Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke
, Albrecht von Roon und Helmuth von Moltke
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2 Werke 3 Stand- und Denkmale 4 Weblinks |
Leben
Moltke trat zunächst ins dänische Heer ein, um dann nach Preußen zu wechseln. In der Zeit von 1835 bis 39 war er als Militärberater im Osmanischen Reich (Türkei) tätig. Als er zum Chef des preußischen Militärkabinetts ernannt wurde, war dieses, die Keimzelle des späteren Großen Generalstabs, noch eine machtlose Beratungsorganisation. Moltke war ein genialer Stratege und entwarf die Pläne für den Deutsch-Dänischen Krieg 1864, den Krieg gegen Österreich, Sachsen, Hannover und Kurhessen (Preußisch-Österreichischer Krieg) 1866 und den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Er erkannte früh die Bedeutung moderner Transportmittel wie der Eisenbahn für den Aufmarsch großer Heere.
Moltke und Bismarck gelten als Schmiede der Reichseinigung von 1871, Moltke als militärischer und Bismarck als politischer. Obwohl M. seit 1871 Immediatrecht (also das Recht zum jederzeitigen Vortrag) beim Kaiser hatte und damit faktisch die Möglichkeit, militärische Entscheidungen zusammen mit dem Oberbefehlshaber unter Ausschluss von Reichstag und Kanzler zu treffen, war er stets bereit, sich dem von Bismarck geforderten Primat der Politik zu unterwerfen. Noch in seiner letzten Reichstagsrede 1890 (als 90jähriger!) warnte er eindringlich vor einem neuen Krieg in Europa mit den Worten "Wehe dem, der die Lunte an das Pulverfaß legt!". Dass die Katastrophe nicht schon vor 1914 eingetreten war, liegt wohl an den Nachwirkungen seines und Bismarcks Wirken, das einen Verzicht auf territoriale Erweiterungen in Europa und strikte außenpolitische Selbstbeschränkung des Reiches beinhaltete. Ein Weg, der nach 1890 zugunsten eines hemmungslosen, von Nationalismus genährten Imperialismus aufgegeben wurde.
in BerlinHelmuth von Moltke ehelichte eine angeheiratete Tochter seiner Schwester. Für sie, die früh verstarb, baute er ein Mausoleum, das noch heute auf seinem Grund zu finden ist - allerdings leer, denn die Gebeine des "Schlachtendenkers" wurden 1945 entfernt...und verlegt.
Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke ist Ehrenbürger der Städte Hamburg, Lübeck, Köln, Görlitz und München.
Werke
- Zwei Freunde (Novelle), 1827
- Briefe über die Zustände und Begebenheiten in der Türkei 1835-39, 1841 (Auswahl in: Unter dem Halbmond (Projekt Gutenberg))
- Der russisch-türkische Feldzug 1828-29, 1845
- Briefe aus Rußland, 1877
- Geschichte des Deutsch-Französischen Krieges von 1870-71, 1891
- Briefe an seine Braut und Frau, 1893
- Gesammelte Schriften und Denkwürdigkeiten, 1899
Stand- und Denkmale
- Büste für die Alte Nationalgalerie von Adolf von Donndorf
Weblinks
- deutsche-schutzgebiete.de
- Preussen-Chronik
- Projekt Gutenberg
- Gedächtnisstätte Generalfeldmarschall Graf Helmuth von Moltke in Parchim
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Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
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