Jerusalem
(Fotograf: Shmuel Spiegelman)Jerusalem (arabisch: al-Quds (asch-Scharif), القدس; hebräisch: Jeruschalajim, ירושלים) ist eine Stadt in Israel/Palästina. Jerusalem ist eine der ältesten Städte der Welt und wahrscheinlich seit 5.000 Jahren durchgehend bewohnt. Die Stadt war zwischen 1948 und 1967 geteilt in Westjerusalem, das zu Israel gehörte, und das hauptsächlich von Palästinensern bewohnte Ostjerusalem, das bis zum Sechstagekrieg von Jordanien annektiert war. Der Gegensatz zwischen Moderne und Antike ist in dieser Stadt mit ihrer multikulturellen und multiethnischen Bevölkerung besonders sichtbar. Die Altstadt ist von einer Mauer umgeben und hat vier Teile: das Jüdische Viertel, das Christliche Viertel, das Armenische Viertel und das Muslimische Viertel.
- Fläche: 126,4 km²
- Einwohner: 714.685 (Stand 1. Januar 2005)
- Bevölkerungsdichte: 5.654 Einwohner/km²
- Höhe: 606-826 m ü. NN
- Telefonvorwahl: 02
- Geografische Lage: 31°47' nördl. Breite, 35°13' östl. Länge
- Bürgermeister: Uri Lupolianski
Geografie
Geografische Lage
Jerusalem liegt auf 31° 46' 45" nördlicher Breite und 35° 13' 25" östlicher Länge auf dem Südausläufer eines Plateaus. Benachbarte Orte sind Betlehem und Bait Dschala im Süden, Abu Dis im Osten und, in einiger Entfernung, Ramallah im Norden.Klima
In Jerusalem ist es im Sommer trocken und heiß und im Winter kühl und feucht. Im Jahresmittel fallen circa 500 Millimeter Niederschlag, die Durchschnittstemperatur beträgt im Januar 10 Grad Celsius und im August 24 Grad Celsius. Gelegentlich fällt im Winter auch Schnee (circa alle zwei bis drei Jahre). Im Frühling und Herbst tritt oft ein heißer Wüstenwind, der Sharav (hebr.) oder Chamsin (arab.) auf.Geschichte
Frühgeschichte
Die Existenz Jerusalems ist durch ägyptische Quellen seit dem 18. Jahrhundert v. Chr. als „Uruschalim" belegt. Der Name Uruschalim/Jerusalem (nach der Bibel vor der Eroberung durch David Salem oder Jebus) bedeutet „Stadt des Schalim". Schalim war ein kanaanitischer Gott der Abenddämmerung. Gegen Ende des 2. Jahrtausends v. Chr gehörte die Stadt den Jebusitern.
Von diesen eroberte König David Jerusalem um das Jahr 997 v. Chr, er machte sie zur „Davidsstadt" und zum politischen und religiösen Mittelpunkt des Israelitenreiches. Sein Sohn, König Salomo (um 969-930) erbaute einen Palast und einen ersten Tempel für Jahwe. Die Existenz dieses Tempels ist jedoch umstritten. Seit ca. 20 Jahren suchen israelische Archäologen nach ihm, haben aber bisjetzt kein Exponat gefunden. , Nürnberg 1493 Nach Salomos Tod wurde Jerusalem die Hauptstadt des israelitischen Südreiches Juda.
Königin Athalja (845-840) führte im Tempel den Baalskult ein und unter König Ahas (733-727) wurden auch assyrische Götter verehrt. Erst Hiskia (727-698) reinigte den Tempel und sicherte die Stadt durch Mauern und einen Tunnel zur Wasserversorgung. Josia machte 628 v. Chr Jerusalem zur alleinigen legitimen israelitischen Kultstätte.
Um 587 v. Chr eroberte Nebukadnezar II die Stadt und zerstörte den Tempel. Nach der Rückkehr der jüdischen Oberschicht wurde der Tempel neu gebaut (Nehemia). Unter römischer Herrschaft wurde der von Herodes dem Großen erbaute dritte Tempel im Jahr 70 durch Titus zerstört. Konstantin erklärte Jerusalem schließlich zur christlichen Stadt.
Nach der römischen Herrschaft
Nach einer kurzen Besetzung durch die Perser (614-628) begann im Jahr 637 die islamische Herrschaft über die Stadt. Die Stadt wurde freiwillig von christlichen Nonnen übergeben, sodass die Stadt kampflos übernommen wurde. Während der Kreuzzüge eroberten christliche Kreuzritter unter Gottfried von Bouillon 1099 Jerusalem und richteten dort ein Blutbad unter den einheimischen Muslimen und Juden an.
Innerhalb von drei Tagen wurden bis zu 70.000 Bewohner getötet. Im Jahr 1187 gelang es Saladin (arabisch: Salah ud-Din), dem kurdischstämmigen Sultan von Ägypten, Jerusalem zurückzuerobern. Ein kurzes Intermezzo bildete die Herrschaft von Kaiser Friedrich II von 1229 - 1244.
Im Jahre 1244 besetzten die Mamluken, eine türkische Söldnerschicht, welche nach dem Tod Saladins die Herrschaft in Ägypten übernommen hatten, die Stadt. Nur kurz geriet sie noch einmal in andere Hände, als 1260 der Mongolen-Khan Hulagu Ilchan (1217-1265) Jerusalem eroberte. Für fundamentalistische Muslime wurde die Stadt mit der Mamluken-Herrschaft endgültig zu einem Teil des Dar al Islam, zu einer nun auch im Sinne des Islam unwiderruflich heiligen Stadt.
Mehr als drei Jahrhunderte blieb Jerusalem Teil des mamlukischen Reiches. In dieser Zeit wurde die Stadt zu einem Zentrum islamischer Gelehrsamkeit ausgebaut, ein deutliches Zeichen der erreichten Heiligkeit der Stadt. Eine Anzahl kunstvoll im mamlukischen Stil verzierte, heute noch erhaltene Medresen (Koranschulen) zeugen von dieser Zeit.
Jerusalem hatte damals aber weniger als 10.000 Einwohner und keine politische Bedeutung. Vollgültige Bürger waren nur die Muslime. Christen und Juden mußten sich durch ihre Kleidung kenntlich machen. Sie durften ihre Religion als Anhänger einer Buch-Religion zwar im allgemeinen ausüben, wurden aber rechtlich in fast allen Lebensbereichen diskriminiert und ausgebeutet. Dennoch existierte immer ein christliches und ein jüdisches Viertel in der Stadt und ein ständiger, wenn auch kleiner Strom von christlichen und jüdischen Besuchern und Pilgern.
Im Jahre 1516 wurden die Mamluken in Syrien von den osmanischen Türken besiegt. Sultan Selim I (1465-1520) gewann Ägypten, Arabien und Syrien. Jerusalem wurde zum Verwaltungssitz eines osmanischen Sandschaks (Regierungsbezirk). Die ersten Jahrzehnte der türkischen Herrschaft brachten Jerusalem einen deutlichen Aufschwung.
Nach 1535 ließ Sultan Süleyman I (1496-1566) sogar die Befestigungen der Stadt in zum Teil veränderter Linie erneut errichten, so wie sie gegenwärtig zu sehen sind. Durch diese Mauern erhielt die Altstadt ihre heutige Struktur. Für ein Provinznest, wie es Jerusalem damals war, ist der Mauerbau völlig überzogen gewesen. Der Sultan fühlte sich aber eben auch als Schirmherr der muslimischen Gläubigen.
Die viel zu großen neuen Mauern um den heiligen Symbolort sollten für die neue Herrschaft ein Zeichen setzen. Jerusalem gewann dennoch in der Folgezeit nicht an Bedeutung. Die korrupte türkische Verwaltung lokaler Herrschaft war sich uneinig in ihrer Haltung gegenüber der geringen Zahl an Juden und Christen zwischen Gewaltherrschaft wie unter Ibn Faruk (1622-1626) und erkaufter Toleranz.
Die verarmten Juden und Christen lebten überwiegend vom Pilgergewerbe. Der Besitz der Heiligtümer Jerusalems war wegen der damit verbundenen Almosen eine lebenswichtige Einnahmequelle. Dies erklärt auch die damals teilweise erbitterten, manchmal sogar gewaltsamen Konflikte unter den christlichen Kirchen um einzelne Besitzrechte.
Ab 1860 kamen durch Zuwanderung immer mehr Juden in die Stadt, und es wurden erste Wohngebiete außerhalb der Stadtmauern gegründet. Jerusalem blieb osmanische Stadt, bis sie 1917 von britischen Truppen besetzt wurde, die im Ersten Weltkrieg gegen das Osmanische Reich kämpften.
Jüngere Entwicklungen und derzeitiger Status
Schon seit Beginn der Konflikte zwischen Juden und Arabern war Jerusalem bzw. der Status der Stadt ein zentraler Streitpunkt. Beide Seiten beanspruchen die Stadt oder zumindest Teile davon als Hauptstadt.
Ein Versuch, zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen, stellte der Teilungsvorschlag der Vereinten Nationen des Jahres 1947 vor, der vorsah, auf dem Gebiet des heutigen Israel/Palästina einen jüdischen und einen arabischen Staat zu schaffen und Jerusalem unter internationale Verwaltung zu stellen. Dieser Plan wurde nie vollzogen, da er von arabischer Seite abgelehnt wurde.
Nach dem Israelischen Unabhängigkeitskrieg bzw. Palästinakrieg bei dem die arabische Seite versucht hatte, Westjerusalem von Israel abzuschneiden, hatte die israelische Armee große Gebiete des Landes erobert; Jerusalem wurde geteilt. Die westlichen Stadtteile fielen an Israel, Ostjerusalem mit dem jüdischen Viertel und der Klagemauer blieb mit dem Westjordanland unter jordanischer Besatzung.
Im Sechstagekrieg (1967) eroberte Israel Ostjerusalem. Beide Stadtteile wurden 1980 durch ein Gesetz zusammengefasst und die Stadt zur „ewigen Hauptstadt" des Staates Israel erklärt. Dieser Status, der die Annexion Ostjerusalems einschließt, ist international überwiegend nicht anerkannt. Deswegen befinden sich alle diplomatischen Vertretungen, mit Ausnahme von Costa Rica und El Salvador, in Tel Aviv. Der UN-Sicherheitsrat erklärt die Annexion für nichtig und besteht auf die sofortige Rücknahme (UN-Resolution 478).
Heute ist Jerusalem der Sitz der israelischen Regierung, des israelischen Präsidenten, des israelischen Parlaments - der Knesset, der 1918 gegründeten Universität und der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Der Siedlungsbau in und um Jerusalem wird von der israelischen Regierung vorwiegend durch Steuernachlass oder Investitionen besonders gefördert.
Die „Christian Peacemaker Teams" von Chicago in USA berichteten, dass zwischen 1967 und 1991 in Jerusalem, 40.000 neue Häusereinheiten für israelische Juden gebaut wurden, aber nur 555 für Palästinenser. Dagegen werden jährlich circa 30 bis 50 palästinensische Häuser von der israelischen Armee zerstört. Palästinenser dürfen ihre Häuser nicht höher als zwei Stockwerke bauen, israelische Häuser dagegen sind manchmal sogar über acht Stockwerke groß. Nur 14 Prozent der Fläche dürfen von den Palästinensern benutzt werden. Noch 1967 lebte kein israelischer Bürger in Ost-Jerusalem. 1979 waren es 50.000 und 1993 sogar schon 160.000 Israelis.
Heute leben rund 200.000 jüdische Siedler in Ostjerusalem oder an dessen östlichem Stadtrand. Allein 50.000 Menschen siedeln in der Hochhaus-Retortenstadt Ma'ale Adumin. Erklärtes Ziel der israelischen Politik ist es, den Anteil der jüdischen Bevölkerung kontinuierlich zu erhöhen. Mit Erfolg: Die 230.000 Palästinenser in Ostjerusalem werden dort in wenigen Jahren in der Minderheit sein. Die Siedlungen, die Ostjerusalem im mehrere Teile zerschneiden, dienen gleichzeitig der militärischen Kontrolle der Palästinenser. Die israelische Siedlungs- und Verdrängungspolitik wird von den UN scharf kritisiert.
Siehe auch: Israelisch-palästinensischer Konflikt, Al-Aqsa-Intifada
Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.
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Kultur und Sehenswürdigkeiten
Religion
In Jerusalem findet sich eine große Anzahl von Religionen und religiösen Bewegungen. Mission ist in Israel und Jerusalem in jeglicher Form verboten. Die wichtigsten religiösen Gruppierungen in der Stadt sind die zum jüdischen Spektrum gehörenden Ultraorthodoxen, Orthodoxen, Gemäßigten und die Reformer sowie die zum muslimischen Spektrum gehörenden, Sunniten, Schiiten, Alawiten und Drusen.
Zum christlichen Spektrum gehören die Griechisch-Orthodoxen, Griechisch-Katholischen, Römisch-Katholischen, die Lutheraner, Protestanten, Armenier, die Russisch-Orthodoxen, Georgisch-Orthodoxen, die Äthiopier und die Altkatholiken.
Theater
Das bekannteste Theater in Jerusalem ist das Stadttheater.
Museen
Die bedeutendsten Museen in Jerusalem sind das Israel Museum mit dem „Schrein des Buches", das Rockefeller Museum für Archäologie, die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, das Naturhistorische Museum und das Bazabel-Museum für Volkskunst und Folklore.
Bauwerke
(Fotograf: Shmuel Spiegelman)Die Altstadt von Jerusalem wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Sie ist seit dem Mittelalter in einen armenischen Teil im Südwesten, einen christlichen im Nordwesten, einen jüdischen im Südosten und einen muslimischen Teil im Nordosten untergliedert und wird von einer aus dem 16. Jahrhundert stammenden, bruchstückhaft erhaltenen Stadtmauer umgeben. Die Mauer umfasst mehrere Türme sowie acht Tore.
Im christlichen Teil von Jerusalem befindet sich das Neue Tor, an der Grenze zum armenischen Teil das Jaffator und zum muslimischen Teil das Damaskustor. Der muslimische Teil enthält das Herodestor und das Stephanstor. Im jüdischen Teil steht das Ziontor; südwestlich davon erhebt sich der Berg Zion mit dem Grab König Davids. Östlich der Altstadt liegt der Ölberg mit dem Garten Getsemani.
Im Norden, Westen und Süden der Altstadt breitet sich die Neustadt von Jerusalem aus, die sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt hat. Sie erstreckt sich über die umliegenden Hügel und weiter bis in das wüstenhafte Umland der Stadt. Die modernen Wohn- und Geschäftsgebäude und die breiten Straßen der Neustadt bilden einen starken Kontrast zu den ärmlichen Behausungen und engen Gassen der Altstadt.
Den Christen ist die Altstadt von Jerusalem heilig, da sie der Ort der Leidensgeschichte, Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus ist. Für die Juden ist sie als Hauptstadt des ersten jüdischen Königreiches heilig und den Muslimen, weil hier die Himmelfahrt des Propheten Mohammed stattgefunden haben soll. Wichtige christliche Stätten sind die auf den Grundmauern einer Basilika aus dem 4. Jahrhundert erbaute Grabeskirche und die Via Dolorosa. Die circa 400 Meter lange, von den Juden Westliche Mauer genannte Klagemauer ist der Überrest des Großen Tempels, den Herodes der Große (König von Judäa) errichten ließ. Wichtige muslimische Bauwerke auf dem Tempelberg sind der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee.
In der Neustadt befinden sich die Knesset (das israelische Parlament) und zahlreiche bedeutende staatliche Einrichtungen. Dazu gehören unter anderem das Finanzministerium, das Außenministerium, das Innenministerium und der Sitz des Premierministers. Weitere bedeutende Bauwerke der Stadt sind der Cardo (Säulengang), die Dormitio-Kirche, die Erlöserkirche, die Synagoge des Hadassa-Klinikums mit ihren Chagallfenstern und die Zitadelle.
Wirtschaft und Infrastruktur
Das wirtschaftliche Leben der Stadt Jerusalem basiert zum überwiegenden Teil auf ihrer religiösen und kulturellen Bedeutung sowie auf ihrer Funktion als Verwaltungszentrum. Der Dienstleistungssektor ist dementsprechend gut ausgebaut. Viele Bewohner von Jerusalem sind in der staatlichen und städtischen Verwaltung sowie im Bildungswesen beschäftigt.
Eine eher untergeordnete Rolle spielt demgegenüber das produzierende Gewerbe. Die Industriebetriebe der Stadt stellen unter anderem Glas-, Metall- und Lederwaren, Druckerzeugnisse, Schuhe und Zigaretten her. Die Produktionsbetriebe sind vorwiegend in den äußeren Bezirken von Jerusalem angesiedelt. Der Tourismus ist jedoch der mit Abstand bedeutendste Wirtschaftsfaktor.
Verkehr
Durch die Berglage liegt Jerusalem abseits der wichtigsten Verkehrsströme Israels, die vor allem in der Küstenebene und dem dahinterliegenden Landstreifen fließen. Innerhalb der Stadt muss sich die Straßenführung der hügeligen Landschaft anpassen.
Die wichtigste Straßenverbindung Jerusalems ist die Autobahn nach Tel Aviv, in die anderen Richtungen bestehen Landstraßen. Besonders bemerkenswert ist die Straße an das Tote Meer, die auf ihrem Weg durch das Westjordanland 1.200 Höhenmeter fällt. Nördlich der Stadt befindet sich ein kleiner Flughafen, der nur Ziel von innerisraelischen Flugverbindungen ist. Von dort fliegt Israel Airlines Ltd. nach Tel Aviv, Elat und Rosh Pinna.
Seit 7. April 2005 verkehren nach siebenjähriger Unterbrechung wieder Züge der Israel Railways zwischen Jerusalem und Tel Aviv; die Gebirgsstrecke über Bet Schemesch wurde seit Juli 1998 saniert. Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Jerusalem und Tel Aviv soll 2008 fertiggestellt werden.
Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt in erster Linie über Busse der staatlichen Busgesellschaft Egged. 2007 ist geplant, Jerusalems neues Straßenbahnsystem zu eröffnen.
Eine der bekanntesten und zugleich wichtigen innerstädtischen Straßen ist die Jaffastraße, die von der Altstadt in Richtung Tel Aviv führt. Sie ist eine wichtige Einkaufsstraße und war bereits mehrfach Schauplatz blutiger Attentate.
Bildung
Zu den bekannten Bildungseinrichtungen in der Stadt gehören die 1918 eröffnete Hebräische Universität von Jerusalem, die 1959 gegründete Israelische Akademie, das Planetarium, das Zionistische Zentralarchiv, die Gulbenkian-Bibliothek und die Jüdische Nationalbibliothek.
In der Stadt befinden sich zahlreiche religiöse Lehr- und Forschungsinstitute. Dazu gehören unter anderem die 1890 eröffnete École Biblique et École Archéologique Française, das 1927 gegründete Päpstliche Bibelinstitut und das 1963 eröffnete Institut der Jüdischen Religion.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Suha Arafat
- Flavius Josephus
- Hadsch Mohammed Amin al-Husseini
- Jitzhak Navon
- Amos Oz
- Natalie Portman
- Jitzhak Rabin
- Sirhan Sirhan
- Jigael Jadin
Literatur
- Christoph Gerhard, Marco Polo Reiseführer Jerusalem, Stuttgart (Mairs Geographischer Verlag) 2001, ISBN 3895259284
- Hubel, Helmut / Seidensticker, Tilman (Hrsg.): Jerusalem im Widerstreit politischer und religiöser Interessen. Die „Heilige Stadt" aus interdisziplinärer Sicher, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-631-51057-8, 247 S.
Weblinks
- Igor Schestkow - Photos von Jerusalem
- Fremdenverkehrsamt Israel mit touristischen Informationen (dt.)
- Stadtverwaltung Jerusalem (engl.)
- BBC-Artikel über Jerusalem (engl.)