeutendsten Verlag der deutschen Klassik (Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller) aus. Weitere Autoren bei Cotta waren: Hölderlin, Hebel, Uhland, Schwab, Schelling, Fichte, Pestalozzi, Kleist, Annette von Droste-Hülshoff, Alexander von Humboldt, Jean Paul, Hegel, Herder.
Er verlegte u.a. die Zeitungen Horen, den Musen-Almanach, die Allgemeine Zeitung, das Morgenblatt für die gebildeten Stände und das Literaturblatt.
1814 war Cotta Deputierter beim Wiener Kongreß, wo er – angesichts der von Napoléon Bonaparte eingeführten Zensurmaßnahmen und Schutzzölle – für die Unabhängigkeit des deutschen Buchhandels eintrat.
Cotta setzte sich für die Verbreitung der Lithographie ein und gründete seine Pressemacht auf den Einsatz von Dampfmaschinen.
Vor 1825 führte er in Verbindung mit John Cockerill (1790-1840) die Dampfschiffahrt auf dem Bodensee ein, die er auch auf dem ganzen Rhein mit den betreffenden Regierungen regulierte (Entstehung des Rheinpanoramas) und als Europäisches Wasserstraßennetz mit Überseeanschluß erweiterte. Durch die Wirtschaftskrise vom Herbst 1825 kam das Gesamtprojekt zum Erliegen.
Literatur
- Der Verleger Johann Friedrich Cotta - Chronologische Verlagsbibliographie 1787-1832, hrsg. vom Deutschen Literaturarchiv, Aus den Quellen bearbeitet von Bernhard Fischer, K. G. Saur, München 2003, ISBN 3598116322
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Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
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