Hotel
- den Empfang
- die Beherbergung
- den Aufenthalt
- die Verpflegung
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Hoteltypologie 3 Geschichtliches 4 Die Hotellerie in der Schweiz 5 Zahlen und Fakten zur Schweizer Hotellerie |
Die Betriebsorganisation
Ein Hotelbetrieb bietet grundsätzlich zwei Hauptleistungen an, welche sich aus der Definition ergeben.
- Beherbergungsleistungen (Logement)
- Verpflegungsleistungen (Food & Beverage)
- Beherbergung im eingentlichen Sinne
- Übernachtungsmöglichkeiten
- Aufenthaltsmöglichkeiten
- Empfang, Check-In, Check-Out, Information
- Küchenleistung:
- Kellerleistung:
Es wird zwischen 4 Leistungstellen, - bereichen unterschieden:
- Logement (Empfang/Réception, Frontoffice, Etage, Hauswirtschaft, Lingerie)
- Verpflegung (Produktion/Küche, Verkauf/Service, Nahtstellen/Hauswirtschaft(Buffet, Office & Pass), Verkaufsstellen/Restaurant, Saal, Bar, Pub, Dancing, Terrasse, Etagenservice)
- Logistik (Einkaufsbüro, Warenkontrolle, Interne Transporte, Lagerung Economat, Getränkekeller, Kühlräume)
- Verwaltung (Direktion, Buchhaltung/Rechnungswesen, Controlling, Sekretariat, Marketing/Sales, Backoffice, Reservation, Human Resources, Werkstätte/Unterhalt, Sachverwaltung)
Hoteltypologie
In der Hotellerie gibt es ganz verschiedene Arten von Hotelbetrieben, die ganz unterschiedliche Gästebedürfnisse abdecken. Die verschiedenen Betriebe unterscheiden sich nach folgenden Kriterien voneinander.
Unterscheidung nach:
- Verpflegungsmöglichkeiten
- Vollhotel: Beherbergung und Verpflegung
- Vollpension: Übernachtung, Frühstück, Mittag- und Abendessen
- Halbpension: Übernachtung, Frühstück, Mittag- oder Abendessen
- Hotel Garni: Übernachtung nur mit Frühstück. Ein Garni bietet keine Pension an. Es kann jedoch ein öffentliches Restaurant angegliedert werden.
- Aufenthaltszweck des Gastes
- Kurhotel, Wellness, Wellbeing, Wellfeeling
- Badehotel
- Ferienhotel
- Sporthotel
- Business-Hotel
- Kongress- oder Seminarhotel / MICE (Meetings, Incentives, Congress and Events)
- Verbindung mit besonderen Verkehrsmitteln
- Posthotel: An bekannten Postautostrecken, wo früher noch traditionelle Postkutschen unterwegs waren.
- Bahnhofhotel: (z.B Intercity-Hotels in Deutschland)
- Flughafenhotel
- Motel: Liegt direkt oder in unmittelbarer Nähe von wichtigen Straßenverbindungen und Autobahnen. Pro Gästezimmer mind. ein Parkplatz und 24h Check-In. Motels werden dank der zentralen Lage vermehrt als Durchführungsort von Seminaren, Konferenzen und Tagungen gewählt.
- dem Standort
- Stadthotel
- Berghotel
- Seehotel
- Strandhotel
- nach der Reiseform der Gäste
- Hotel für individuell reisende Gäste
- Gruppenreisende, Busreisenhotel
- nach Aufenthaltsdauer der Gäste
- Ferienhotel, Familienhotel
- Passantenhotel
- nach Betriebsgröße
- Nach Betriebsdauer
- Ganzjahresbetriebe
- Saisonbetriebe
- Einsaisonbetrieb: Sommer oder Winter
- Zweisaisonbetrieb: Sommer und Winter (Zwischensaison geschlossen)
- nach Unternehmensform
- Inhaberbetriebe
- Mietbetriebe
- Aktiengesellschaften, GmbH
- Genossenschaften
- Franchising, Managementverträge
Geschichtliches
Hôtels waren palastartige Stadthäuser des Adels – seit dem 18. Jahrhundert ist der Name auch für Gasthäuser mit gehobenem Anspruch üblich.
Das erste Hotel der Welt mit diesem Namen wurde unter dem Namen "Grand Hotel" von dem Friseur David Low im Londoner Covent Garden am 25. Januar 1774 eröffnet. Bis dahin gab es nur möblierte Zimmer oder mehr auf Verköstigung ausgerichtete Gastwirtschaften.
Ausgehend von den USA wurden vor allem nach dem 2. Weltkrieg Hotelketten gebildet, bei denen zum Teil Hunderte von weltweit verteilten Hotels unter einer gemeinsamen Hauptverwaltung stehen.
Ein Hotel garni ist ein meist einfaches Hotel ohne eigene Gastronomie, in dem nur Frühstück serviert wird. (Die Entstehung des Namenszusatzes „garni“ ist nicht ganz klar, er kommt vom französischen garnir, ‚verzieren‘, ‚ausschmücken‘, das aus dem germanischen warnjan entstand. Den gleichen Ursprung haben auch „warnen“ und „Garnison“.)
Eine Pension ist in der Regel ein privates Haus, von dem einige Zimmer regelmäßig zur Übernachtung vermietet werden. (Ursprünglich waren Pensionen Kinderheime, die Gebühren wurden Pension genannt.)
Ein Motel (Motor Hotel) befindet sich meist am Stadtrand in verkehrsgünstiger Lage. Es bietet Autoreisenden eine einfache und günstige Übernachtungsmöglichkeit. Die ersten Motels entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA.
Die Hotellerie in der Schweiz
Die Hotellerie bildet das Rückgrat des schweizerischen Tourismus. Obwohl sich die Bettenzahl in den letzten Jahren nur wenig veränderte, so wurde die Qualität des Beherbergungsangebots stets den sich wandelnden Bedürfnissen angepasst. Die hotelleriesuisse hat für die Definition eines Hotels erweiterte Mindestkriterien auf Einrichtungen und Angebot festgehalten:
- Beherbergung und Aufenthalt
- Mindestens 10 Zimmer
- Fließend Kalt- und Warmwasser in jedem Zimmer
- Angemessenen Standard und Wohnkomfort
- Dusche oder Bad, Toiletten frei benutzbar
- Verpflegung
- Mindestens das Frühstück muss der Gast im Hotelbetrieb einnehmen können
- Mindestens das Frühstück muss der Gast im Hotelbetrieb einnehmen können
Zahlen und Fakten zur Schweizer Hotellerie
Die Schweizer Hotellerie verfügt über 5`600 Hotelbetriebe mit 140`500 Zimmer mit 258`700 Betten. Tendenz sinkend, da kleine Betriebe schließen und die Großen ausbauen. Die Hotellerie ist eine typische KMU-Branche. Von den Hotelbetrieben haben 73,1% weniger als 50 Betten und 62,8% weniger als 20 Zimmer. Weiter ist festzustellen, dass der Komfort in den Hotels laufend verbessert wird. 2003 gab es in der Schweiz von den 140`500 Zimmer, 123`600 mit Dusche oder Bad im Zimmer und 14`800 Zimmer nur mit fließend Wasser. Nur gerade etwas über 2`000 Zimmer verfügen über kein fließendes Wasser im Zimmer. Hotelgäste kommen mehrheitlich aus dem Ausland, somit ist die Hotellerie eine Branche mit indirektem Export. Diese Tatsache wird hauptsächlich als Argument für einen Sondersatz bei der MwSt verwendet. Die Bergkurorte haben den größten Anteil am touristischen Kuchen, wobei die Stadthotellerie die bessere Auslastung ihrer Zimmer und Betten aufweist. Von den zwölf touristischen Regionen in der Schweiz, steht die Region Graubünden an der Spitze. Die Sommersaison lockt rund 10% mehr Gäste in die Schweiz als das Winterhalbjahr. Die Schweizer Hotellerie erwirtschaftet im Jahr einen Umsatz von rund CHF 8,5 Mia, davon entfallen etwa 41,5% auf das reine Übernachtungsgeschäft. Die Hotellerie ist eine dienstleistungsintensive Branche und es werden im Jahr ungefähr CHF 3,5 Mia. an Löhnen ausbezahlt.
Siehe auch:
Hotelklassifikation in Deutschland, Hotelstern, Unterkunft, Ferienwohnung, Pension, Hostel, Jugendherberge Stundenhotel, Love Hotel, Liste der größten Hotels, Ferienhaus, Ferienwohnung