Chemnitz
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| Wappen | Karte |
|---|---|
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| Leitspruch | |
| Stadt mit Köpfchen | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Chemnitz |
| Kreis: | Stadtkreis |
| Fläche: | 220,86 km² |
| Einwohner: | 246.092 (30.04.2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.114 Einwohner je km² |
| Höhe: | 296 m ü. NN |
| Geografische Lage: | |
| Postleitzahlen: | 09001-09131 (alt 90xx) |
| Vorwahl: | 0371 |
| Kfz-Kennzeichen: | C |
| Gemeindeschlüssel: | 14 0 61 000 |
| Stadtgliederung: | 39 Stadtteile und 8 Ortschaften |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 09111 Chemnitz |
| Offizielle Website: | www.chemnitz.de |
| E-Mail-Adresse: | buergermeisteramt@stadt-chemnitz.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dr.-Ing. Peter Seifert (SPD) |
Die Stadt bildet einen Kern der „Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau“ und ist Bestandteil der „Metropolregion Sachsendreieck“.
Der Name „Chemnitz“ leitet sich vom Fluss gleichen Namens her, der die Stadt durchfließt. Dessen Name wiederum geht auf die slawische Bezeichnung Kamjenica (= Steinbach in Sorbisch; kamjeń = Stein; vgl. Kamenz) zurück.
Vom 10. Mai 1953 bis zum 1. Juni 1990 hieß Chemnitz „Karl-Marx-Stadt“.
Die Einwohnerzahl der Stadt Chemnitz überschritt ca. 1883 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
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Geografie
Chemnitz liegt im so genannten Erzgebirgischen Becken, in einer weiten Talmulde am Fluss Chemnitz, umrahmt von Ausläufern des Erzgebirges im Süden, von Höhen des Mittelsächsischen Berglandes im Norden und vom Beutenberg im Osten. Grundlage des Erzgebirgischen Beckens bildet eine Formation „Rotliegendes“, die sich seit dem Oberkarbon gebildet hat.siehe dazu auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen
Nachbargemeinden
Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Chemnitz. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:- im Landkreis Freiberg: Niederwiesa, Flöha und Augustusburg
- im Mittleren Erzgebirgskreis: Gornau/Erzgeb und Amtsberg
- im Landkreis Stollberg: Burkhardtsdorf und Neukirchen/Erzgeb
- im Landkreis Chemnitzer Land: Oberlungwitz, Hohenstein-Ernstthal, Callenberg, Limbach-Oberfrohna und Niederfrohna
- im Landkreis Mittweida: Hartmannsdorf, Burgstädt, Lichtenau und Frankenberg/Sa
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Chemnitz ist in 39 Stadtteile eingeteilt. Die Stadtteile Einsiedel, Euba, Grüna, Klaffenbach, Kleinolbersdorf-Altenhain, Mittelbach, Röhrsdorf und Wittgensdorf sind zugleich Ortschaften im Sinne der §§ 65 bis 68 der Sächsischen Gemeindeordnung. Für diese Ortschaften gibt es jeweils einen Ortschaftsrat, der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen 10 und 16 Mitglieder hat und einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden.Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Eine endgültige Entscheidung obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Chemnitz.
Die Stadtteile mit ihren amtlichen Nummern:
| Adelsberg (25) | Harthau (45) | Rabenstein (94) |
| Altchemnitz (41) | Helbersdorf (61) | Reichenbrand (86) |
| Altendorf (92) | Hilbersdorf (15) | Reichenhain (43) |
| Bernsdorf (42) | Hutholz (64) | Röhrsdorf ¹ (96) |
| Borna-Heinersdorf (13) | Kapellenberg (81) | Rottluff (93) |
| Ebersdorf (14) | Kappel (82) | Schlosschemnitz (02) |
| Einsiedel/Berbisdorf ¹ (46) | Kaßberg (91) | Schönau (83) |
| Erfenschlag (44) | Klaffenbach ¹ (47) | Siegmar (85) |
| Euba ¹ (16) | Kleinolbersdorf-Altenhain ¹ (26) | Sonnenberg (21) |
| Furth (11) | Lutherviertel (22) | Stelzendorf (84) |
| Gablenz (24) | Markersdorf (62) | Wittgensdorf ¹ (97) |
| Glösa-Draisdorf (12) | Mittelbach ¹ (87) | Yorckgebiet (23) |
| Grüna ¹ (95) | Morgenleithe (63) | Zentrum (01) |
¹ zugleich Ortschaft
Geschichte
Übersicht über die Stadtgeschichte von Chemnitz:
Im Jahre 1136 wurde bei Chemnitz durch König Lothar III ein Benediktinerkloster gegründet, das 1143 das Marktrecht erhielt. In einiger Entfernung des Klosters wurde vermutlich nach 1170 durch den König in der Nähe einer Furt durch den Fluss Chemnitz eine stadtähnliche Siedlung gegründet, die schon bald darauf in die Aue verlegt wurde. Bis 1308 war Chemnitz freie Reichsstadt. Schon im Mittelalter war es ein Wirtschaftszentrum, insbesondere durch das im 14. Jahrhundert erhaltene Bleichprivileg.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde Chemnitz ein Standort der Industrie mit sehr hohem BSP, ab 1800 wurde die Spinnerei maschinell betrieben. Daraufhin wuchs es rasch an, man bezeichnete es als „Sächsisches Manchester“, „Ruß-Chamtz“ oder auch als „Rußnitz“.
Es war eine der bedeutendsten Industriestädte Deutschlands.
Chemnitz wurde schon früh Sitz eines Verwaltungsbezirks (Amtshauptmannschaft) innerhalb der Kreishauptmannschaft Zwickau des Staates Sachsen. Im Jahre 1874 schied die Stadt aus der Amtshauptmannschaft Chemnitz aus und wurde eine „exemte Stadt“, welche man später als kreisfreie Stadt bezeichnete. Sie blieb aber weiterhin Sitz der Amtshauptmannschaft, aus welcher später der Landkreis Chemnitz hervorging. 1900 wurde die Kreishauptmannschaft Chemnitz als Vorläufer des heutigen Regierungsbezirks Chemnitz gebildet. 1910 entstand die Amtshauptmannschaft Stollberg aus Teilen der Amtshauptmannschaft Chemnitz.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Chemnitz stark zerstört, vor allem bei den anglo-amerikanischen Bombardierungen am 5. März 1945. Nach Auflösung der Länder in der DDR im Jahre 1952 wurde Chemnitz Sitz eines Bezirks, der infolge der am 10. Mai 1953 auf Beschluss der DDR-Regierung erfolgten Umbenennung der Stadt Chemnitz in „Karl-Marx-Stadt“ (siehe Karl Marx) ebenfalls in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt wurde. Im Vorfeld des Beitritts Sachsens zur BRD wurde am 23. April 1990 eine Volksabstimmung über den künftigen Namen der Stadt abgehalten. Dabei stimmten 76 % der Bürger für den alten Namen „Chemnitz“. Die offizielle Rückbenennung erfolgte am 1. Juni 1990, also noch vor dem formellen Beitritt der DDR zur BRD. Nach Wiedererrichtung des Landes Sachsen 1990 wurde auch der Bezirk Karl-Marx-Stadt aufgelöst.
Im Rahmen der Kreisreform in Sachsen 1994 wurde der Landkreis Chemnitz aufgelöst. Ein Teil wurde mit den Landkreisen Hohenstein-Ernstthal und Glauchau zum neuen Landkreis Chemnitzer Land zusammen geschlossen. Der andere Teil ging im Landkreis Mittweida auf, einige Gemeinden kamen auch zum Mittleren Erzgebirgskreis. Chemnitz selbst blieb eine kreisfreie Stadt.
Mitte der 1990er-Jahre begann die Bebauung der innerstädtischen Bauflächen um das Rathaus zu einem neuem Stadtkern, welche nach rund 10 Jahren noch nicht abgeschlossen ist. Zu dieser Bildung einer neuen Mitte wurden vor allem Kaufhäuser und Einkaufszentren im Bereich des Marktes angesiedelt.
Eingemeindungen
Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Chemnitz eingegliedert:- 1844 Niklasgasse
- 1880 Schlosschemnitz
- 1894 Altchemnitz
- 1900 Gablenz, Kappel und Altendorf
- 1904 Hilbersdorf
- 1907 Bernsdorf
- 1909 Helbersdorf
- 1913 Borna und Furth
- 1914 Markersdorf und Ebersdorf
- 1922 Heinersdorf
- 1926 Rottluff
- 1929 Reichenhain
- 1950 Adelsberg, Erfenschlag, Glösa, Harthau, Rabenstein und Stadt Siegmar-Schönau (gebildet am 1. Oktober 1935 durch den Zusammenschluss von Siegmar und Schönau; zur Stadt gehörten auch die ehemaligen Gemeinden Reichenbrand und Stelzendorf)
- 1994 Euba
- 1997 Einsiedel (mit dem bereits am 15. Juli 1936 eingegliederten Berbisdorf), Klaffenbach und Kleinolbersdorf-Altenhain
- 1999 Röhrsdorf, Grüna, Wittgensdorf und Mittelbach
Einwohnerentwicklung
Auch Chemnitz ist seit etwa 1989 von einem starken Bevölkerungsrückgang betroffen. So verlor die Stadt – gemessen am heutigen Gebietsstand – seit 1990 mehr als 20 % ihrer Einwohner. Trotz zahlreicher Eingemeindungen in den 1990er Jahren (s. o.) konnte der negative Bevölkerungstrend nur kurzzeitig gestoppt werden. Die Einwohnerzahl der Stadt fiel im Dezember 2003 (lt. Statistischem Landesamt des Freistaates Sachsen) unter die Grenze von 250.000. Schätzungen ergaben, dass sich die Einwohnerzahl bis zum Jahre 2020 wahrscheinlich zwischen 220.000 und 230.000 einpendeln wird.Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter bzw. um Angaben der Stadtverwaltung.
| Jahr bzw. Datum | Einwohnerzahl | Datum | Einwohnerzahl |
|---|---|---|---|
| 1466 | 3.455 | 1. Dezember 1905 ¹ | 244.927 |
| 1474 | 3.523 | 1. Dezember 1910 ¹ | 287.807 |
| 1501 | 4.400 | 16. Juni 1925 ¹ | 331.655 |
| 1530 | 4.318 | 16. Juni 1933 ¹ | 350.734 |
| 1551 | 5.616 | 17. Mai 1939 ¹ | 337.646 |
| 1586 | 5.476 | 29. Oktober 1946 ¹ | 250.188 |
| 1610 | 5.500 | 31. August 1950 ¹ | 293.373 |
| 1658 | 3.000 | 31. Dezember 1964 ¹ | 293.133 |
| 1700 | 5.000 | 1. Januar 1971 ¹ | 299.411 |
| 1790 | 9.162 | 31. Dezember 1981 ¹ | 318.578 |
| 1801 | 10.835 | 31. Dezember 1989 | 301.918 |
| 1832 | 18.403 | 31. Dezember 1995 ² | 266.737 |
| 3. Dezember 1861 ¹ | 45.432 | 31. Dezember 1998 ² | 268.266 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 68.229 | 31. Dezember 1999 ² | 263.222 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 85.334 | 31. Dezember 2000 ² | 259.246 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 95.123 | 31. Dezember 2001 ² | 255.798 |
| 1. Dezember 1885 ¹ | 110.817 | 31. Dezember 2002 ² | 252.618 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 138.954 | 31. Dezember 2003 ² | 249.922 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 206.913 | 31. Dezember 2004 ² | 248.365 |
² Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen (Gebietsstand jeweils zum 1. Januar des Folgejahres)
Religionen
Die Bevölkerung der Stadt Chemnitz gehörte anfangs zum Bistum Meißen. Die Stadt war bereits ab 1254 Sitz eines Archidiakonats. Ab 1313 war der jeweilige Abt des Benediktinerklosters der Archidiakon. 1539 wurde die Reformation eingeführt und mit dem Pfarrer in St. Jacobi eine Superintendentur verbunden. 1540 wurden die noch bestehenden Klöster aufgehoben. Danach war Chemnitz über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch kamen im 16. Jahrhundert auch reformierte Bestrebungen auf, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten. Chemnitz blieb innerhalb Sachsens stets Sitz einer Superintendentur. Heute bezeichnet man diesen Verwaltungsbezirk als Kirchenbezirk. Die Kirchengemeinden der Stadt gehören alle zu diesem Kirchenbezirk innerhalb der Region Chemnitz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Der Kirchenbezirk Chemnitz umfasst auch Gemeinden außerhalb der Stadt Chemnitz. Innerhalb der Evangelischen Landeskirche gibt es in Chemnitz auch eine Landeskirchliche Gemeinschaft.Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. Diese gründeten alsbald auch wieder eine eigene Pfarrgemeinde. Wie alle Katholiken im damaligen Königreich Sachsen gehörte auch die Gemeinde in Chemnitz zum Apostolischen Vikariat mit Sitz in Dresden, das seit 1743 zuständiger Verwaltungsbezirk in der Nachfolge des in der Reformationszeit aufgelösten Bistums Meißen war. Aus diesem Verwaltungsbezirk entstand 1921 (wieder) das Bistum Meißen, seit 1980 Bistum Dresden-Meißen, das heute zur Kirchenprovinz Berlin (Erzbistum Berlin) gehört. Chemnitz wurde innerhalb des Bistums Meißen Sitz eines Dekanats, zu dem auch Pfarrgemeinden außerhalb von Chemnitz gehören.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es viele Gemeinden verschiedener Freikirchen, darunter eine Altlutherische Gemeinde, die Elim-Gemeinde (Mitglied im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden), eine Evangelisch-Freikirchliche Baptistengemeinde, eine Evangelisch-Freikirchliche Brüdergemeinde, zwei Evangelisch-methodistische Gemeinden (Methodisten) sowie ein in der Evangelisch-methodistischen Kirche beheimatetes Krankenhaus, eine Evangelisch-reformierte Gemeinde (diese gehört zur Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer) und eine Freie Evangelische Gemeinde.
Etwa 80 % der Bevölkerung gehören keiner Religion an.
Politik
Im Jahre 1298 ist für Chemnitz bereits ein Bürgermeister und ein Rat bezeugt, die beide an der Spitze der Stadtverwaltung standen.
Im 14. Jahrhundert hatte der Rat mit dem Bürgermeister insgesamt 12 Mitglieder. Ab 1415 gab es drei Räte, der „alte Rat“ (vom Vorjahr), der „neue Rat“ und der „ruhende Rat“, wobei der alte und neue Rat zusammen den „voll sitzenden Rat“ ergaben. Ihm stand der Bürgermeister vor. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gab es nur noch ein Ratskollegium. 1831 wurde eine neue Städteordnung eingeführt. Danach wählten die Bürger ihre Vertretung, die ihrerseits den Bürgermeister und die besoldeten Stadträte wählte. Mit der Ausscheidung der Stadt Chemnitz aus der Amtshauptmannschaft 1874 erhielt der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister.
Während der Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den „Rat der Stadt“ beziehungsweise die Stadtverordnetenversammlung, die ebenfalls vom Volk gewählt wurde.
Nach dem Beitritt der DDR zur BRD wurde das zunächst als Stadtverordnetenversammlung, nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium, wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst ein besonderer Vorsitzender (ab 1990 Reinhold Breede, CDU). Heute ist der Oberbürgermeister Vorsitzender des Stadtrats. Der Stadtrat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister jedoch direkt von den Bürgern der Stadt gewählt.
Liste der Bürgermeister bzw. ab 1848 Oberbürgermeister von Chemnitz
- 1848 - 1873: Johannes Friedrich Müller
- 1874 - 1896: Dr. Heinrich Friedrich Wilhelm André
- 1896 - 1908: D. Dr. jur. Dr. ing. Gustav Heinrich Beck
- 1908 - 1917: Dr. jur. Heinrich Sturm
- 1917 - 1930: Dr. jur. Hermann Max Johannes Hübschmann
- 1930 - 1933: Albert Traugott Walter Arlart
- 1933 - 1945: Walther Schmidt
- 1945: Dr. Fritz Gleibe
- 1945: Dr. Kurt Wuthenau
- 1945 - 1946: Hans Hermsdorf (SPD)
- 1946 - 1952: Max Müller
- 1952 - 1960: Kurt Berthel
- 1960 - 1961: Fritz Scheller
- 1961 - 1986: Kurt Müller
- 1986 - 1990: Dr. Eberhard Langer
- 1990 - 1992: Dr. Dieter Noll
- 1992 - 1993: Dr. Joachim Pilz
- 1993 - heute: Dr.-Ing. Peter Seifert (SPD)
Wappen
Das Wappen der Stadt Chemnitz zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold zwei blaue Pfähle, hinten in Gold einen schwarzen Löwen mit roter Zunge und Bewehrung.
Die Pfähle stehen für die Grafschaft Landsberg, der Löwe für die Grafschaft Meißen. Beide Wappensymbole sind bereits seit dem
15. Jahrhundert in den Siegeln der Stadt nachweisbar. Sie wurden auch von den Kurfürsten von Sachsen als Herrscher über die Stadt Chemnitz geführt. Seit dem 18. Jahrhundert werden beide Wappensymbole in gespaltenem Schild dargestellt.
Städtepartnerschaften
Chemnitz unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Tampere, Finnland, seit 1961
- Laibach (Ljubljana), Slowenien, seit 1966
- Arras, Frankreich, seit 1967
- Timbuktu, Mali, seit 1968
- Ústí nad Labem (Aussig an der Elbe), Tschechien, seit 1970
- Mulhouse, Frankreich, seit 1981
- Łódź, Polen, seit 1981
- Manchester, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, seit 1983
- Wolgograd, Russland, seit 1988
- Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), seit 1988
- Akron (im Bundesstaat Ohio), USA, seit 1997
- Taiyuan, China, seit 1999
Wirtschaft und Infrastruktur
Stadtentwicklung
Mit der Umbenennung in Karl-Marx-Stadt wurde für Chemnitz sehr ambitioniert versucht ein Stadtzentrum zu errichten, das die klassischen Auffassungen vom Städtebau einer sozialistischen Stadt symbolisieren sollte. Die Pläne wurden allerdings auf Grund von finanziellen Mängeln und einem Prioritätenwechsel zugunsten der Wohnraumschaffung nie komplett verwirklicht.Bei Chemnitz handelt es sich um die einzige deutsche Großstadt, für die, ähnlich dem Wiederaufbau der direkten Nachkriegsjahre, erst seit 1990 ein Stadtzentrum geplant und realisiert wurde bzw. wird, welches sich den Grundsätzen der „Europäischen Stadt“ verpflichtet fühlt. In seinen Dimensionen ist das bis dahin im wesentlichen als Freifläche brachliegende Gelände, an der Stelle der ehemaligen Innenstadt, nur mit dem Bauvorhaben „Potsdamer Platz“ in Berlin vergleichbar.
Verkehr
Durch das nordwestliche Stadtgebiet von Chemnitz führt die A 4 Erfurt - Dresden, die hier die A 72 Hof - Chemnitz kreuzt. Die Weiterführung der A 72 nach Leipzig ist in Bau. Ferner führen folgende Bundesstraßen durch die Stadt: B 95, B 107, B 169, B 173 und B 174.Von Chemnitz führen Bahnlinien zu dem wichtigen Knoten Leipzig, nach Dresden und Zwickau auf der Sachsen-Franken-Magistrale und nach Riesa - Berlin sowie mehrere kleinere Strecken in das Chemnitzer Umland. Die Strecke nach Leipzig wird derzeit für eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgebaut. Alle vier Stunden fährt der InterCity nach Dresden bzw. nach Nürnberg, zweimal täglich ein InterRegio nach Berlin.
Gemessen an ihrer Größe ist Chemnitz sehr schlecht an nationale Bahnverbindungen angebunden. Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es daher Diskussionen in der Stadt, welche die politisch Verantwortlichen auffordern, sich um eine Verbesserung der Anbindung zu bemühen.
Im Eisenbahngüterverkehr ist Chemnitz nach Stillegung des Rangierbahnhofes Chemnitz-Hilbersdorf kein Eisenbahnknoten mehr.
Die Stadt Chemnitz ist in den Verkehrsverbund Mittelsachsen eingebunden.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt bedienen 5 Straßenbahnlinien und 32 Buslinien der Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft (CVAG).
Den Regionalverkehr betreiben:
- Citybahn Chemnitz GmbH (mit der Modellstrecke Chemnitz, Hbf - Stollberg [„Chemnitzer Modell“] und den Strecken nach Burgstädt, Stollberg und Hainichen)
- DB Regio AG Verkehrsbetrieb Sachsen (Strecken nach Zwickau, Dresden, Leipzig, Riesa)
- DB RegioNetz Verkehrs GmbH Erzgebirgsbahn (Strecken nach Aue, Annaberg-Buchholz, Olbernhau)
- Autobus GmbH Sachsen
Südlich von Chemnitz ist der Flugplatz Chemnitz-Jahnsdorf gelegen. Das Gebäude des ehemaligen Flughafens aus der Anfangszeit der Luftfahrt in Deutschland ist noch erhalten und liegt heute inmitten des Wohngebietes „Fritz Heckert“ in der Chemnitzer Südstadt.
Medien
- Im Raum Chemnitz erscheint als Tageszeitung die „Freie Presse“, mit rund 1,2 Millionen Exemplaren pro Werktag nach eigener Aussage die auflagenstärkste regionale Tageszeitung Deutschlands.
- monatlich erscheinendes Stadtmagazin „Stadtstreicher“ mit Veranstaltungsplaner für Chemnitz, Zwickau und Großraum
- in der Region Chemnitz zu empfangender Radio-Sender „CHEMNITZ 102.1“
- in der Region Chemnitz über Kabel und Antenne zu empfangender TV-Sender „SACHSEN FERNSEHEN“
- das chemnitzer Bürgerradio Radio T empfangbar täglich von 19-23 Uhr auf 102,7 MHz
- Radio UNiCC e.V. - das Uniradio an der TU Chemnitz, empfangbar unter www.radio-unicc.de oder täglich 18-19 Uhr auf 102,7 MHz
Ansässige Unternehmen
- Bruno Banani
- envia M
- Stadwerke Chemnitz AG
- Diamant Fahrradwerke GmbH
- Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz (älteste existierende Werkzeugmaschinenfabrik Deutschlands!)
- IT Services and Solution GmbH
- NILES-SIMMONS-Hegenscheidt Gruppe
- Technologiezentrum Chemnitz GmbH
Öffentliche Einrichtungen
In Chemnitz haben folgende Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts ihren Sitz:
- Bundesgrenzschutzamt Chemnitz
- Handwerkskammer Chemnitz
- IHK Südwestsachsen Chemnitz-Plauen-Zwickau
- Kreiswehrersatzamt Chemnitz
- Oberfinanzdirektion Chemnitz
- Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (ehemaliges Landesarbeitsamt)
Bildung und Forschung
- Technische Universität Chemnitz (TUC):
Die Universität geht zurück auf die 1836 gegründete „Königliche Gewerbeschule Chemnitz“, die anfangs eine Bildungsstätte der Textilindustrie war. 1882 kam die Elektrotechnik hinzu und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als „Staatliche Akademie für Technik“ geführt. 1953 stieg sie zur Hochschule für Maschinenbau auf und 1963 wurde sie eine Technische Hochschule. Schließlich wurde sie 1986 in den Rang einer Technischen Universität erhoben. Die Technische Universität betreut aktuell zwischen 10.000 und 11.000 Studenten. - Gymnasien:
• Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
• Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium
• Georgius-Agricola-Gymnasium
• Gottfried-Leibniz-Gymnasium (soll aufgehoben werden und schließt sich zusammen mit dem Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium)
• Gymnasium Einsiedel (mit integrierten Behinderten)
• Johannes-Kepler-Gymnasium (mit mathematisch/naturwissenschaftlich vertieftem Profil)
• Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium
• Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium
• Sportgymnasium Chemnitz
• Werner-Heisenberg-Gymnasium (soll aufgehoben werden) - Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU)
- Sächsisches Textilforschungsinstitut e. V.
Freizeit- und Sportanlagen
- Sportforum (Hauptstadion – Zuschauerkapazität: 18.500 Plätze; Leichtathletik- /Mehrzweckhalle – Zuschauerkapazität: 1.450 Plätze; Radrennbahn – Zuschauerkapazität: 15.000 Plätze; drei Rasenplätze, zwei Hartplätze, Kunstrasenplatz; eine 50-Meter-Schwimmhalle; Boxer-/Ringerhalle; zwei Kunstturnhallen; Spielhalle; Judohalle)
- Chemnitz Arena (Messe- und Veranstaltungshalle für bis zu 11.000 Zuschauer)
- Richard-Hartmann-Halle – Heimspielstätte des Basketballvereins BV TU Chemnitz 99 (Zuschauerkapazität 2.000 Plätze)
- Stadion an der Gellertstraße – Heimspielstätte des CFC (Zuschauerkapazität: 12.500 Plätze)
- Eissport und Freizeitzentrum Chemnitz (Eissporthalle 4.000 Plätze; Trainingshalle; 400 m Eisschnelllaufbahn; Rollhockeystadion)
- Stausee Oberrabenstein und weitere fünf Freibäder
- Stadtbad und weitere drei Hallenbäder
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bühnen
- Die Theater Chemnitz
• Opernhaus Chemnitz (Oper, Operette, Ballett, Musical)
• Schauspielhaus Chemnitz
• Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz
• Figurentheater - Stadthalle Chemnitz
- Chemnitz Arena
- „Das Chemnitzer Kabarett“ (ehem. „1. Chemnitzer Kabarett“)
- Kabarett Kiste - Kabarett „Sachsenmeyer & Co“
- TACH-Theater
- Armes Theater mit V. E. B. (Vereinseigene Bühne)
- Fresstheater
Museen
- Sächsisches Industriemuseum / Industriemuseum Chemnitz (ehem. Maschinenfabrik Escher)
- Kunstsammlungen Chemnitz im König-Albert-Museum
- Schlossbergmuseum einschließlich Burg Rabenstein und Roter Turm
- Kulturkaufhaus „DAStietz“
- Neue Sächsische Galerie (im Tietz)
- Museum für Naturkunde (im Tietz)
- Henry-van-de-Velde-Museum in der Villa Esche
- Deutsches Spielemuseum
- Museum für sächsische Fahrzeuge
- Sächsisches Eisenbahnmuseum
- Ebersdorfer Schulmuseum
- Straßenbahnmuseum Kappel
Kinos
- Luxor - Der Filmpalast
- Filmpalast am Roten Turm
- Filmpalast im Vita-Center
- Clubkino Siegmar
- Kino m54
- Metropol
- Voxx
Bauwerke
Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Chemnitz.
- Wahrzeichen der Stadt Chemnitz ist noch immer der „Nischel“, das wuchtige Karl-Marx-Monument („Stadt mit Köpfchen“). Bei diesem Denkmal handelt es sich um die größte Porträtbüste der Welt. Sie wurde durch den russischen Künstler Lew Kerbel gestaltet, in Bronze gegossen und 1971 feierlich enthüllt.
- Altes Rathaus, 1497 errichtet und mehrfach umgebaut
- Siegertsche Haus, einziges noch erhaltenes Haus mit Barockfassade am Markt (Johann Christoph von Naumann 1735-1741)
- Neues Rathaus (Richard Möbius, 1911)
- Opernhaus (Richard Möbius, 1909)
- König-Albert-Museum (Richard Möbius, 1909)
- Roter Turm - Teil der historischen Stadtbefestigung (altes Wahrzeichen der Stadt)
- Burg Rabenstein
- Wasserschloss Klaffenbach
- Uhrturm der Fa. Schubert & Salzer (Erich Basarke 1927)
- Ehem. Kaufhaus Schocken (Erich Mendelsohn, 1930)
- Stadtbad, bedeutendes Denkmal der architektonischen Moderne (Fred Otto, 1928-35)
- Geburtshaus Fritz Heckerts (heute „HECK-ART“, Restaurant und Galerie)
- Der Kaßberg als eines der größten Gründerzeit- und Jugendstilviertel Europas
Kirchen
- Stadtkirche St. Jakobi, älteste erhaltene Kirche der Stadt (14. Jh)
- Schlosskirche (spätgotische Hallenkirche als Nachfolger einer romanischen Basilika von 1136 errichtet, ehem. Benediktinerkloster) und Schlossbergmuseum
- Petrikirche, neugotischer Sandsteinbau (Hans Enger, 1888)
- Pauli-Kreuz-Kirche (Otto Bartning 1936)
- Luther-Kirche (1902)
- St. Josef, größte kath. Gemeinde der Stadt, (1905)
Villen
- Villa Esche (Jugendstilarchitektur von Henry van de Velde, 1903/11)
- Villa Koerner (Henry van de Velde, 1914)
Das neue Chemnitz
- Die neue Chemnitzer Innenstadt mit Gebäuden von international renommierten Architekten wie Helmut Jahn, Hans Kollhoff und Christoph Ingenhoven
- Neue Synagoge an der Stollberger Straße (Weihe: 24. Mai 2002; Architekt: Professor Alfred Jacoby). In der sog. Reichskristallnacht vom 9 zum 10. November 1938 wurde die alte Chemnitzer Synagoge (erbaut 1897-1899 nach Plänen von Architekt Wenzel Bürger) am Stephanplatz ebenso wie 2.000 weitere jüdische Gotteshäuser im Deutschen Reich in Brand gesetzt, beschädigt und später abgetragen.
- Kulturkaufhaus „DAStietz“, ein ehemaliges Kaufhaus (Wilhelm Kreis, 1913), welches heute die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, das Naturkundemuseum, die Neue Sächsische Galerie u. a. beherbergt. Besonders bemerkenswert ist der Versteinerte Wald im großen Lichthof des „DAStietz“.
- Chemnitz-Arena, Mehrzweckhalle mit bis zu 13.000 Steh- oder 7.000 Sitzplätzen (einstige Produktionshalle auf dem Gelände der ehemaligen Wanderer-Werke)
Höchste Bauwerke
Siehe auch: Tabelle hoher Bauwerke.
- Weit ins Land hinein meldet sich Chemnitz durch den Schornstein des Heizkraftwerkes Nord, mit einer Höhe von 300 m ist er das höchste Bauwerk der Stadt.
- Das höchste Gebäude ist mit 93 m Höhe das 1974 erbaute Mercure Hotel Kongress im Stadtzentrum.
- Mit 84 m ist der doppelhelmige Turm der Markuskirche (nach Entwürfen der Berliner Firma Abesser & Kröger, geweiht 1895) auf dem Sonnenberg der höchste Kirchturm und ein markantes Wahrzeichen.
- Das erste Chemnitzer Hochhaus (Willy Schönfeld, 1925/26) war das noch heute bestehende Gebäude der ehemaligen Weberei Cammann & Co. mit einer Höhe von 40 m.
Weitere Sehenswürdigkeiten
- Der Versteinerte Wald im Kulturkaufhaus „DAStietz“, eines der bedeutendsten Naturdenkmale in Deutschland
- Der Schlossteich und die Schillingschen Figuren
- Der Tierpark Chemnitz
- Parkeisenbahn im Küchwaldpark
- Der Stadtpark entlang der Chemnitz
- unterirdische Gewölbegänge im Kaßberg
- Schaubergwerk „Felsendome Rabenstein“
- Wildgatter Oberrabenstein
- Botanischer Garten Chemnitz (Schulbiologiezentrum)
- Arktisch-Alpiner Garten der Walter-Meusel-Stiftung
Regelmäßige Veranstaltungen
- Februar: Tage der jüdischen Kultur
- Mai - September: Kunst- und Handwerkermarkt an jedem 1. Freitag im Monat
- Mai: Chemnitzer Museumsnacht
- Juli/August: splash! Festival (größtes Hip-Hop- und Reggae-Festival Europas)
- zweites Septemberwochenende: Stadtfest
- September: SOUL EXPRESSION (internationale Breakdanceveranstaltung)
- September: Künstlerbuchmesse
- Oktober: Internationales Kinderfilmfestival „Schlingel“
- Oktober: Kulturfestival „Begegnungen“ mit vielfältigen Veranstaltungen
- November: Tage der erzgebirgischen Folklore
- Dezember: Erzgebirgischer Weihnachtsmarkt
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Siehe: Liste der Ehrenbürger von ChemnitzSöhne und Töchter der Stadt
Die nachfolgenden Persönlichkeiten sind in Chemnitz geboren (Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Chemnitz hatten oder nicht, ist dabei unerheblich.):
- 1871, Heinrich Bolten-Baeckers, † 1938, Schlagertexter („Berliner Luft“)
- 1876, Heinrich Straumer, † 1937, Architekt
- 1884, Fritz Heckert, † 1936, Gründungsmitglied der KPD, Abgeordneter im Deutschen Reichstag
- 1884, Karl Schmidt-Rottluff, † 1976, Maler des Expressionismus
- 1893, Marianne Brandt, † 1983, Malerin, Bildhauerin und Designerin
- 1910, Erich Mückenberger, † 1998, Politiker, Mitglied des Politbüros und Vorsitzender der Zentralen Parteikontrollkommission der SED
- 1910, Heinz Winkler, † 1958, Minister für Aufbau der DDR
- 1911, Paul Verner, † 1986, Politiker, Mitglied des Politbüros der SED
- 1912, Helmut Schelsky, † 1984, gilt als einer der einflussreichsten Soziologen der westdeutschen Nachkriegszeit
- 1913, Peter von Zahn, † 2001, Journalist und Fernsehproduzent
- 1913, Stefan Heym, † 2001, Schriftsteller, Bundestagsabgeordneter der PDS (Alterspräsident 1990)
- 1914, John Kluge, Geschäftsmann
- 1914, Walter Janka, † 1994, Verleger
- 1915, Stephan Hermlin, † 1997, Schriftsteller
- 1918, Rudolph Schulze, † 1993, Präsident der Industrie- und Handelskammer und Minister für Post- und Fernmeldewesen der DDR
- 1920, Bruni Löbel, Filmschauspielerin
- 1925, Frei Otto, Architekt, Architekturtheoretiker und Professor für Architektur, Erbauer des Münchner Olympiadachs
- 1926, Fritz Bennewitz, † 1995, Theaterregisseur
- 1928, Gerd Natschinski, Komponist (Filmmusik „Servus Peter“)
- 1928, Jutta Müller, Eiskunstläuferin und Trainerin (u.a. von Katarina Witt)
- 1931, Klaus Wunderlich, Poporganist, Komponist, Arrangeur
- 1931, Wolfgang Altenburger, Comic-Zeichner, Chefredakteur von „Mosaik“ und „Atze“
- 1932, Michael Degen, Theater- und Filmschauspieler, Buchautor
- 1933, Peter Härtling, Schriftsteller („Hölderlin“)
- 1934, Werner Bräunig, † 1976, Schriftsteller
- 1934, Werner Poetzsch alias Werner Tauber, Orchesterleiter, Saxophonist, Arrangeur
- 1936, Rainer Kunad, Komponist
- 1937, Thomas Billhardt, Fotograf und Publizist
- 1942, Dietmar Keller, Minister für Kultur (DDR)
- 1943, Wolfgang Nordwig, Olympiasieger 1972 und ehemaliger Weltrekordhalter im Stabhochsprung
- 1943, Eberhard Feik, † 1994, Schauspieler
- 1943, Wolf-Rüdiger Eisentraut, Architekt
- 1952, Wolfgang Lötzsch, bester Radsportler der DDR
- 1955, Chris Wolff, Schlagersänger („Lady Sunshine“, „Am Strand von Maspalomas“)
- 1958, Dieter Vieweger, Theologe
- 1961, TM Rotschönberg, Maler
- 1961, Kerstin Hensel, Schriftstellerin
- 1961, Jörg Schüttauf, Schauspieler
- 1978, Stev Theloke, Schwimmer
- Georgius Agricola, eigentlich: Georg Pawer, (1494 - 1555), Wissenschaftler und „Vater der Mineralogie“
- Johann Traugott Sterzel, (1841 - 1914), erster Direktor des König-Albert-Museums; leitete die Ausgrabungen und Aufstellung des „Versteinerten Waldes“
- Erich Basarke, (1878 - 1941), einer der wichtigsten Architekten des 20. Jahrhunderts in Chemnitz
- Katarina Witt, * 1965, deutsche Eiskunstläuferin, trainierte lange Zeit in Chemnitz
- Josef Kneifel, * 1942, führte als einziger ein Bombenattentat auf ein sowjetisches Panzerdenkmal in der DDR durch
- Michael Ballack, * 1976, Fußballspieler, ging in Chemnitz ins Sportgymnasium und spielte bei zwei Chemnitzer Vereinen
- Jens Fiedler, * 1970, Bahnradfahrer (Sprint, Keirin), 2facher Olympiasieger, mehrfacher Welt- und Europameister, 21facher Deutscher Meister
Literatur
- Thematische Stadtpläne Chemnitz. 5 Teile zu einzelnen Architekturepochen. Chemnitz: edition vollbart 2002/2003.
- Kassner, Jens/Weiske, Christine. Reformarchitektur in Chemnitz. Chemnitz: edition vollbart 2003.
- Zur Entstehung und Frühgeschichte der Stadt Chemnitz. Kolloquium des Stadtarchivs Chemnitz, 24. April 2002, Volksbank Chemnitz. Aus dem Stadtarchiv Chemnitz 6 (Stollberg 2002), ISBN 3-00-011097-6.
- Schriftenreihe: Aus dem Stadtarchiv Chemnitz (Chemnitz 1998 ff.), ZDB-ID 20028933.
- Zeitschrift: Mitteilungen des Chemnitzer Geschichtsvereins: Jahrbuch (Chemnitz 1992 ff.), ZDB-ID 9137270.
- „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ Band II Mitteldeutschland – Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterstützung des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1941.
- Chemnitz. Neue Bauten in der Stadtmitte 1990-2003. Verlag Edition Leipzig 2003.
Weblinks
- www.chemnitz.de (offizielle Homepage der Stadtverwaltung)
- www.chemnitz-tourismus.de (offizielle Touristeninformation (CMT))
- www.cwe-chemnitz.de (offizielle Homepage der Chemnitzer Wirtschaftsförderung (CWE))
- www.historisches-chemnitz.de (auf den Spuren des alten Stadtbildes und der Stadtentwicklung)
- www.chemnitzer74.de (historische Entwicklung der Stadt Chemnitz)
- www.wasserwacht-chemnitz.de (Überblick der Chemnitzer Geschichte)
- www.web-chemnitz.de (Stadtportal für Chemnitz und Umgebung)
- www.dastietz.de