Freie Inhalte
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Realisierung 3 Aktuelle Umsetzung 4 Open-Content-Lizenzen 5 Literatur 6 Weblinks |
Motivation
Die Idee zur Schaffung freier Inhalte entstand als Analogon zur freien Software, die mittlerweile einen gewissen Einflussgrad erreicht hat. Freie Inhalte sind von einer vergleichbaren Verbreitung noch weit entfernt.Realisierung
Dies wird gemeinhin mit Lizenzen geregelt, die auch festlegen, wie auf die ursprünglichen Autoren verwiesen werden muss. Diese Lizenzen leiten sich von der Open-Source-Bewegung ab. Eine weitere Möglichkeit, ein Werk frei zu machen, besteht darin, auf das Copyright bzw. Urheberrecht zu verzichten (siehe Gemeinfreiheit).Der Begriff Open Content wurde von der von David Wiley gestarteten Open-Content-Initiative geprägt, der 1998 eine "Open Content"-Lizenz und 1999 eine "Open Publication"-Lizenz vorstellte.
Aktuelle Umsetzung
Die bekanntesten Vertreter von Open Content sind neben Wikipedia auch das Open Directory Project, Project Gutenberg und freedb.Derzeit sind weltweit - im Vergleich zur Anzahl der unfreien Werke - verschwindend wenig freie Inhalte vorhanden.
Es gibt einen gewissen Sektor an Werken, die gemeinfrei sind, in der Praxis wird deren prinzipielle Gemeinfreiheit jedoch häufig aufgrund von Eigentumsrechten an der einzigen physischen Werksvorlage (etwa dem Original eines Bildes, das sich in einem Museum befindet) eingeschränkt, da der für eine Kopie notwendige Zugang zum Original verwehrt werden kann. Einiges gemeinfreie Material ist aufgrund der Tätigkeit amerikanischer Regierungsstellen vorhanden, deren Produkte grundsätzlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen müssen (z.B. BSD-Lizenz). Diverse ältere Werke, bei denen das Urheberrecht abgelaufen ist, die also mittlerweile gemeinfrei sind, werden durch Digitalisierung in verschiedenen Projekten bereitgestellt. Das Project Gutenberg stellt diese in elektronischer Form zur Verfügung.
Einen weiteren Bereich freier Inhalte stellen diverse Handbücher und Dokumentationen dar, die für freie Software erstellt wurden.
Wikipedia ist das derzeit weltweit größte Archiv von freien Inhalten, die originär unter der Prämisse erstellt wurden, freie Inhalte zu sein, und nicht im Nachhinein "Freier Inhalt" wurden. Sie stellt sowohl international wie auch speziell für die deutsche Sprache den bislang erfolgreichsten Ansatz dar, Freie Inhalte zu erstellen.
Von der Open-Access-Initiative sind im Wissenschaftssektor beachtliche Erfolge erzielt worden. Mittlerweile gibt es über 1168 wissenschaftliche Open-Content-Zeitschriften.
Open-Content-Lizenzen
Literatur
- Gunda Plaß: Open Contents im deutschen Urheberrecht. GRUR 2002, 670.
Weblinks
- Liste von Open Content Lizenzen des ifrOSS
- A Guide To Open Content Licences von Lawrence Liang
- Open Content (Vorgänger von Creative Commons)
- Creative Commons
- Kefk Network
- Open Music License
- Open Audio License
- DigBib.Org: Freie digitale Bibliothek
- http://www.pixelquelle.de/ — Kostenlose Bilddatenbank für lizenzfreie Bilder