Heinz Erhardt
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2 Werke 3 Literatur 4 Weblinks |
Leben
Heinz Erhardt ist der Sohn des Kapellmeisters Gustl Erhardt. Erhardt wuchs größtenteils bei seinen Großeltern in Riga auf, wo sein Großvater Paul Nelder ein Musikhaus führte. Über seinen Großvater kam Heinz Erhardt auch zum Klavierspiel.Im Jahr 1935 heiratete Heinz Erhardt die Konsulstochter Gilda Zanetti, die er, wie er schreibt, in einem Fahrstuhl kennengelernt hat. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Darunter der einzige Sohn Gero Erhardt, der sich als Regisseur hervor getan hat.
1938 holte Willi Schaeffers Heinz Erhardt in Berlin an das Kabarett der Komiker. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch Erhardt als Soldat einberufen. Bei zwei Musterungen wurde er wieder nach Hause geschickt, bei der dritten kam er - als Nichtschwimmer und Brillenträger - zur Marine nach Stralsund, die für ihr Orchester einen Klavierspieler suchte. Nach dem Krieg ließ sich Erhardt mit seiner Familie in Hamburg-Wellingsbüttel nieder und begann, seine Karriere als Radiomoderator beim NWDR fortzuführen.
Sein Humor baut in erster Linie auf Wortspielen und verdrehten Redewendungen auf. In vielen seiner Filmrollen spielt er eine Art netten, aber etwas verwirrten Onkel, der gerne Unsinn erzählt. Gleichzeitig versuchte er in seinen Filmen meist, den typischen Deutschen aus der Zeit des Wirtschaftswunders darzustellen. U.a. diente er Otto Waalkes und Willy Astor als Vorbild. Berühmt ist Heinz Erhardt auch für seine zahlreichen witzigen Gedichte.
1971 erlitt Erhardt einen Schlaganfall, bei dem das Sprachzentrum in seinem Gehirn zerstört wurde, so dass er zwar verstehen, aber nicht mehr sprechen konnte. Er zog sich ins Privatleben zurück und starb vier Tage, nachdem er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland nachträglich zum 70. Geburtstag verliehen bekommen hatte.
Im Nachlass von Heinz Erhardt fanden sich eine Reihe von Klavier-Kompositionen, die er zwischen 1925 und 1931 geschrieben hat, und von denen 23 Stücke 1994 auf CD veröffentlicht wurden.
Werke
Gedichte
- Die Made
- Ein Naßhorn
- Ritter Fips von Fipsenstein (Gedichtzyklus)
- Eßt mehr Fisch (Das Meer reicht bis zum Strande ...)
Musiktitel
- Immer wenn ich traurig bin
- Immer noch ’nen Groschen für die Musikbox
- Ach, wenn ich doch im Lotto mal sechs Richt’ge hätt’
- Fährt der alte Lord fort
- Linkes Auge blau
- Skatpolka
Filmographie
- 1949 Gesucht wird Majora
- 1950 Liebe auf Eis (Männer um Angelika)
- 1955 Drei Tage Mittelarrest
- 1956 Ich und meine Schwiegersöhne
- 1956 Die gestohlene Hose
- 1956 Mädchen mit schwachem Gedächtnis
- 1956 II-A in Berlin (Drei Bayern an der Spree)
- 1957 Der müde Theodor
- 1957 Witwer mit fünf Töchtern
- 1958 Immer die Radfahrer
- 1958 So ein Millionär hat’s schwer
- 1958 Vater, Mutter und neun Kinder
- 1958 Der Haus-Tyrann
- 1959 Natürlich die Autofahrer
- 1959 Drillinge an Bord
- 1960 Der letzte Fußgänger
- 1960 Kauf’ Dir einen bunten Luftballon
- 1960 Mein Mann, das Wirtschaftswunder
- 1961 Ach Egon!
- 1961 Drei Mann in einem Boot
- 1961 Freddy und der Millionär
- 1962 Die Post geht ab
- 1962 Axel Munthe, der Arzt von San Michele
- 1962 Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett
- 1963 Apartment-Zauber
- 1964 Wenn man Baden geht auf Teneriffa
- 1964 Die große Kür
- 1965 Der Ölprinz
- 1965 Das Vermächtnis des Inka
- 1966 Das gewisse Etwas der Frauen
- 1968 Otto ist auf Frauen scharf
- 1969 Charleys Onkel
- 1969 Warum hab’ ich bloß zweimal Ja gesagt/Der Liebestolle Schlafwagenschaffner
- 1969 Klein Erna auf dem Jungfernstieg
- 1969 Die Herren mit der weißen Weste
- 1970 Was ist denn bloß mit Willi los/Grüße Sie Gott, Frau Stirnima!
- 1970 Das kann doch unsern Willi nicht erschüttern
- 1971 Unser Willi ist der Beste
- 1971 Willi wird das Kind schon schaukeln
Bücher
- Erhardt, Heinz: Noch'n Gedicht (ISBN 3830330472)
- Erhardt, Heinz: Das große Heinz-Erhard-Buch (ISBN 3442066786)
Musik
- Noch 'ne Oper (ZDF, 1979), Regie: Claus Peter Witt
- Heinz Erhardt: Klavierkompositionen, Eurostar GmbH
Literatur
- Berthold, Grit; Haaker, Verena; Malicke, Marita: Heinz Erhardt privat (ISBN 3830330510), geschrieben von den Töchtern Heinz Erhardts.
- Manfred Hobsch & Michael Petzel: Heinz Erhardt - Mopsfidel im Wirtschaftswunderland (ISBN 3-89602-498-1), ein hervorragender Bildband über die schönsten Filme Heinz Erhardts aus den fünfziger und sechziger Jahren, erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf.
- Unvergeßlicher Heinz Erhardt. Rowohlt, 80er ISBN 3-499-14245-7
Weblinks
- {} in der Internet Movie Database
- Offizielle Internetseite
- Bio- und Filmografie
- Heinz Erhardt Gedenkbuch
- Gesammelte Verweise
- Heinz-Erhardt-Revue
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Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
| Personendaten | |
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