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Concordia-Tempel

Die Gründung des Concordiatempels auf dem Forum Romanum in Rom soll auf Marcus Furius Camillus zurückgehen: als Tempel der Eintracht (lat: concordia) sollte er das Ende der Ständekämpfe zwischen den Patriziern und den Plebejern symbolisieren. Diese Auseinandersetzungen, die in dem berühmten Auszug der Plebejer aus der Stadt auf den Aventin gegipfelt hatten, wurden 367 v. Chr mit den Gesetzen des Licinius Sextus Lateranus abgeschlossen. Ergebnis war die weitgehende politische Gleichberechtigung der beiden Stände, lediglich bestimmte Priesterämter sollten den Plebejern aus kultischen Gründen verschlossen bleiben. Dieses frühe Baudatum wird jedoch stark angezweifelt.

Die Cella war breiter als lang: 45 Meter breit und 24 Meter tief. Sie geht auf eine Umgestaltung durch Tiberius zwischen 7 v. Chr und 10 n. Chr zurück, der den verfügbaren Platz möglichst optimal ausnutzen wollte. Heute ist nichts mehr erhalten mit Ausnahme des Podiums, das allerdings zum Teil unter einer Treppe, die zum Kapitol hinaufführt, verborgen ist.

Tiberius nutzte den Tempel als Museum, eine Aufzählung der dort verwahrten Kunstwerke ist bei Plinius dem Älteren überliefert. Während der Republik tagte zeitweise hier der Senat und Marcus Tullius Cicero hielt seine berühmte vierte Rede gegen Catilina.



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