Indonesien
| |||||
| Amtssprache | Bahasa Indonesia | ||||
| Hauptstadt | Jakarta | ||||
| Staatsform | Präsidialrepublik | ||||
| Präsident | Susilo Bambang Yudhoyono | ||||
| Fläche | 1.912.988 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 211.716.000 (Stand 2002) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 111 Einwohner pro km² | ||||
| Währung | Rupiah | ||||
| Zeitzone | +7 UTC bis +9 UTC | ||||
| Nationalhymne | Indonesia Raya | ||||
| Kfz-Kennzeichen | RI | ||||
| Internet-TLD | .id | ||||
| Vorwahl | +62 | ||||
Geographie
Die äquatoriale Inselkette ist bezüglich der Fläche und Einwohnerzahl der größte Staat Südostasiens und der größte Inselstaat sowie mit etwa 211 Millionen Einwohnern (2002) die viertgrößte Nation der Welt. Die Landfläche Indonesiens verteilt sich auf 17.508 Inseln (von denen rund 6.000 bewohnt sind). Indonesien erstreckt sich in nord-südlicher Ausdehnung von etwa 6° nördlicher Breite bis 11° südlicher Breite über rund 1.875 km, in west-östlicher Ausdehnung von 95° bis 141° östlicher Länge über mehr als 5.000 km.
Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, das Südchinesische Meer, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea, südlich Australien und der Indische Ozean, letzterer liegt auch westlich von Indonesien. Gegen West-Malaysia und Singapur wird Indonesien durch die Straße von Malakka abgegrenzt, gegen die Philippinen durch die Celebessee.
Zu Indonesien gehören die Großen (außer dem Nordteil Borneos) und die Kleinen Sunda-Inseln (außer Timor-Leste) sowie die Molukken, und damit der größte Teil des Indonesischen Archipels, außerdem gehört die Westhälfte Neuguineas (West-Papua, ehemals Irian Jaya) zu Indonesien. Damit liegt Indonesien nicht nur in Asien, sondern hat auch Anteil an Australien.
Die Hauptstadt Jakarta hat etwa 11 Mio. Einwohner und liegt auf Java, der Hauptinsel, auf der mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes lebt. Flächenmäßig größer als Java sind Kalimantan (Borneo, im Norden liegen Ost-Malaysia und Brunei), Sumatra und Sulawesi. Weitere bekannte Inseln sind das touristisch interessante Bali und Komodo, die Heimat des Komodowarans. Durch das Projekt Transmigrasi wurde versucht, das Problem der Bevölkerungskonzentration auf der Insel Java zu lösen.
Indonesien ist vulkanisch geprägt und dadurch sehr gebirgig. Trotz der Bedrohungen durch die häufig noch aktiven Vulkane (zuletzt waren am 8. Juni 2004 der Mount Bromo sowie einen Tag später der Mount Awu ausgebrochen - 2 Tote, 5 Verletzte) sind viele der Inseln, allen voran Java, dicht besiedelt, da die Böden sehr fruchtbar sind und eine intensive landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Flora und Fauna Indonesiens sind tropisch. Quer durch das Land läuft die Wallace-Linie, die biologisch Asien und Australien trennt.
Siehe auch: Liste der Städte in Indonesien
Bevölkerung
Sprache
Amtssprache ist Bahasa Indonesia, die zur Gruppe der malaiisch-polynesischen und damit den austronesischen Sprachen gehört. Da jede ethnische Gruppe ihre eigene Sprache besitzt, werden rund 250 Sprachen und Dialekte gesprochen. Wegen der Überbevölkerung auf Java siedelt die Regierung seit Jahrzehnten Menschen auf die anderen Inseln um (vgl. Transmigrasi) (vgl. Familienplanungsprogramm Indonesiens).Religion
Etwa 88 % der Indonesier sind Muslime, 8 % Christen, 2 %Hindus (vor allem auf Bali), 1 % Buddhisten, Konfuzianer sowie Anhänger von indigenen Religionen.Geschichte
Eine mehrteilige Chronologie von Indonesien (mit Fotos illustriert) in Englisch und Deutsch (übersetzt) ist hier zu finden, dass englische Original hier.
bis zum 16. Jahrhundert
(erbaut ca. 750 - 850)Den Grundstock der indonesischen Bevölkerung bilden mongolisch-kaukasische Völker, die vor Beginn unserer Zeitrechnung in mehreren Einwanderungswellen ins Land gekommen sind.
- 5. Jahrhundert: Früheste Einflüsse des Buddhismus auf Indonesien.
- ab 7. Jahrhundert: Buddhistisches Königreich von Srivijaya auf Sumatra.
- ab 8. Jahrhundert: Buddhistische Sailendra-Dynastie. Errichtung des Borobudur, des weltweit größten buddhistischen Baudenkmals, auf Java.
- ab Ende des 13. Jahrhunderts : Das letzte große Hinduimperium Majapahit herrschte auf Java und später den umliegenden Inseln.
- ab 15. Jahrhundert: In Indonesien setzt sich der Islam durch. Die damaligen Stammesführer übernahmen diese Religion von arabischen Kaufleuten und konvertierten. Die Bevölkerung tat es ihnen gleich. Der Islam war eine Revolution zum vorherigen System. Im Islam war jeder Mensch gleich. Hinduismus und Buddhismus überleben bis heute nur auf den Inseln Bali (siehe beispielsweise: Besakih) und Lombok, wo sie sich eine indigene (mehrheitlich aber hinduistisch geprägte) Mischkultur herausbildet.
17. bis 19. Jahrhundert
Als Niederländisch-Indien war Indonesien die erste holländische Kolonie. Mithilfe ihres Rohstoffreichtums erlangte die Kolonialmacht einen großen Wohlstand. Nach der Auflösung der Vereinigten Handelskompanie im Jahre 1799 übernahm der Staat Niederlande die Kolonie. In der Zeit, in der Napoleon I in den Niederlanden herrschte, waren die niederländischen Kolonien in Südostasien von den Briten besetzt worden. 1816 erhielten die Niederländer die Herrschaft über das indonesische Inselreich zurück, mussten allerdings im Vertrag von London auf Ceylon und das Kapland verzichten).
- 1825-1830: Volksaufstand auf Java gegen die niederländische Kolonialherrschaft. Den Kämpfen fallen über 200.000 Javaner und 8.000 Europäer zum Opfer.
1870 wurde das cultuurstelsel schließlich nach einer Entscheidung im Parlament des niederländischen Mutterlandes abgeschafft. Fortan war es für niederländische Privatleute möglich, Land von den einheimischen Bauern zu pachten, um hierauf Plantagen anzulegen.
Anfang 20. Jahrhundert
- 1908: Die Niederlande dehnen, von Java ausgehend, ihren Machtbereich auf den gesamten indonesischen Archipel aus. Lediglich die Provinz Aceh (Atjeh) im Norden Sumatras vermag zu widerstehen, wird aber nach einem über dreißigjährigen Krieg ebenfalls unterworfen.
- 1912: Mit der Gründung der Sarekat Islam (»Islamische Vereinigung«) erwächst der indonesische Nationalismus zu einer Massenbewegung.
- 1926: Die kommunistische Partei (PKI) ruft zum revolutionären Befreiungskrieg auf. Die Erhebung scheitert an der überlegenen niederländischen Kolonialmacht.
- 1927: Nach der Zerschlagung der PKI übernimmt die von Achmed Sukarno (*1901, †1970) gegründete Partai Nasional Indonesia den Kampf gegen die Niederländer auf.
Japanische Besatzung
- 1942 (Feb./März): Im Zweiten Weltkrieg erobert Japan Niederländisch-Indien.
- 1943 (März): Unter japanischer Besatzung erklärt sich Indonesien (erstmals) als von den Niederlanden unabhängig.
Unabhängigkeit und Kampf um den Staatserhalt
Am 17. August 1945 rufen Sukarno und Mohammad Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens aus (Staatsname: Indonesia). Mit den Grundsätzen der Pancasila gibt sich der Staat eine eigentümliche Verfassung. Der Einfluss der Republik Indonesien erstreckt sich zunächst auf die Inseln Java, Sumatra und Madura. Die übrigen Inseln werden von den Niederländern gehalten. Erster Präsident der Republik Indonesien wird Achmed Sukarno. Von Juli 1947 bis Dezember 1948 besetzen die Niederländer weite Territorien der aufständischen Republik. Deren Gebietshoheit beschränkt sich nur noch auf Zentraljava und das Hochland von Sumatra.Die aufständischen Indonesier antworten mit Guerillakrieg. Am 18. Dezember 1948 gelingt es den Niederländern, Sukarno und fast die ganze Regierung zu verhaften. Da die USA bei Ausweitung der Kämpfe eine kommunistische Machtübernahme befürchten, drängen sie die Niederlande zum Nachgeben. Am 25. April 1949 wird die bis 1956 bestehende Niederländisch-Indonesische Union gebildet, am 27. Dezember wird die Unabhängigkeit der Republik Indonesien (neuer Staatsname: Republik Indonesia Serikat) von den Niederlanden anerkannt, der niederländische Teil von Neuguinea West-Papua bleibt jedoch unter niederländischer Verwaltung.
- 1950 (17. August): Das seit der Unabhängigkeit föderal strukturierte Indonesien wird in einen Einheitsstaat umgewandelt (neuer Staatsname: Republik Indonesia). Der christliche Teil der Bevölkerung der Molukken proklamiert die unabhängige Republik Maluku Selatan. Der Sezessionsversuch wird von der indonesischen Armee jedoch mit Waffengewalt unterdrückt. Indonesische Truppen besetzen im November die Hauptstadt Ambon und erobern bis 1955 die gesamte Republik Maluku Selatan.
- 1956 (15. Februar): Indonesien kündigt die 1949 geschlossene Union mit den Niederlanden.
- 1963 (1. Mai): West-Papua (Irian Barat) gerät de facto vollständig unter indonesische Kontrolle.
- 1963 (16. September): Die Gründung Malaysias und die Eingliederung von Sabah und Sarawak in die malaysische Föderation führt zu ernsthaften Spannungen mit Indonesien. Bis 1966 kommt es immer wieder zu Kämpfen auf Borneo. Malaysia wird dabei von Großbritannien und Australien mit Truppen unterstützt.
- 1965 (30. September): Die zunehmende Willkürherrschaft des Sukarno-Regimes provoziert einen angeblichen kommunistischen Umsturzversuch. Dieser scheitert an einem Gegenputsch der Armee, in dessen Verlauf zwischen 100.000 und einer Million Menschen umkommen.
- 1966, 1. Januar: Währungsreform: 1000 alte Rupiah = 1 neue Rupiah = 100 neue Sen.
- 1966 (11. März): General Hadji Mohamed Suharto (*1921) erzwingt von Sukarno die Vollmacht zur Regierungsbildung.
- 1967 (12. März): Suharto wird »geschäftsführender Staatspräsident«; Sukarno bleibt nominelles Staatsoberhaupt.
- 1968 (27. März): Suharto übernimmt auch formal das Amt des Staatspräsidenten.
- 1969: West-Papua (Irian Barat) wird indonesische Provinz und erhält den Namen Irian Jaya.
- 1970 (21. Juni): Tod des Staatsgründers Achmad Sukarno.
- 1973 (5. August): Anhaltende soziale Spannungen entladen sich in Rassenkonflikten, die sich gegen die chinesische Minderheit richten.
- 1975 (28. November): Portugal zieht sich aus seiner Kolonie Ost-Timor zurück. Die »Die Revolutonäre Front für die Unabhängigkeit von Timor-Leste« (FRETILIN) ruft die Unabhängigkeit aus (wirksam erst am 20. 5. 2002).
- 1975, 2. Dezember überfallen in den Niederlanden extremistische Mitglieder der 35.000 dort lebenden Ambonesen (Süd-Molukken) einen Zug und am 4. Dezember das indonesische Generalkonsulat in Amsterdam und nehmen Geiseln mit dem Ziel, dass sich die niederländische Regierung für die Ambonesen in Indonesien einsetzt. Vier Geiseln werden erschossen. Die niederländische Regierung bleibt hart, die Ambonesen geben am 19. Dezember auf.
- 1975 (7. Dezember): Staatschef Suharto befiehlt die militärische Invasion Osttimors. In den folgenden Wochen werden 60.000 Menschen getötet, 10% der Bevölkerung.
- 1976 (17. Juni): Osttimor wird dem indonesischen Staatsverband eingegliedert. Auf Sumatra wurde die Wiederstandsbewegung ASNLF gegründet.
- 1981 (11. November): Die UN-Generalversammlung fordert für Osttimor das Selbstbestimmungsrecht.
- 1998-1999: Nach der Entmachtung von General Suharto übernimmt Bacharuddin Jusuf Habibie (*1936), bis dahin Vice-Präsident, das Amt des Staatspräsidenten.
- 1999 (19. April) Bombenanschlag auf die mit 600 Gläubigen vollbesetzte Hauptmoschee in Jakarta (3 Verletzte); 20. Oktober: Abdurrahman Wahid (*1940) wird erster frei gewählter Staatspräsident.
- 1999 (31. Oktober): Die letzten indonesischen Soldaten verlassen Osttimor nachdem sie das Land in Schutt und Asche gelegt haben und eine internationale Friedenstruppe im September in Dili landete.
- 2000 (1. August) Eine Bombe explodiert vor der Residenz des philippinischen Botschafters in Jakarta (2 Tote, 23 Verletzte); (13. September) In der Tiefgarage der Börse von Jakarta detoniert eine Autobombe (15 Tote, 27 Verletzte); (24. Dezember) 15 Bombenanschläge auf christliche Kirchen (16 Tote, mehr als 100 Verletzte).
- 2001 (1. Januar): Irian Jaya erhält innere Autonomie.
- 2001 (Juli): Megawati Sukarnoputri (*1944), Tochter des Staatsgründers Sukarno, wird neue Staatspräsidentin; (23. September) In einem belebten Einkaufszentrum in Jakarta explodieren zwei Bomben (mehrere Verletzte)
- 2002 (20. Mai): Osttimor erhält die Unabhängigkeit (República Democrática de Timor-Leste).
- 2002 (12. Oktober): Islamistischer Terroranschlag auf der hinduistisch geprägten Touristeninsel Bali (202 Tote und mehr als 300 Verletzte).
- 2003 (18. Mai): Verhängung des Kriegsrechts in der nach Unabhängigkeit strebenden Provinz Aceh (Atjeh) im äußersten Norden der Insel Sumatra - Großoffensive mit 40.000 Soldaten - Mehr als 1000 Menschen sterben, 20.000 sind auf der Flucht; (5. August) Ein Selbstmordattentäter sprengt sich vor dem Marriott-Hotel in Jakarta in die Luft (12 Tote, 150 Verletzte).
- 2004: (10. Januar) In einem Café auf der Insel Palopo explodiert eine Bombe (4 Tote); Abschaffung der indirekten Wahl des Staatspräsidenten; (5. Juli) Erstmals direkte Präsidentschaftswahlen, bei der kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit erreicht; (9. September) Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta (8 Tote, 168 Verletzte); (20. September) Der Herausforderer und frühere General Susilo Bambang Yudhoyono siegt in der Stichwahl gegen die bisherige Amtsinhaberin Megawati Sukarnoputri. Bei einem Seebeben westlich vor der Insel Sumatra werden am 26. Dezember 2004 (neben zehntausenden Menschen in anderen Ländern) auch über 200.000 Einwohner Indonesiens getötet (Stand Mitte März 2005).
Politik
Die ehemalige niederländische Kolonie ist heute eine Präsidialrepublik. Das Einkammerparlament (Abgeordnetenhaus) hat 500 auf fünf Jahre gewählte Abgeordnete (bis 2004 waren 38 davon vom Präsidenten ernannte Militärs). Die Beratende Volksversammlung, die früher den Präsidenten wählte und übergreifende politische Themen berät, besteht aus dem Abgeordnetenhaus, 135 Vertretern der Provinzen sowie 65 Vertretern von Standesorganisationen und kommt damit auf 700 Mitglieder. Seit 2004 wird der Präsident direkt vom Volk gewählt. Erster direkt und frei gewählter Präsident wurde der frühere General Susilo Bambang Yudhoyono (55). Der ehemalige Sicherheitsminister erhielt bei der Stichwahl am 20. September 2004 fast 61 Prozent der Stimmen. Er löst damit die bisherige Staatschefin Megawati Sukarnoputri (57) ab, die nur auf gut 39 Prozent kam.
Schon beim ersten Wahlgang am 5. Juli 2004 hatte der Ex-General die meisten Stimmen erzielt, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Deshalb war eine Stichwahl gegen die zweitplatzierte Megawati nötig geworden. Die Tochter von Republikgründer Sukarno war im Sommer 2001 an die Staatsspitze gerückt, nachdem ihr Vorgänger Abdurrahman Wahid aus dem Amt gedrängt worden war.
Obwohl das größte islamische Land der Welt seit langem als Brutstätte von Terrornetzwerkenen gilt, begegnete die indonesische Regierung dieser Gefahr bislang eher halbherzig. Die Kritik aus den ASEAN-Nachbarländern sowie aus den USA und Australien, vor allem aber die sich langsam durchsetzende Erkenntnis nach dem Attentat von Bali, dass man es im eigenen Land mit Terroristen zu tun hat, veranlassten die Regierung und einige Fraktionen im Militär und der Polizei, entschlossener gegen die islamistischen Milizen vorzugehen und sich daranzumachen, in einer groß angelegten Ermittlungs- und Strafverfolgungsaktion das Netzwerk der Jemaah Islamiyah zu zerschlagen. Außerdem wurden ein Geldwäsche- und ein weit gefasstes Antiterrorgesetz verabschiedet.
Die weit überwiegende Mehrheit der Muslime in Indonesien grenzt sich deutlich von den Terroristen ab. Der Islam in Indonesien ist im internationalen Vergleich immer noch ausgesprochen liberal. Es bestehen beträchtliche Freiräume für reformislamische Diskurse. International angesehene Intellektuelle wie Abdurrahman Wahid, der ehemalige Staatspräsident, oder Nurcholish Majid, der eine Zeit lang als Präsidentschaftskandidat im Gespräch war, stehen repräsentativ für einen toleranten und aufgeklärten Islam. Fayu ist ein Stamm, den man erst vor kurzem entdeckt hat.
Administrative Gliederung
Siehe Administrative Gliederung Indonesiens.Indonesien ist derzeit in 33 Provinzen unterteilt, darunter zwei (Aceh und Jogjakarta) Sonderregionen und die Stadt Jakarta als Hauptstadtdistrikt. Die jüngste Provinz, Sulawesi Barat wurde erst im Oktober 2004 errichtet und die indonesische Regierung plant die Gründung weiterer Provinzen.
Kultur
Die Nationalhymne Indonesia Raya wurde von Wage Rudolf Soepratman komponiert.
Umwelt
Der Regenwald Indonesiens gilt als der artenreichste weltweit. Dennoch werden die Regenwälder Indonesiens so schnell vernichtet wie in keinem anderen Land der Welt, etwa 88 % des Holzes stammen aus illegalem Einschlag. Dieser dramatische Trend spiegelt sich auch im Zustand des Artenbestandes wider: Indonesien hat derzeit die längste Liste an vom Aussterben bedrohten Arten.
Oft werden Regenwälder gerodet, um dort Landwirtschaft zu betreiben. Die Humusschicht dieser Flächen ist jedoch zu dünn, als dass sie langfristig agrarwirtschaftlich genutzt werden könnte. So wird auf dem ehemaligen artenreichen Regenwaldboden nur einige Jahre angebaut, bevor er nutzlos und ausgelaugt brachliegt. Meist siedelt sich dort dann das hartnäckige Elefantengras an, das das Areal in eine ökologische Wüste verwandelt. Den Bauern bleibt keine andere Möglichkeit, als Regenwald für neue Anbauflächen zu roden.
Weblinks
- http://www.indonesia-berlin.de/mixed/govermentlink.htm - Links zu indonesischen Regierungsstellen von der Indonesische Botschaft Berlin (englisch)
- http://www.aseannewsnetwork.com/indonesia.html - Indonesia News (englisch und indonesisch)
- http://www.deutschebotschaft-jakarta.or.id/de - Deutsche Botschaft in Jakarta
- http://mandela.inwent.org/v-ez/lis/indones Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung
- http://home.snafu.de/watchin - Watch Indonesia!
- http://users.powernet.co.uk/mkmarina - Website by Peter Loud (schönes Kartenmaterial)
- www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/ Haus der Niederlande - Die niederländische Kolonialzeit
- Indonesien Reiseverzeichnis
| Mitgliedstaaten der OPEC |
| Algerien | Indonesien | Irak | Iran | Katar | Kuwait | Libyen | Nigeria | Saudi-Arabien | Venezuela | Vereinigte Arabische Emirate |