Henry Kissinger
Dieser Artikel weist noch folgende Lücken auf: politisches Wirken (bisher nur Aufzählung von Daten)
Henry Alfred Kissinger (* 27. Mai 1923 in Fürth; eigentlich Heinz Alfred Kissinger) ist ein US-amerikanischer Diplomat, der zwischen 1968 und 1976 eine wichtige Rolle in der Außenpolitik der USA spielte.
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Werke 3 Literatur 4 Weblinks |
Leben
Kissinger wurde im Jahr 1923 in Fürth in Franken geboren. Aufgrund der nationalsozialistischen Judenverfolgung flohen seine Eltern mit ihm 1938 in die USA. Am 19. Juni 1943 erhielt Henry Kissinger die US-Staatsbürgerschaft. Sein deutscher Akzent ist ihm jedoch bis heute anzuhören. 1950 erhielt Kissinger seinen Bachelor am Harvard College, 1952 bzw. 1954 seinen Master und PhD (Doktor) an der Harvard University. Von 1954 bis 1971 war er Mitglied des Lehrkörpers der Harvard University, im Department of Government und am Center for International Affairs.Im Jahre 1968 wurde er Berater des späteren US-Präsidenten Richard Nixon.
Von 1973 bis 1977 war Kissinger der 56. Außenminister ("Secretary of State") der Vereinigten Staaten unter den Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford.
Kissinger ist seit 1998 Ehrenbürger seiner Heimatstadt. Sein Leben lang ist er treuer Anhänger des Fußballclubs SpVgg Greuther Fürth, dessen Spielergebnisse er sich übermitteln lässt. Zuletzt weilte er 2004 in Fürth.
Seit 1996 ist Kissinger Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der bundesunmittelbaren Otto-von-Bismarck-Stiftung.
Die Nixon-Regierung
Unter der Nixon-Regierung war er an den Verhandlungen zur nuklearen Rüstungsbegrenzung (SALT), sowie den ABM-Verträgen beteiligt. Im Juli und November 1971 unternahm er zwei geheime Reisen in die Volksrepublik China, um den Besuch Nixons in China und die Normalisierung der Beziehungen zwischen China und den USA vorzubereiten.1973 erhielt er den Friedensnobelpreis für den Friedensvertrag in Vietnam, sein vietnamesischer Amtskollege, Le Duc Tho, lehnte diesen jedoch ab.
Er war Sicherheitsberater von Präsident Richard Nixon, bis er am 2. September 1973 zum Außenminister ernannt wurde.
1987 erhielt er den Karlspreis der Stadt Aachen.
Seine Rolle beim Sturz Salvador Allendes in Chile ist umstritten.
Laut Roger Morris, Kissingers Mitarbeiter im Nationalen Sicherheitsrat, ist er "persönlich verantwortlich für den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen Zivilisten während des Vietnamkrieges und für die Invasion in Kambodscha."
Am 10. September 2001 erstattete die Familie des chilenischen Generals René Schneider Anzeige gegen Kissinger. Sie beschuldigt ihn, an der Ermordung Schneiders im Jahr 1970 beteiligt gewesen zu sein.
Siehe auch: Liste der Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika, Domino-Theorie
Werke
- Memoiren 1968-1973. C. Bertelsmann, 1979. ISBN 3570031381
- Memoiren 1973-1974. C. Bertelsmann, 1982. ISBN 3570007103
- Das Gleichgewicht der Großmächte. Manesse Verlag, Zürich 1990 ISBN 3717580620
- Die sechs Säulen der Weltordnung. Siedler, 1992. ISBN 3-88680-358-9.
- Die Vernunft der Nationen: Über das Wesen der Außenpolitik. Siedler, 1994. ISBN 3-88680-486-0
- Jahre der Erneuerung. Erinnerungen. Bertelsmann, 1999. ISBN 3-570-00291-8.
- Die Herausforderung Amerikas. Weltpolitik im 21. Jahrhundert. Propyläen, 2002. ISBN 3-549-07152-3.
Literatur
- Seymour Hersh, The Price of Power: Kissinger in the Nixon White House, 1983
- Christopher Hitchens: Die Akte Kissinger, DVA 2001, ISBN 3-421-05177-1
Weblinks
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Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
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