Joan Fontaine
Joan Fontaine, Tochter eines britischen Patentanwalts in Japan und der Filmschaupielerin Lillian Fontaine ist die jüngere Schwester der Schauspielerin Olivia de Havilland. Aufgrund immer wiederkehrender Erkrankungen von Joan und ihrer Mutter zog die Familie aus gesundheitlichen Gründen nach Saratoga/Kalifornien um. Die ehrgeizige Mutter gab ihren Töchtern Joan und Olivia von klein auf Schauspielunterricht, und beide strebten eine Filmkarriere an.Ihr Vater ging aber wegen eines japanischen Dienstmädchens bald nach Japan zurück und ließ sich scheiden. Joan folgte dem Vater nach Tokio und besuchte dort die Amerikanische Schule. 1934 kehrte sie in die USA zurück und musste feststellen, dass ihre Schwester dabei war, sich einen Namen auf der Bühne zu machen.
Die Geschwister gingen nach Hollywood, um dort ihre Filmkarriere zu starten. Weil Olivia de Havilland den Familiennamen benutze, trat Joan zunächst unter den Künstlernamen Joan Burfield auf. Doch ihre Karriere schien bereits nach dem ersten Film Schluß mit den Frauen (1935) am Ende zu sein, während die ihrer Schwester einen steilen Aufstieg nahm. Joan änderte ihren Namen in Fontaine und erhielt ab 1937 neue Angebote. In den folgenden Jahren spielte sie größere Rollen in Filmen wie You Can't Beat Love, Quality Street, Die Frauen (orig. The Women, Regie: George Cukor) und Aufstand in Sidi Hakim (orig. Gunga Din).
1940 engagierten Filmmogul David O. Selznick und Regisseur Alfred Hitchcock die unbekannte Havilland-Schwester für "Rebecca", die Verfilmung des Bestellerromans von Daphne Du Maurier. Die Rolle der verschüchterten, naiven Gattin des tragisch-verquälten Max de Winter, gespielt von Lawrence Oliver, verkörperte sie überzeugend. Joan wurde für den "Oscar" nominiert und avancierte zum Star. Da im gleichen Jahr auch ihre Schwester nominiert war, bauschte das die Presse zum Geschwisterkrieg auf. Im darauffolgenden Jahr gewann sie den Oscar für ihre Rolle in dem Hitchcock-Film Verdacht (Suspicion). on nun an galt sie als Idealbesetzung für arglose, unschuldige Dulderinnen in Filmen. 1944 erhielt sie eine weitere Oscar-Nominierung für Jungfräuliche Liebe (orig. The Constant Nymph). Privat war sie eher ein robuster Draufgänger: Ballonfahrten, Trips im selbstgesteuerten Flugzeug und Hochseefischen zählten zu Joans Hobbys. Die von der Presse inszinierte Dauerfehde mit ihrer Schwester war ihr allerdings ein Dorn im Auge.
Joan Fontaine hat einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (1645 Vine Street).
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Ihre Rollen 3 Weblinks |
Privatleben
Sie war viermal verheiratet:
- Brian Aherne (1939-1945)
- William Dozier (1946-1951), mit dem sie eine Tochter, Deborah Leslie Dozier, hat
- Collier Young (1952-1961)
- Alfred Wright Jr (1964-1969)
Ihre Rollen
- Quality Street (1937)
- A Million to One (1938)
- Rache für Alamo (1939)
- Aufstand in Sidi Hakim (1939)
- Die Frauen (1939)
- Rebecca (1940)
- Verdacht (1941)
- Jungfräuliche Liebe (1943)
- Der Pirat und die Dame (1944)
- Die Waise von Lowood (1944)
- Morgen und alle Tage (1946)
- Ivy (1947)
- Startbahn ins Glück (1948)
- Bis zur letzten Stunde (1948)
- Kaiserwalzer (1948)
- Brief einer Unbekannten (1948)
- Born to Be Bad (1950)
- Liebesrausch auf Capri (1950)
- Othello von Orson Welles (1952)
- Ivanhoe - Der schwarze Ritter (1952)
- Der Mann mit den zwei Frauen (1953)
- Flug nach Tanger (1953)
- Boccaccios große Liebe (1953)
- Der Schürzenjäger von Venedig (1954)
- Jenseits allen Zweifels (1956)
- Serenade (1956)
- Land ohne Männer (1957)
- Heiße Erde (1957)
- Unternehmen Feuergürtel (1961)
- Der Teufel tanzt um Mitternacht (1966)
- Ryan's Hope [TV-Serie] (1975)
- Kreuzfeuer (1985)
- Dark Mansions (1986)
- König Wenceslas (1994)
Weblinks
- {} in der Internet Movie Database
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Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
| Personendaten | |
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