Hudsonbai
Von der Einmündung an der Hudsonstraße bis ans südliche Ende der Jamesbai, einer zur Hudsonbucht gehörenden Bucht, erreicht die Hudsonbai eine Länge von fast 1.400 Kilometern, während die höchste Entfernung von der Halbinsel Dungava (Quebec) bis zur gegenüberliegenden Küste von Nunavut etwas weniger als 1.000 Kilometer beträgt. In der Meeresbucht liegen zahlreiche Inseln, von denen Southampton zur mit Abstand größten, und Mansel, Coats Island sowie Akimiski in der Jamesbai zu den nächstgrößeren gehören. Vor der Jamesbai liegen ferner sehr viele kleine Inseln, die zur Inselgruppe der Belcherinseln zusammengefasst wurden. Alle Inseln der Bucht gehören zu Nunavut.
Die Hudsonbai wird im Allgemeinen als Bucht des Atlantischen Ozeans angesehen, ist jedoch auch über den Foxe-Kanal und das Foxebecken mit dem Nordpolarmeer verbunden. Im südwestlichen Teil erhält die Bucht Wasserzufuhr durch einige größere Flüsse, von denen Churchill und Nelson die bedeutensten sind. Über letzteren ist die Hudsonbai mit dem Winnipegsee verbunden.
Die Hudsonbai ist für die Seeschifffahrt zwar befahrbar, jedoch nur von untergeordneter Bedeutung. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Erschließung des kanadischen Hinterlandes durch die Hudson's Bay Company.
Klima
In der Hudsonbucht herrscht ein Tundra- und Taigaklima. Im Winter ist die Bucht vereist, daher trägt sie auch den Namen Ice Box (Eiskeller Nordamerikas). Allerdings taut das Eis auf Grund der globalen Erwärmung immer früher auf und wird für die dort lebenden Eisbären zunehmend zur Bedrohung. Wichtigste Nahrung sind für sie die Robben, zu denen sie nur über die zugetaute Hudsonbai gelangen.
Bevölkerung
Die Region um die Hudsonbucht ist äußerst dünn besiedelt. Sie wird von den Inuit (Eskimos) dominiert, die in der Hauptsache von der Jagd und dem Fischfang leben.