Hauptseite | Deutsche Enzyklopädie

Computervirus

Ein Computervirus ist eine nichtselbstständige Programmroutine, die sich selbst reproduziert, indem sie sich an andere Computerprogramme oder Bereiche des Betriebssystems anhängt. Einmal gestartet, nimmt sie vom Anwender nicht kontrollierbare Veränderungen an selbigen vor. Computerviren beeinträchtigen die Computersicherheit und zählen zur Malware.

Umgangssprachlich wird der Begriff Computervirus auch für Computerwürmer und Trojanische Pferde benutzt.

Inhaltsverzeichnis
1 Arbeitsweise
2 Prävention
3 Klassifikation
4 Aufbau
5 Geschichte
6 Weblinks

Arbeitsweise

Die Idee zu Computerviren leitete sich von dem biologischen Vorbild der Viren ab und gab ihnen ihren Namen. Wie sein biologisches Vorbild benutzt ein Computervirus die Ressourcen seines Wirtes und nimmt dabei keine allzugroße Rücksicht auf dessen Wohlergehen. Auch er vermehrt sich unkontrolliert und exponentiell. Dadurch, und durch explizit vom Virenautor eingebaute Schadfunktionen, kommt es bei Infektion eines Computers häufig zur Veränderung oder Verlust von Daten und Programmen und zu Störungen des regulären Betriebs.

Ein Computervirus benötigt zur Infektion eines Rechners eine Netzwerkverbindung oder ein Speichermedium, durch das oder auf dem er auf diesen gelangt. Viele Viren sind sehr einfach aufgebaut, die meisten Viren benötigen eine explizite Interaktion des Benutzers, um einen Computer zu infizieren, ein Extremfall sind die aktuellen Handyviren, die sich nicht verbreiten könnten, wenn sie nicht von Benutzern eigens installiert würden. Diese Viren verlassen sich darauf, Sicherheitslücken beim Benutzer zu finden, wie es I Love You in großem Stil vorgeführt hat.

Prävention

Anwender sollten niemals unbekannte oder Programme aus unsicherer Quelle ausführen und generell beim Öffnen von Dateien Vorsicht walten lassen. Das gilt insbesondere für Dateien, die einem per E-Mail zugesandt wurden. Solche Dateien sollten, wenn überhaupt, erst nach Überprüfung mit einem aktuellen Antivirenprogramm geöffnet werden. Schadprogramme können durch Sicherheitslücken in den mit Dateien verknüpften Programmen auf verschiedene Weise aktiv werden.

Betriebssystem und Anwendungen sollten regelmäßig aktualisiert werden. Ferner sollte dem Betriebssystem bereits im Grundzustand alle wichtigen Service Packs und Hotfixes durch sogenanntes Slipstreaming oder unbeaufsichtigte Installation integriert werden. Dazu gibt es auch die Möglichkeit, die Service Packs und Hotfixes für Windows 2000 und Windows XP via "Offlineupdate" (siehe Weblinks) einzuspielen. Andernfalls könnte bereits beim ersten Verbinden mit dem Internet der PC infiziert werden.

Die eingebauten Schutzfunktionen des Betriebssystems sollten ausgenutzt werden. Dazu zählt insbesondere, nicht als Administrator mit allen Rechten, sondern als Nutzer mit eingeschränkten Rechten zu arbeiten, der keine Software installieren darf. Das automatische Öffnen von Dateien aus dem Internet sowie das automatische Anzeigen von Dateianhängen sollte deaktiviert werden. Auch durch die Autostartfunktion für CD-ROMs und DVD-ROMs können Programme bereits beim Einlegen eines solchen Datenträgers ausgeführt und damit ein System infiziert werden.

Es empfiehlt sich, die auf den meisten Privatrechnern vorinstallierte Software von Microsoft zu meiden oder doch wenigstens entsprechend zu konfigurieren. Diese bieten durch ihren extrem hohen Verbreitungsgrad eine große Angriffsfläche. Vor allem Internet Explorer (IE) und Outlook Express sind hier zu nennen. Die zur Zeit bedeutendste Alternative zu IE ist Firefox, der mehr Sicherheit verspricht. Für Betriebssysteme wie Mac OS X, GNU/Linux oder die aus der BSD-Reihe sind bisher keine verbreiteten Viren bekannt.

Antivirenprogramme schützen nur vor bekannten Viren. Daher ist es bei der Benutzung eines solches Programms wichtig, regelmäßig die von den Herstellern bereitgestellten, neuen Virensignaturen einzuspielen. Unbekannte Viren können jedoch von manchen dieser Programme auch anhand ihres Verhaltens entdeckt werden. Diese Funktionen arbeiten jedoch extrem unzuverlässig. Aus diesen Gründen kann man diese Programme nur als Unterstützung ansehen und sich nicht allein auf ihr Urteil verlassen.

Personal Firewalls zeigen gegen Viren keine Wirkung, da ihre Arbeitsweise nichts mit der der Viren zu tun, sondern eher auf Würmer passt.

Klassifikation

Computerviren werden nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert:

Aufbau

Es gibt mehrere Varianten, ein Virus zu strukturieren:

Erklärung 1

Erklärung 2

Ein Computervirus besteht aus drei Teilen:

Die Replikationseinheit dient der (meist unbemerkten) Vervielfältigung des Virus, z. B. indem es sich an ein bestimmtes Programm anhängt, das sich auf der Festplatte befindet. Jedesmal, wenn das infizierte Programm gestartet wird, kopiert sich das Virus. Damit kann sich das Virus erst einmal verbreiten, ohne zunächst einen Schaden anzurichten.

Andere Verbreitungsmethoden sind die Infektion von Disketten oder anderen bootfähigen Datenträgern (Bootviren) oder Textdokumenten (falls das Textverarbeitungsprogramm eine genügend mächtige Makro-Sprache besitzt und die Makros zusammen mit dem normalen Text in einer Datei gespeichert werden).

Den Teil, der den eigentlichen Schaden verursacht, bezeichnet man als Schadroutine oder Payload (dt.: Nutzlast). Hier tritt das Virus zum ersten Mal in Erscheinung und richtet einen mehr oder weniger großen Schaden an. Eine Schadroutine ist optional (ein Virus ist auch ohne sie ein Virus) und in den meisten Viren gar nicht vorhanden. Mitunter richtet die Verbreitung aber einen Schaden an.

Einige Viren sind so programmiert, dass sie erst dann in Erscheinung treten und den Schaden verursachen, wenn ein bestimmtes Ereignis eingetreten oder eine bestimmte Zeit verstrichen ist. Andere schalten gewisse Funktionen zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder ab. Hierfür ist der sog. Trigger (dt.: Auslöser) zuständig.

So kann es z.B. sein, dass ein Virus erst nach dem 100. Start des Rechners aktiv wird, oder dass es sich jeden Dienstag oder am 10. eines jeden Monats in Erscheinung tritt und dann z.B. bestimmte Dateien löscht.

Geschichte

Kein Computervirus in diesem Sinne ist ein Hoax, eine Falschmeldung die virenartig durch Computerbenutzer per E-Mail verbreitet wird.

siehe auch: TSR-Virus

Weblinks



Limit search to: Body and Title Deutsche Seiten Path

Websites for Computervirus
Showing page 1 (1 - 2 of 2 hits)
Geschiedenis en informatie over verschillende soorten virussen, de verspreiding en bescherming. Geschiedenis en informatie over verschillende soorten virussen, de verspreiding en bescherming.
Alt om spyware og antivirus. Alt om spyware og antivirus.

Help build the largest human-edited directory on the web.
Submit a Site - Open Directory Project - Become an Editor
Free thumbnail preview by Thumbshots.org

Search for products at amazon.com:
Search:
Keywords:
amazon.com books on 'Computervirus':
Search at Google.com:
Google
WebCalSky.com Enzyklopädie

Suchresultate aus unserem günstigen CalSky-Shop