Francesco I. Sforza
- Sforza bestand darauf, in seinem alten Hut gemalt zu werden, den er als Condottiere getragen hatte. (Pinacoteca di Brera, Mailand)
Er diente den Visconti gegen Venedig und dann Venedig gegen die Visconti, griff den Papst an, vertrieb ihn aus der Romagna, und verteidigte ihn später. 1441 heiratete er Bianca Maria (um 1424-1468), die einzige Tochter von Filippo Maria Visconti, dem Herzog von Mailand, erhielt Pontremoli und Cremona als Mitgift, sowie die Zusage der Nachfolge im Herzogtum. Die kurzlebige Ambrosianische Republik, die von den Mailändern beim Tod Viscontis (1447) errichtet wurde, wurde von Francesco unterworfen, der am 25. März 1450 triumphal als Herzog in der Stadt einzog. Im Frieden von Lodi erreichte er 1454 die Anerkennung seiner Herrschaft durch die anderer italienischen Staaten (zum Beispiel Venedig) und Frankreich. Er unterdrückte einen Aufstand in Piacenza, verbündete sich eng mit Cosimo de Medici (1389-1464) und Ludwig XI von Frankreich (regierte 1461-1483), und beherrschte die Lombardei, einige Bereiche südlich des Po und sogar Genua. Er ließ die Festung Porta Giovio wieder aufbauen, das große Hospital errichten und den Kanal von Martesana, der Mailand mit der Adda verbindet; sein Hof, der er mit italienischen Gelehrten und griechischen Verbannten füllte, wurde schnell einer der hervorragendsten in Italien. Seine Tochter Ippolita war für ihre lateinischen Reden berühmt. Francesco hinterließ mehrere Söhne, darunter Galeazzo Maria, Ludovico, genannt „il Moro“, „der Dunkle“ oder „der Mohr“, und Ascagnio Sforza, der Kardinal wurde.
Francesco wird mehrfach in Machiavellis „Il principe“ (Der Fürst) erwähnt; er wird durchgängig gelobt für seine Fähigkeiten als Regenten, aber auch als Warnung vorgeführt, sich nicht mit Söldnertruppen abzugeben.
Francesco Sforza heiratete in erster Ehe am 19. Oktober 1418 Polissena Ruffo, Tochter des Carlo Ruffo, Herzog von Montalto. Mit ihre hatte er eine Tochter, die ebenfalls Polissena hieß und bereits 1420 starb.
Von seiner zweiten Frau Bianca Maria Visconti hatte er folgende Kinder:
- Galeazzo Maria Sforza (1444-1476), Herzog von Mailand 1466
- Ascagnio Sforza (1445-1505), 1484 Kardinal
- Ippolita Sforza (* 18. April 1446, † 20. August 1484), ∞ 1465 Alfons II von Aragon, König von Neapel (1448-1495)
- Filippo Maria Sforza (*1448, † 1492), ∞ Konstanze Sforza, Tochter des Bosio Sforza
- Sforza Maria Sforza (* 1449, † 1505), 1484 Kardinal
- Ludovico Sforza, „il Moro“ (1451-1508), Herzog von Mailand 1494-1499
- Ottaviano Sforza, † 1477
- Elisabetta Sforza, † 1473, ∞ 1469 Wilhelm VIII. Markgraf von Montferrat († 1483)
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Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
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