Chimborazo (Provinz)
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Bevölkerung 3 Geschichte 4 Kantone 5 Weblinks |
Geographie
Die Provinz Chimborazo grenzt im Norden an die Provinz Tungurahua, im Osten an die Provinz Morona Santiago, im Süden an die Provinz Cañar und im Osten an die Provinzen Guayas und Bolívar. Neben dem Chimborazo liegen auch die Vulkane El Altar, Carihuairazo, Cubillín und der Sangay bzw. Teile des Sangay-Nationalparks in der Provinz Chimborazo. Daneben gehört auch der Colta-See (Laguna de Colta) zum Naturerbe der Provinz.
Die Zugfahrt von Riobamba über Guamote, die "Teufelsnase" (Nariz del Diablo), Alausí, Sibambe, Huigra nach Bucay bzw. Teilstrecken derselben gelten als touristische Attraktion. Früher bildete dieser Streckenabschnitt den spektaklärsten Teil der Eisenbahnverbindung von Guayaquil-Durán nach Quito, die aber aufgrund von Streckenunterspülungen und der Verdrängung durch Busverkehr nicht mehr regelmäßig bedient wird.
Die Panamericana durchquert die Provinz und teilt sie sich von Norden kommend bei Cajabamba in zwei Streckenabschnitte, die beide durch das Hochland bzw. durch die Küstenebene nach Peru führen.
Bevölkerung
Die Provinz ist diejenige in Ecuador mit dem größten Anteil an indigener Bevölkerung, vor allem Quichuas leben hier.
Geschichte
Historisch war die Provinz Teil des Siedlungs- und Herrschaftsgebietes der Puruháes, die sich gegen das von Quito regierte Shyri-Reich lange kriegerisch erwehrten, bis die Dynastien beider Herrschaften durch Heirat verschmolzen. Um 1500 drangen die Inka unter Túpac Yupanqui nach Norden vor. Die Region um die Halbwüste von Tiocajas in der heutigen Provinz Chimborazo war Schauplatz der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Shyris und Inka. Nach der verlorenen Schlacht von Tiocajas war die Verteidigung der Shyris und Puruháes weitgehend gebrochen. Die Tochter des 15. Shyri, Pacha, wurde mit dem Nachfolger Túpac Yupanquis, Huayna Cápac vermählt. Ihr gemeinsamer Sohn Atahualpa war der letzte Inka. Dessen General Rumiñahui versuchte von Quito aus vergeblich, die Truppen des Konquistadoren Sebastián de Belalcázar aufzuhalten. Zwischen beiden kam es wiederum zu einer Schlacht im Gebiet von Tiocajas, die Belalcázar gewann. Im Zuge seines Vorrückens gründete dieser auf dem Gebiet der heutigen Provinz Chimborazo 1534 die Städte Santiago und San Francisco, die nach geographischer Verlegung bzw. Neugründung heute Guayaquil und Quito bilden.
Die heutige Provinz Chimborazo wurde auf kolonialen Vorläufern aufbauend als Teil des großkolumbianischen Departamento del Ecuador durch das Gesetz über die territoriale Aufteilung (span. Ley de División Territorial) Großkolumbiens vom 25. Juni 1824 begründet. Nach der Staatsgründung Ecuadors (1830) blieb sie bestehen.
Kantone
Die Provinz Chimborazo ist derzeit in 10 Kantone eingeteilt. Diese sind (in der Reihenfolge ihrer Einrichtung):
- Riobamba (eingerichtet 1824, Hauptstadt: Riobamba)
- Alausí (eingerichtet 1824, Hauptstadt: Alausí)
- Guano (eingerichtet 1824, ratifiziert 1845, Hauptstadt: Guano)
- 'Colta\' (eingerichtet 1884, Hauptstadt: Villa la Unión, besser bekannt als Cajabamba)
- Guamote (eingerichtet 1944, Hauptstadt: Guamote)
- Chunchi (eingerichtet 1944, Hauptstadt: Chunchi)
- Penipe (eingerichtet 1984, Hauptstadt: Penipe)
- Pallatanga (eingerichtet 1986, Hauptstadt: Pallatanga)
- Chambo (eingerichtet 1988, Hauptstadt: Chambo)
- Cumandá (eingerichtet 1992, Hauptstadt: Cumandá)
Weblinks