Jefferson Airplane
Die Band wurde 1965 in San Francisco gegründet. Sie gilt als einer der Hauptvertreter des psychedelischen Rock. Bandmitglieder waren Marty Balin (Gitarre, Gesang), Paul Kantner (Gesang, Gitarre), Jorma Kaukonen (Gitarre, Gesang), Jack Casady (Bass), Spencer Dryden († 2005, Schlagzeug) und Grace Slick (Gesang, Piano).
1966 erschien ihr erstes Album Jefferson Airplane Takes Off (noch mit Drummer Skip Spence und Sängerin Signe Toly Anderson). Das zweite Album Surrealistic Pillow 1967 (jetzt mit Dryden und Slick) enthielt die beiden Songs White Rabbit (nach einer Figur aus Alice im Wunderland von Lewis Carroll) und Somebody to Love, die die bekanntesten der Band werden sollten.
Es folgten die Alben After Bathing At Baxter´s (1967), Crown Of Creation (1968), Bless Its Pointed Little Head (Live, 1969) und Volunteers (1969). Letzteres gilt als eines der wichtigsten Rock-Alben der späten 1960er Jahre, weil es die Zeitstimmung perfekt zum Ausdruck bringt. Die Hippie-Bewegung mit ihrer Sehnsucht nach dem einfachen Leben und ländlichen Musizierformen ist darauf genau so vertreten wie der jugendliche Protest gegen den Vietnamkrieg (im Titelsong des Albums).
Beim Rockfestival in Altamont am 6. Dezember 1969 traten Jefferson Airplane auf der Altamont Speedway als eine der Vorgruppen der Rolling Stones auf. Als Marty Balin versuchte, angesichts der gewalttätigen Ausschreitungen gegen die mit dem Ordnungsdienst beauftragten Hell's Angels einzugreifen, wurde er auf der Bühne geschlagen. Damit kündigte sich das Unheil an, das dann beim Auftritt der Rolling Stones noch zunahm und schließlich mit dem Mord an einem Fan endete. Im Frühjahr 1970 verließen Marty Balin und Spencer Dryden die Band.
1971 gründete die Band ihr eigenes Plattenlabel Grunt, nachdem ihre bisherige Firma Wörter wie "fuck" unkenntlich gemacht hatte. Es entstanden die Alben Bark (1971), Long John Silver (1972) sowie das Live-Album 30 Seconds Over Winterland (1973), auf dem der Geiger Papa John Creach als festes Gruppenmitglied firmiert.
In der Zwischenzeit hatten Kantner und Slick, die auch privat ein Paar geworden waren, mit wechselnden Gastmusikern, die zum Teil schon auf "Volunteers" zu hören gewesen waren, drei LPs aufgenommen. Aus dieser losen Zusammenarbeit entstand in wechselnder Besetzung, jedoch ohne Casady und Kaukonen, die die Blues-Band Hot Tuna gründeten, als Nachfolgeband Jefferson Starship, mit der die Kernmusiker in der Folgezeit kommerziell (aber nicht unbedingt musikalisch) erfolgreich ihre Karriere fortsetzten.
1974 erschien auf Grunt Records Early Flight, eine Zusammenstellung früher Songs aus den Jahren 1965 bis 1970, die vorher noch nicht auf LP erschienen waren. 1989 erschien ein nur mit dem Bandnamen betiteltes Album in der Originalbesetzung von 1967.
2004 erschien die DVD "Fly Jefferson Airplane".
Diskographie
Jefferson Airplane:
- 1966: Jefferson Airplane Takes Off
- 1967: Surrealistic Pillow
- 1967: After Bathing At Baxter's
- 1968: Crown Of Creation
- 1969: Bless Its Pointed Little Head (Live)
- 1969: Volunteers
- 1970: Worst of Jefferson Airplane
- 1971: Bark
- 1972: Long John Silver
- 1973: 30 Seconds Flying Over Winterland (Live)
- 1974: Early Flight
- 1987: 2400 Fulton Street: An Anthology
- 1989: Jefferson Airplane
- 1992: Jefferson Airplane Loves You
Weblinks