Ikonografie
Die ältesten erhaltenen Ikonen stammen aus dem 6. Jahrhundert, vor allem aus Griechenland, Russland, Rumänien und Zypern. Die Ikonen sind fest im Glauben verankert als Mittler zwischen Diesseits und Jenseits, ihnen wird eine Wunderwirkung zugeschrieben. Wichtigste Techniken sind im 6. Jahrhundert die Enkaustik, seit dem 7. Jahrhundert die Temperamalerei auf Holz, ferner Mosaiksetzerei, Schnitzerei in Holz und Elfenbein. Die zum Kuß ausgestellten Ikonen wurden häufig an bestimmten Stellen mit verzierten Silberblechen beschlagen und so geschützt. Motive der Ikonenmalerei sind besonders Christusbilder und Heiligenporträts.
Christliche Ikonographie
Die Ikonographie spielt in der christlichen Kunst der Romanik und Gotik eine wesentliche Rolle. Eine wichtige Quellen für die Enträtselung der Bildsymbolik der Skulpturen der Kathedralen und der illuminierten Handschriften des Mittelalters ist der Physiologus. Die Ikonographie spielt auch in der Kunst der östlich-orthodoxen Kirchen eine bedeutende Rolle,
Porträtkunde
Ikonographie ist zudem die Porträtkunde. Die „Ikonographie Cäsars“ z. B. ist die Sammlung aller Porträts, die Cäsar darstellen.
Siehe auch
- Ikone, Ikonologie, Ikonoklasmus, Ikonolatrie, Ikonographische Heiligenattribute
- Portal Stoffe und Motive