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Gewässergüteklasse

Anhand der Gewässergüteklasse wird der Zustand von Fließgewässern dargestellt. Die sieben Gewässergüteklassen basieren auf dem Saprobiensystem und werden in Gewässergütekarten dargestellt.

Das Saprobiensystem erlaubt eine Einordnung eines Gewässers anhand von Leitsaprobien in eine von vier Güteklassen. Dazu werden der chemische Sauerstoffbedarf (CSB), der biologischer Sauerstoffbedarf BSB5, der pH-Wert, der Totale Organische Kohlenstoff und der Saprobienindex zugrundegelegt.

Die vier Gewässergütestufen des Saprobiensystems werden durch drei Zwischenstufen ergänzt, so dass eine biologische Klassifikation eines Fließgewässers in sieben Stufen möglich ist:

Nach der Wiedervereinigung wurde eine achte Güteklasse eingeführt, die seit 1995 aber nicht mehr verwendet wird:

Da die biologische Zonierung in stehenden Gewässern eine andere als in Fließgewässern ist, eignet sich das Saprobiensystem nur sehr beschränkt zur Qualitätsbeurteilung von stehenden Gewässern. Deshalb werden stehende Gewässer mit dem Trophiensystem nach dem Grad ihrer Trophierung in Trophiestufen gemessen.

Neben der biologisch-chemischen Gewässergüte gibt es auch die Strukturgüte eines Gewässers, die die antropogene Gestaltung, zum Beispiel Brücken, Begradigungen oder Uferbefestigungen beschreibt.

Siehe auch:



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