Claude Adrien Helvétius
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Zitate 3 Werke 4 Literatur |
Leben
Helvétius war für das Finanzfach bestimmt und erhielt 1738 die einträgliche Stelle eines Generalpachters, die er jedoch bald wieder aufgab, um sich im Umgang mit den ersten Männern seiner Zeit, mit d'Alembert, Diderot, Paul Heinrich Dietrich von Holbach, zurückgezogen den Wissenschaften zu widmen.Helvétius ist entschiedener Sensualist und Materialist. Alle Vorstellungen führt er zurück auf den Eindruck äußerer Gegenstände auf unsere Sinne; alle Tätigkeit entspringt aus der angebornen Selbstliebe, dem Streben nach sinnlicher Lust und dem Abscheu vor sinnlicher Unlust. Der Nutzen bestimmt den Wert der Handlungen; da aber Nutzen und Schade relative Begriffe sind, so gibt es keine unbedingt guten oder schlechten Handlungen.
Trotz dieser weltmännischen Ansichten, von denen eine geistreiche Frau sagte, er habe „das Geheimnis aller Welt“ ausgeplaudert, war Helvétius persönlich ein zartfühlender, liebenswürdiger und wohltätiger Mann.
Durch John Lockes Versuch über den menschlichen Verstand wurde er zu philosophischen Studien veranlasst.
Im Jahr 1764 unternahm Helvétius eine Reise nach England und Deutschland und fand besonders am Hof Friedrichs II eine ehrenvolle Aufnahme.
Nach seiner Rückkehr lebte er in Paris, wo er am 26. Dezember 1771 starb.
Mit Jerome Lalande fasste er den Plan, eine Philosophenloge zu gründen, erlebte die „Neuf Sœurs“ allerdings nicht mehr. Diese Loge feierte ihre ersten beide Johannisfeste 1776 und 1777 im Park des Hauses in Auteuil. Seine schöne und geistreiche Gattin, ein Fräulein de Ligneville (* 1719) zog sich nach dem Tod ihres Mannes nach Auteuil zurück, wo ihr Haus der Mittelpunkt eines Kreises von Gelehrten und Künstlern wurde. Voltaire schrieb in seinem Dictionnaire philosophieque über Helvétius: „Ich liebte den Verfasser des Esprit.“ Als Voltaire am 7. April 1778 in dieser Loge angenommen wurde, übergab man ihm als Zeichen besonderer Ehrung Helvétius' maurerische Kleidung. Seine Witwe starb am 12. August 1800.
Zitate
- „Wer sich selbst so viel nutzt, dass er andern nicht schadet, sondern ihr Wohl viel mehr fördert, ist der wahrhaft gute Mensch.“
Werke
- Sein durch Locke angeregtes Hauptwerk De l'esprit (Par. 1758, neue Ausg. 1843; deutsch von Gottsched, Leipz. 1759) wurde als staats- und religionsgefährlich auf Befehl des Parlaments 1759 verbrannt; ein zweites De l'homme, de ses facultés intellectuelles et de son education (Lond. 1772, 2 Bde.; deutsch von Wichmann, Bresl. 1774) erschien erst nach seinem Tod.
- Eine vollständige Ausgabe seiner Œvres erschien Paris 1796, 14 Bde., und das. 1818, 3 Bde.
Literatur
- Barni: Les moralistes français. Paris, 1873
- Avezac-Lavigne: Diderot et la société du baron Holbach. Paris, 1875
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Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
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