Codegenerator (Softwaretechnik)
Die Steuerung eines Codegenerators erfolgt dabei entweder manuell, also direkt durch den Programmierer, oder automatisiert über eine spezielle formale Sprache, die die Formulierung des Problems im Vergleich zur Zielsprache stark vereinfacht.
Automatisierte Codegeneratoren
Einfache Varianten arbeiten auf der Basis der Quelldateien und ersetzen so genannte Makroaufrufe mit vorgefertigten Textbausteinen. Der Präprozessor ist hierfür ein Beispiel. Andere Varianten generieren vollstängig neue Quelldateien, indem sie Metainformationen verarbeiten. Metainformationen beschreiben den Vorgang der Codeerzeugung sowie Eigenschaften des zu erstellenen Programmcodes auf einer höheren Ebene (siehe auch Model Driven Architecture) und liegen entweder in separaten Dateien (wie beispielsweise beim Parser-Generator) oder in Form von Anmerkungen (auch: Attribute, Annotationen) innerhalb des bestehenden Programmcodes vor. Der generierte Code wird, anders als bei manuell gesteuerten Codegeneratoren, vor oder während des Kompiliervorgangs automatisch erzeugt. Die Programmiersprachen C# und Java bieten eigene Sprachkonstrukte dafür an (siehe Annotationen).
Manuell gesteuerte Codegeneratoren
Manuell gesteuerte Codegeneratoren sind Teil einer integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) oder eines CASE-Werkzeugs. Häufig sind sie über eine grafische Benutzeroberfläche ("GUI") bedienbar. Der Programmierer kann dabei seinen Programmcode interaktiv, und zwar entweder ausschließlich durch Nutzung des Codegenerators oder ergänzt durch manuelle Programmierung, zusammensetzen. Neben der reinen Codegenerierung bieten so genannte Round-Trip-Codegeneratoren auch das Einlesen und eine zusammengefasste grafische Darstellung des manuell erstellten sowie des generierten Programmcodes an.
Siehe auch: Codegenerierung, Codegenerator (Compilerbau)