Chinesen
Han-Volk (Chinesisch: Langzeichen 漢族, Kurzzeichen 汉族, Pinyin: Hanzu) ist die Eigenbezeichnung des chinesischen Volkes, um sich von den zahlreichen nationalen Minderheiten abzuheben. Der Begriff leitet sich letzten Endes vom Han-Fluss her, dem Machtbereich des Begründers der Han-Dynastie, Liu Bang.
Auch die chinesische Sprache heißt auf Chinesisch Hanyu (汉语), Sprache der Han.
Die Geschichte der Han-Chinesen lässt sich etwa 4.000 Jahre schriftlich zurückverfolgen. Seit dem 14. Jahrhundert kam es immer wieder zu großen Auswanderungswellen der Han-Chinesen aus ihrem ursprünglichen Siedlungsraum. Auch die meisten so genannten "Auslandschinesen" entstammen dieser größten chinesischen Volksgruppe, welche jedoch durch eine große innerkulturelle Variabilität gekennzeichnet ist. Die eigentlich kulturbildenden Elemente sind die gemeinsame Schrift bei zum Teil sehr unterschiedlichen Dialekten und das Bewusstsein einer gemeinsamen Geschichte und Tradition.
Innerhalb Chinas stiegen sie so zur dominierenden und staatstragenden Kultur auf, eine Entwicklung, welche von der Zentralregierung auch heute noch gefördert wird, z.B. durch Maßnahmen der staatlichen Erziehung und gezielte Zuwanderung (Sinisierung) in Grenzregionen und autonomen Gebieten anderer Volksgruppen (Tibet, Xinjiang), so kam es in der Vergangenheit immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen in diesen Regionen.
Siehe auch: Völker Chinas