Determination
Determination (lateinisch für Fremd-/Bestimmung) ist im
- philosophischen Determinismus die Lehre, dass der Mensch in seinem Willen durch äußere oder innere Ursachen letztlich bestimmt und so unfrei ist. Diese zwingenden Determinanten wird in den Umweltbedingungen, z. B. ökonomisch-sozialen Verhältnissen und Milieueinflüssen, in psycho-somatischen Faktoren oder dem Schicksal gesehen (Fatalismus).
- physikalischen Determinismus die durch ein Kausalitätsprinzip festgelegte Entwicklung (Determiniertheit) eines abgeschlossenen Systemss, also die Vorherbestimmung jedes zukünftigen Zustandes desselben. Siehe auch deterministisches Chaos.
- religiösen Determinismus die Negation der Willensfreiheit des Menschen in verschiedenen Religionen (Islam, Calvinismus) und die statt dessen zum Dogma erhobene Prädestination alles Geschehens durch Gott.
- im biologischen Determinismus ein allgemeiner Begriff, mit dem die Festlegung von Strukturen und Funktionen unter gesetzmäßigen Bedingungen umschrieben wird. Entwicklungsbiologisch bezieht sich der Begriff auf die Differenzierung zunächst undifferenzierter Zellen. Dabei entstehen Zellen, die durch die Determination oft irreversibel für spezielle Aufgaben festgelegt werden. Erst so ist es möglich, dass im Rahmen der Keimesentwicklung aus anfänglich gleich aussehenden Zellen die vielen unterschiedlichen Zellen eines vielzelligen Organismus entstehen, z.B. Nervenzellen, Drüsenzellen und Muskelzellen. Daneben versteht man in der Biologie unter Determination auch die Bestimmung der systematischen Zugehörigkeit eines Lebewesens zu bestimmten Arten und Gattungen.